Diät-Mythen auf der Spur – 47 Fragen und Antworten

Mittlerweile kursieren so viele Diät-Mythen umher, dass man schon gar nicht mehr weiß, welchen Diät-Mythen man noch Glauben schenken soll. Viele erscheinen einem logisch, doch stimmt das auch, was ihr Ruf verspricht?

Das gilt es nun herauszufinden!

 

Mythos 1: Koffein der Fett-Killer

Angeblich soll Kaffee gut zum Abnehmen sein, da er das Fett angreift. Für manche Kaffee-Trinker eine frohe Botschaft, doch wie viel ist wirklich dran an dem Mythos?

Fakt ist, dass das Koffein tatsächlich zur Fettverbrennung beiträgt und der Stoffwechsel gesteigert wird. Außerdem spalten sich die Fettzellen im Körper, sobald ihnen Koffein hinzugefügt wird. Allerdings hilft Koffein nicht allein gegen das Fett, denn die gespaltenen Fette landen wieder in den Depots, wenn man sich im Anschluss nicht bewegt.

Fazit: Koffein kann helfen, aber ein alleiniger Fatburner ist er nicht. Abgesehen davon spüren die Leute, die ohnehin regelmäßig Kaffee trinken, nicht mehr viel von dem Effekt. Ihr Körper gewöhnt sich an die Koffeinzufuhr, und damit sich etwas tut, müsste man immer wieder mehr Kaffee trinken – und das ist eindeutig nicht gesund.

 

Mythos 2: Essen nach 17/18/19 Uhr macht dick

 

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Man hat den ganzen Tag schwer geschuftet und kommt spät abends wieder nach Hause. Man hat zuletzt gefrühstückt und langsam knurrt einem der Magen, doch halt, war da nicht was? Achja, nach einer bestimmten Uhrzeit soll das Essen ja dick machen! Stimmt das?

Dieser Mythos ist unwahr. Nicht die Uhrzeit ist entscheidend, ob man zunimmt oder nicht, sondern die tägliche Energiebilanz. Würde das mit der Uhrzeit stimmen, müssten alle Südländer, die um 21 oder 22 Uhr zu Abend essen, aussehen wie Litfaßsäulen. Für einen guten Schlaf sollte man aber nicht zu spät und vor allen Dingen nicht zu viel essen. Spätestens 3 Stunden vorm Schlafengehen sollte man seine letzte Mahlzeit genossen haben.

 

Mythos 3: Wer abnehmen will, läuft am besten mit leerem Magen

Früh morgens aufgestanden ist man hochmotiviert und möchte etwas Joggen, mit dem Fahrrad fahren oder gleich ins Fitnessstudio gehen, aber vorher möchte man noch unbedingt frühstücken, damit man auch richtig Energie hat. Aber halt. Ein Mythos besagt, dass es besser sei mit leerem Magen Sport zu treiben, damit die Fettreserven gleich angegriffen werden. Richtig oder falsch?

Grundsätzlich stimmt es, dass es effektiver ist, wenn man vorm Sport nichts gegessen hat, da der Insulinspiegel niedrig ist und man beim Sport gleich in die Verbrennung der Fettreserven geht. Allerdings ist das nicht automatisch was für jedermann. Wer es nicht verträgt mit leerem Magen Sport zu treiben, sollte wenigstens eine Kleinigkeit zu sich nehmen, beispielsweise eine Banane oder eine Tasse Kaffee.

 

Mythos 4: Der Körper verbrennt Fett erst nach 30 Minuten Sport

Auf in den Sport! Man hat sich viel fürs Training vorgenommen, doch es gibt solche Tage, an denen man nicht viel Zeit hat oder man sich nicht besonders gut fühlt. Was ist dann, wenn man nur 15 oder 20 Minuten schafft? Hat man dann wirklich nichts verbrannt?

Dieser Mythos entspricht nicht der Wahrheit. Der Körper verbrennt schon ab der ersten Minute (oder besser gesagt: ab dem ersten Schritt) Fett. Es ist zwar gesünder um die 30 Minuten Sport zu machen, als regelmäßig nur 5 Minuten, aber der Körper verbrennt die Kalorien von Anfang an.

 

Mythos 5: In der Sauna nimmt man ab

 

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Ein hartnäckiger Mythos, der sich unzählige Jahre schon hält. Ab in die Sauna und die Pfunde sollen purzeln.

Und wenn man anschließend auf die Waage steigt, wird man vielleicht auch schon einen Unterschied merken, aber das, was man bei einem Saunagang verliert, ist hauptsächlich Flüssigkeit, kein Fett. Somit kann man in der Sauna keine überflüssigen Kilos verlieren. Auf der anderen Seite sind regelmäßige Saunabesuche jedoch unheimlich gesund, da man alle Schadstoffe aus dem Körper schwemmt und man gut entspannen kann.

 

Mythos 6: Fett macht fett

Fettige Imbissbuden wo man nur hinschaut, und auch in sämtlichen Fertiggerichten trieft es nur so vor Fetten, und da das ja alles dick macht, muss doch Fett Schuld daran sein, dass man fett wird, oder?

Jain. Nicht alle Fette sind gleichermaßen ungesund und machen dick. Gesunde Fette aus Fisch, Pflanzenölen und Nüssen beispielsweise sind gesund und sogar gut für die Figur.

 

Mythos 7: Fünf kleine Mahlzeiten sind besser als drei große

Drei große Mahlzeiten sollen schlecht für den Körper sein, weil sie viel zu groß sind und der Körper damit nicht umgehen kann. Fünf kleinere Mahlzeiten auf den Tag verteilt, sollen das Sättigungsgefühl besser regulieren und es sei auch deutlich besser für die Verdauung. Ist da was Wahres dran?

Nicht wirklich. Studien haben ergeben, dass Teilnehmer, die 5 kleine Mahlzeiten gegessen haben um die 250 Kalorien mehr zu sich genommen haben, als die Teilnehmer mit nur 3 Mahlzeiten. Zudem kann es schlecht für den Insulinspiegel sein, wenn man zu früh zwischendurch isst. Abgesehen davon kommt es auf die Tagesbilanz an.

 

Mythos 8: Zucker macht dick

Der böse böse Zucker! Überall heißt es, dass man Zucker meiden sollte, wenn man abnehmen will, und Menschen, die den Zucker aus ihrer Ernährung streichen, nehmen wirklich ab. Also ist Zucker doch ein wahrer Dickmacher, oder?

Komplett auf Zucker zu verzichten kann schlecht für den Kopf und den Körper sein, denn wir brauchen Zucker, vielleicht nicht unbedingt in den Mengen wie manche sie essen, aber Zucker ist ein wichtiger Energielieferant. Vielmehr kommt es auf die Kombination an, nämlich Zucker und Fett, wie man sie in Süßigkeiten findet. Diese Kombination ist schlecht für die Figur und damit auch für die Gesundheit. Zucker aus Obst hingegen sind (in Maßen) völlig in Ordnung.

 

Mythos 9: Ananas macht schlank

 

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Viele Menschen schwören auf die Ananas, wenn es ums Abnehmen geht. Viele betreiben sogar eine Ananas-Diät, bei der man sich nur von Ananas ernährt, aber ist die Ananas wirklich so ein Abnehm-Wunder?

Die Ananas besitzt zwar ein Fetkiller-Enzym; das wird jedoch bereits von der Magensäure zerstört und kommt somit gar nicht dort an, wo es gebraucht wird. Ananas ist dafür aber gut zum Entwässern und in Maßen gegessen auch sehr gesund.

 

Mythos 10: Light macht leicht

So manch einer von uns liebt es zu schlemmen. Ordentlich Frischkäse aufs Brot und rein in den Mund! Lecker! Aber das viele Schlemmen macht sich früher oder später auf dem Körper bemerkbar. Wie unangenehm! Da kommen einem doch die Lightprodukte genau recht! Einfach weiter schlemmen bei weniger Kalorien!

Das wär schön. Zwar steckt in den Lightprodukten weniger Fett. Aber da das Lightprodukt genauso gut schmecken soll wie das Original, wird dem Produkt jede Menge Zucker und Aromastoffe hinzu geführt, teilweise auch Süßstoff. Die Folge sind Heißhungerattacken. Zudem verführt das Lightprodukt oftmals dazu einen zweiten Joghurt zu essen oder doch ein wenig mehr aufs Brot zu tun, ist ja schließlich Light!

 

Mythos 11: Wer Sport treibt, kann so viel essen wie er will

Man möchte mehr essen? Dann reicht es doch sicherlich ein wenig mehr Sport zu treiben, dann purzeln die Pfunde und der Körper darf sich ruhig noch eine kleine Sünde gönnen! Klingt einfach, aber ist es auch so einfach?

Fakt ist, dass Sport zu einer schlanken Linie verhilft – allerdings auch nur, wenn man ihn oft genug macht und sich richtig ernährt. Wer beispielsweise 400 Kalorien verbrennt, bei einer Mahlzeit aber 800 zu sich nimmt, hat seine Ernährungssünden nicht ausgeglichen.

 

Mythos 12: FDH macht schlank

Man will weniger Kalorien zu sich nehmen und will dafür aber nicht auf seine Lieblingsspeisen verzichten! Was macht man da! FDH natürlich, dann kann man immer noch essen was einem schmeckt, muss auf nichts verzichten, isst lediglich nur die Hälfte. Logisch, oder?

Schön wär’s, doch mit FDH isst man weder was Anständiges, noch tut man dem Körper was Gutes. Der hält dieses Verhalten nämlich für eine Notsituation und speichert künftig mehr Fett in die Depots, wenn man mit FDH wieder aufhört.

 

Mythos 13:Von Fasten wird man schlank

Beim Fasten verzichtet man auf bestimmte Dinge, der eine fastet, indem er weniger Süßkram zu sich nimmt, der andere fastet, weil er den Kaffee weg lässt und jemand anderes fastet, indem er weniger fern sieht. Die meisten fasten aber so, dass sie sich im Laufe des Tages mit Wasser und Tee begnügen und während ihrer Fastenkur nichts essen – aber ist das ein guter Schlankmacher?

Sicherlich nimmt man beim Fasten ab, aber in der Regel verliert man dabei nur Wasser. Wer danach wieder wie gewohnt isst, nimmt automatisch zu. Dieses konsequente Nicht-Essen erkennt der Körper als Notsituation und will für schlechte Zeiten vorsorgen, weshalb er wie beim FDH anfängt weitere Reserven anzulegen. Zudem baut der Körper beim Fasten jede Menge Muskeln ab.

 

Mythos 14: Eine Diät hilft nur, wenn man sie sofort beginnt

 

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Ganz oder gar nicht – wenn man abnehmen will, dann funktioniert das nur, wenn man umgehend mit der Diät beginnt und nicht erst Stück für Stück heran geht, sonst hört man ja mit den schlechten Gewohnheiten nie auf – stimmt’s?

Man kennt es ja, man steht irgendwann auf der Waage, schaut sich die Menschen in der Umgebung oder im Fernsehen an und denkt sich: „Jetzt ist Schluss! Morgen mache ich Diät!“ Der Gedanke und der Ehrgeiz sind wirklich nobel, doch spontan in eine Diät zu gehen ist selten eine gute Idee. Das kann nämlich dazu führen, dass man im Übereifer zu wenig isst und Muskeln abbaut oder man übertreibt es auch mit dem Sport und hat am nächsten Tag Muskelkater.

Besser: Die Diät in Etappen beginnen, damit der Körper diese Veränderung nicht zu krass wahrnimmt und man sich selbst langsam drauf einstellen kann. In der ersten Woche reduziert man seinen Kalorienbedarf um 200 Kalorien, in der Woche darauf noch mal um 100, in der Woche darauf beginnt man mit täglich einer Viertelstunde Sport und so weiter.

 

Mythos 15: Muskeln helfen beim Abnehmen

Kurz und gut: Absolut! Je mehr Muskeln man hat, desto mehr verbrennt man auch in der Ruhephase. Man muss nicht zum Herkules mutieren – und natürlich sollte man mit dem Muskelaufbau langsam beginnen, wenn man es nicht gewohnt ist.

 

Mythos 16: Cardio ist besser als Intervall

Ausdauer- oder Intervalltraining? Welcher Sport ist zum Abnehmen besser geeignet? Doch eigentlich Cardio, weil man damit länger Sport macht, oder?

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Intervalltraining fordert einem mehr ab und man baut dabei mehr Muskeln auf als beim Ausdauertraining. Sozusagen: In der Kürze liegt die Würze.

Das Training bringt einem allerdings nur was, wenn man auch genügend Kondition mitbringt, wer nach einem Start bereits aus der Puste ist, sollte es zunächst mit Cardio versuchen.

 

Mythos 17: Diätpillen und Supplements helfen beim Abnehmen

Supplements sind Tabletten, die den Muskelaufbau fördern und Diätpillen sollen einem zu einer schlanken Linie verhelfen. Wäre doch schön, wenn es so einfach ginge.

Ganz so einfach ist es aber nicht. Klar kann man mit Supplements Muskeln aufbauen, und auch deutlich schneller aufbauen als normal, allerdings auch nur, wenn man anschließend Sport macht. Wer anschließend auf der Couch liegt und seine Serien schaut, wird davon sicher keine Muskeln gewinnen. Naja und über Diätpillen brauchen wir sicher nicht zu reden, oder? Die sind einen feuchten Dreck wert.

 

Mythos 18: Um abzunehmen muss man mindestens 3 Liter Wasser am Tag trinken

 

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Wasser ist gesund und hat keine Kalorien, es ist doch eigentlich genau das Richtige, wenn man abnehmen möchte. Aber mehr Wasser sollte doch bessere Ergebnisse erzielen? Man sagt doch auch, dass man sich den Appetit mit Wasser weg trinken kann, oder?

Es ist zwar richtig, dass es wichtig ist im Laufe des Tages genügend Wasser zu trinken und man beim vermehrten Schwitzen noch mehr trinken sollte als üblich, aber Wasser macht weder lange satt, noch ist es in zu großen Mengen gut für den Körper. Wer zu viel trinkt, schwemmt wertvolle Mineralien aus dem Körper. 1,5 bis 2 Liter am Tag reichen völlig aus.

 

Mythos 19: Ab einer bestimmten Herzfrequenz verbrennt man mehr

Dass man bei der einen Sportart mehr verliert als bei der anderen, ist uns bekannt, aber nicht nur die Sportart soll den Kalorienverbrauch stärker beeinflussen als die andere, die Herzfrequenz soll auch was damit zu tun haben. Stimmt das?

Jede Art von Bewegung verbrennt Fett, und je nach Dauer und Intensität verbrennt man mit der einen Sportart mehr und mit der anderen weniger. Das hat jedoch mit der Herzfrequenz nichts zu tun. Zwar sollte man aufpassen, dass man nicht aus der Puste kommt, aber fürs Abnehmen ist keine vorgeschriebenen Herzfrequenz notwendig.

 

Mythos 20: Kohlenhydrate machen dick

Man sieht doch anhand der ganzen Low-Carb Diäten, die es mittlerweile gibt, dass ein Verzicht auf Kohlenhydrate schlank macht. Also sind doch Kohlenhydrate Dickmacher!… Oder?

Zahlreiche Diäten, wie die Logi-Methode, die Glyx-Diät oder die Atkins-Methode suggerieren, dass Kohlenhydrate und eine schlanke Figur nicht zusammen passen. Das ist aber falsch, denn unser Körper braucht Kohlenhydrate, deshalb wäre es schlecht zu sehr auf sie zu verzichten. Wichtig ist es aber, dass man die guten Kohlenhydrate isst, wie man sie in Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukten findet.

 

Mythos 21: Klimaanlagen machen dünn

Der kühlende Effekt einer Klimaanlage soll schlank machen – behaupten zumindest einige.

Das ist aber schlichtweg falsch. Wird die Raumtemperatur durch Klimaanlage oder Heizung zu sehr reguliert, muss der Körper sich weniger anstrengen und man nimmt zu.

 

Mythos 22: Wenn man abnehmen möchte, braucht man eine Waage zur Kontrolle

 

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Wer abnehmen will, braucht eine Waage, so wird es immer gesagt, wie soll man denn sonst merken, ob man abgenommen hat? Das geht doch nur mit einer Personenwaage!

Keineswegs. Oftmals kann man es kaum erwarten die Abnehmerfolge zu sehen und steigt unnötig oft auf die Waage und macht sich dadurch nur selbst verrückt. Zudem bedeutet weniger Gewicht nicht automatisch mehr Gesundheit.

Wichtig außerdem: Muskeln sind schwerer als Fett, weshalb die Waage in der Hinsicht ungeeignet ist. Besser: Ein Maßband, mit dem man den Umfang von Hüfte, Oberschenkel, Oberarmen und Bauch messen kann.

 

Mythos 23: Dinnercancelling macht schlank

Man hat im Laufe des Tages so viel gegessen… Da ist es sicher eine gute Idee das Abendessen ausfallen zu lassen. Damit hat man schließlich Kalorien gespart – und das ist doch gut für die Figur, oder?

Das Abendessen rigoros ausfallen zu lassen ist nur dann sinnvoll, wenn man ohnehin keinen Hunger hat. Wer das aber ständig machen würde, müsste im Gegenzug die benötigten Kalorien, die der Körper zum Funktionieren braucht, über den Tag verteilt beim Frühstück und Mittagessen zu sich nehmen, was für den Körper viel zu anstrengend ist. Und wer nur ab und an sein Abendessen ausfallen lässt, hat überhaupt keinen Effekt dabei.

 

Mythos 24: Es macht schlank morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler zu essen

Viele schwören darauf, dass man schlank wird, wenn man die Menge der Mahlzeiten nur richtig einteilt. Somit soll man morgens viel essen, damit man das im Laufe des Tages durch die Bewegung verlieren kann, mittags soll man normal essen, damit man noch genügend Energie für den restlichen Tag hat, und weil man sich am Abend kaum noch rührt, ist eine Bettlersmahlzeit genau das Richtige. Ist da was Wahres dran?

Es ist zwar sinnvoll morgens ordentlich, mittags normal und abends nur etwas Kleines zu essen, wer morgens aber keinen großen Hunger hat, sollte sich nicht mit Gewalt vollstopfen.

 

Mythos 25: Rohkost am Abend ist gesund

Gemüse geht immer und Rohkost ist eine Ernährungsform, bei der vom Gemüse noch sämtliche Vitamine erhalten bleiben, denn das Essen wird nicht gekocht oder anderswie gegart, sondern das Gemüse wird völlig unbehandelt verzehrt. Aber ist das gesund?

Das mit der Rohkost ist so eine Sache. Nicht nur, dass sie nicht jeder verträgt, am Abend können Salat und Rohkost einem richtig auf den Magen schlagen und den Schlaf stören, da sie schwerer verdaulich sind, als gekochte Speisen.

 

Mythos 26: Trennkost ist gut für die Figur

Viele behaupten, dass die Kombination aus Kohlenhydraten und Eiweiß für den Körper schwer zu verdauen sind und man dadurch auch automatisch zunimmt. Ist das wirklich so?

Man sagt, dass es gut ist, morgens energiereich mit Kohlenhydraten zu essen, mittags eine Mischkost zu nehmen und am Abend sich eiweißreich zu ernähren. Zwingend notwendig und hilfreich ist es aber nicht. Es gibt genügend Menschen, die abends Kohlenhydrate essen oder sich immer nur gemischt ernähren und dennoch eine gute Figur haben.

 

Mythos 27: Wer abnehmen will, darf nicht mehr sündigen

 

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So kann das ja auch mit der schlanken Linie nicht funktionieren, wenn man immer mal wieder zwischendurch nascht und Chips knuspert oder sich eine Cola gönnt. Das ist nicht gut für die Figur – also am besten gleich weg damit!

Auf keinen Fall! Wer sich etwas strikt verbietet, bekommt erst recht Heißhunger darauf. Besser ist es die Sünden Stück für Stück zu reduzieren und sie nur noch gelegentlich in kleinen Portionen zu genießen. Das heißt auch jeden Chip einzeln in den Mund zu nehmen und jedes Gummibärchen extra zu kauen, und nicht alle in eins in den Mund zu stopfen.

 

Mythos 28: Wenn auf Produkten „zuckerfrei“ steht, sind sie auch frei von Zucker

Wenn wir das Wort „zuckerfrei“ auf den Süßigkeiten lesen, gehen wir davon aus, dass das Produkt keinen Zucker enthält – was sollte damit auch sonst gemeint sein?

Ganz so leicht ist es leider nicht. Juristisch gesehen ist nur der Haushaltszucker bei der Bezeichnung „zuckerfrei“ gemeint. Wenn auf Süßigkeiten also zuckerfrei drauf steht, ist nur vom Haushaltszucker die Rede. Es kann immer noch Karamellzuckersirup, Fruchtzucker, Traubenzucker oder eine andere Zuckerart enthalten.

 

Mythos 29: Es gibt negative Kalorien

Was für eine geile Vorstellung. Einfach weniger von diesen Lebensmitteln essen, dafür mehr von den anderen Lebensmitteln und nach kurzer Zeit ist man schlank wie eine Elfe. Das kann doch nur ein Traum sein!

Ist es auch. Es gibt kein Lebensmittel, das mehr verbraucht als man sich zuführt. Vielleicht noch mit eisgekühltem Wasser, aber der Effekt ist auch nicht besonders groß. Was es hingegen gibt sind gute und negative Kalorien. Schokolade landet beispielsweise zum Großteil auf den Hüften und liefert ziemlich wenig Energie. Ein Vollkornbrot hingegen liefert jede Menge Energie und wird größtenteils ausgeschieden.

 

Mythos 30: Zitrone löst Fett

Etwas Zitrone im Wasser oder ein wenig Zitrone gelutscht und schon purzeln die Kalorien. Das ist ja kinderleicht!

Und absolut unrealistisch. Zitrone hilft vielleicht beim Putzen gegen Fett und Kalk, aber beim Abnehmen ist sie keine Wunderwaffe.

 

Mythos 31: Es reicht eine Diät oder Krafttraining zu machen

Wer abnehmen will braucht doch nur mehr Muskeln oder weniger Kalorien. Beides zusammen braucht viel zu viel Zeit, also konzentriert man sich nur auf eins von beidem und hat mehr Zeit für andere Dinge. Das geht doch, oder?

Wer abnehmen will, sollte beides machen. Nur so kann man effektiv abnehmen und hat vor allem bei so einer Diät keine schlaffe Haut – oder umgekehrt: man hat zwar Muskeln, aber isst mehr als man verbraucht.

 

Mythos 32: Wer am Tag hungert, kann abends essen was er will

 

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Klingt doch logisch: Im Laufe des Tages nichts essen, und am Abend kann man dafür richtig reinhauen! So viele Kalorien kann man am Abend ja auch gar nicht zu sich nehmen!

Mag logisch klingen, ist aber falsch! Durch das Hungern fährt nämlich der Stoffwechsel runter, weshalb man am Abend beim großen Fressgelage zusätzliche Fettpölsterchen riskiert. Der Körper hat sich auch in diesem Fall dann auf eine Notsituation eingestellt und nimmt jedes Bisschen Kalorie mit Freuden entgegen, um sie als Reserven einzulagern.

 

Mythos 33: Wer keinen Alkohol trinkt, darf mehr essen

Alkohol macht dick, nicht umsonst spricht man vom sogenannten Bierbauch – und einige Alkoholsorten haben nicht gerade wenig Kalorien. Wenn man also auf Alkohol verzichtet, darf man doch ruhigen Gewissens mehr essen, nicht wahr?

Sicher, Alkohol hat Kalorien, rund 7 Kalorien pro Gramm. Wer seinen Alkoholkonsum aber durch Fettiges ersetzt, tut sich keinen Gefallen, denn Fett hat pro Gramm 9 Kalorien und ist damit deutlich schlechter für die Figur. Außerdem trinkt man in einem gesunden Rahmen ohnehin nicht so viel Alkohol, weshalb die Rechnung so oder so nicht aufgehen würde.

 

Mythos 34: Nur große Portionen machen satt

Um sich richtig satt zu essen, braucht man auch eine anständige Portion. Mit ein wenig Hasenfutter kann man unmöglich satt sein!

Das stimmt so nicht. Oft sind die Augen größer als der Magen. Abgesehen davon haben einige Studien gezeigt, dass die Teilnehmer mit dem Essen von kleinen Tellern ebenso satt waren, wie Menschen, die von großen Tellern und dadurch mehr gegessen heben. Ebenso wurde in einer anderen Studie getestet, wann die Menschen satter wären, wobei sie in beiden Versuchen genau gleich viel bekommen hatten, optisch sah es bei dem einen Mal nur nach mehr aus und die Probanden waren von dem, was größer ausgesehen hatte, deutlich satter – wie gesagt, dabei war die Menge identisch.

 

Mythos 35: Ein Espresso nach dem Essen verbrennt Kalorien

Nach dem Essen noch ein schöner Espresso, um ein paar der angefressenen Kalorien los zu werden. Aber ist Espresso effektiver als Kaffee?

Es stimmt zwar, dass Kaffee die Fettverbrennung ankurbelt, die verlorenen Kalorien vom Espresso sind allerdings überschaubar klein. Wer seinen Espresso noch mit Zucker süßt oder einen Kaffeekeks dazu isst, wird keinen Effekt spüren.

 

Mythos 36: Zum Abnehmen braucht man viel Obst

 

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Viel Obst und Gemüse sind gut beim Abnehmen, heißt es immer. Also sollte man auch richtig viel Obst essen, die haben ja wenig Kalorien und können daher nur gut für die Figur sein!

Jain. Obst ist sicherlich gut um abzunehmen, allerdings auch nur in den richtigen Mengen. Einige Obstsorten enthalten enorm viele Kalorien und der ganze Fruchtzucker lässt den Blutzuckerspiegel rasend schnell steigen (und ebenso schnell wieder fallen). Die Folge: Man kriegt schneller Hunger. Wenn man Obst essen möchte, dann sollte man ihn als Nachtisch genießen oder dazu eine Scheibe Brot essen.

 

Mythos 37: Wer abnehmen will, muss sich nur mehr bewegen

Ebenso wie in Mythos 11, bei dem es heißt, man könne so viel essen wie man möchte, man braucht nur Sport machen, ist auch dieser Mythos reinster Unsinn. Sport ist zwar zum Abnehmen gut geeignet, keine Frage, das allein reicht aber für die Traumfigur nicht aus. Wer beispielsweise 30 Minuten joggt, verbrennt im Schnitt an die 300 Kalorien, isst man im Anschluss eine Tüte Chips, führt man sich 500 Kalorien hinzu, also 200 mehr. Sport funktioniert beim Abnehmen nur, wenn man seine Ernährung ebenfalls umstellt.

 

Mythos 38: Saft macht schlank

Saft enthält viele Vitamine und ist deutlich gesünder als Limonade und Cola. Außerdem kann man unmöglich jeden Tag Wasser und Tee trinken, sondern braucht mal eine erfrischende Abwechslung. Also ist Saft infolgedessen doch auch gut für die Figur, nicht wahr?

Sicherlich ist Saft wegen der Vitamine besser als so manch andere Getränke. Von den Kalorien und dem Zuckergehalt sind sie aber fast identisch. Es kommt aber, wie bei so ziemlich allem, auf die Menge an. Wenn schon Saft, dann sollte man einen 100 % Saft nehmen, und keinen Wasser-Aroma-Zucker-Gemisch, oder wechselt bei Gelegenheit zu einer Schorle.

 

Mythos 39: Breakfastcancelling ist gut für die Figur

Wenn schon das Dinnercancelling nicht hilft, dann doch der Verzicht am Morgen, oder?

Falsch. Tendenziell nehmen Menschen, die morgens nichts essen, eher zu. Der Grund: Nachts fastet der Körper und zieht die Energie aus den Reserven. Wer morgens trotz Hunger nichts isst, riskiert eine vormittägliche Heißhungerattacke, bei der man mehr Kalorien zu sich nimmt als es bei einem ausgewogenen Frühstück der Fall gewesen wäre.

 

Mythos 40: Diäten sind gesund

Zu viel Gewicht ist nicht nur unästhetisch, es ist auch schlecht für die Gesundheit. Daher ist eine Diät unvermeidlich, und es spielt doch keine Rolle, welche Diät man dann macht. Diät ist Diät und eine Diät ist doch dann in jedem Fall gesund?

Nicht alle Diäten sind gleichermaßen gesund oder ungesund. Blitz- und Radikaldiäten sind einseitig und definitiv ungesund. Wer aber unter massivem Übergewicht leidet, sollte auf jeden Fall abnehmen. Aber dann besser mit einer Ernährungs- und Lebensumstellung, und nicht mit einem ungesunden Firlefanz.

 

Mythos 41: Wer abnehmen will, muss nur anders und weniger essen. Sport ist dabei unnötig

 

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Wenn Sport alleine nicht funktioniert, weil man die ganze Zeit falsch isst, reicht es doch, wenn man sich anders ernährt und weniger isst, um die Pfunde dahinschmelzen zu lassen. Und siehe da, es funktioniert. Eine gute Methode?

Diese Abnehmmöglichkeit ist alles andere als gesund! Nicht nur, dass man bei einer Diät Muskeln abbaut, was sich nur mit Sport verhindern lässt, jede zusätzliche Bewegung ist gesund und gut zum Abnehmen. Zu Beginn reicht es völlig aus lange Spaziergänge zu machen oder gemütlich Fahrrad zu fahren – steigern kann man sich später immer noch.

 

Mythos 42: Schlank durch Abführmittel

Man hat sich nicht besonders gut ernährt? Dann muss man das Essen auf dem schnellsten Wege wieder loswerden. Also los gegangen und Abführmittel geholt. Die putzen den Körper ordentlich durch und man wird davon auch noch schlank. Gut, oder?

Dieser Unsinn hält sich hartnäckig in den Köpfen der Menschen. Die Wirkung der Abführmittel ist lediglich darauf beschränkt, dem Körper beim Ausscheiden zu helfen. Alle Mythen über die tolle Abnehmwirkung sind erstunken und erlogen und gehören die Toilette runter gespült!

 

Mythos 43: Ein Snack vor den Mahlzeiten dämmt den Hunger

Ein winzig kleiner Imbiss vor dem Essen nimmt doch schon mal Platz ein, weshalb man doch automatisch weniger isst, richtig?

Falsch. Aperitifs und kleine Snacks stimulieren das Hungergefühl und man isst mehr als sonst. Besser hingegen ist eine kalorienarme Vorspeise vor dem Hauptgang. Somit isst man weniger vom schweren Hauptgang und ist dennoch gut gesättigt. Wie wäre es beispielsweise mit einem Salat oder einer Suppe?

 

Mythos 44: Es reicht völlig aus in der Woche 30 Minuten Sport zu machen

Sportmuffel freuen sich, wenn sie glauben mit 30 Minuten Sport in der Woche ihrer Figur was Gutes zu tun. Aber reichen 30 Minuten wirklich aus?

Schön wär’s, aber wer einmal die Woche nur 30 Minuten Aerobic macht und dabei 620 Kalorien verbrennt, hat nicht mal ein Zehntel von einem Kilo runter gearbeitet. Man sollte es mit dem Sport zwar nicht übertreiben, aber 1 x die Woche für eine halbe Stunde Sport ist viel zu wenig.

 

Mythos 45: Vorm Sport sollte man sich unbedingt dehnen

Um Verkrampfungen und Zerrungen vorzubeugen, ist es wichtig, sich vor jedem Sport ordentlich zu dehnen. So sagt es zumindest der Volksmund, aber hat er auch Recht?

Bei manchen Sportarten ist es durchaus ratsam sich zu dehnen. Wirkliche Pflichtübungen und Verbote gibt es dabei aber nicht.

 

Mythos 46: Wenn man einen Muskelkater hat, sollte man unbedingt weiter trainieren

Man geht endlich mal wieder los, macht Sport und am nächsten Tag fühlt man sich wie gerädert. Man kann sich kaum bewegen, denn der Muskelkater hat einen eingeholt. Manche sagen, dass Ausruhen der bessere Weg ist, andere raten dazu, dass man gleich wieder weiter macht. Was ist denn jetzt richtig?

Muskelkater ist ein Zeichen des Körpers, dass man es übertrieben hat. Man muss dem Körper die Zeit geben sich zu erholen. Bestenfalls lässt man es gar nicht so weit kommen und fängt langsam mit dem Sport an und steigert sich langsam.

 

Mythos 47: Zu viel Schlaf macht dick

 

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Schlafen ist wichtig, auch für die Figur, aber nun kommen die Menschen und sagen einem, dass zu viel Schlaf schlecht für die Figur sei. Wie soll das denn gehen? Man schläft doch nur! Da kann man doch nicht dick von werden, oder etwa doch?

Doch, das stimmt. Zu viel und auch zu wenig Schlaf sind schlecht für die Figur. In beiden Fällen kommt der Kreislauf nicht gut in die Gänge und man verbrennt deutlich schlechter Kalorien, als wenn man eine angemessene Zeit geschlafen hätte.

 

 

Ich hoffe, ihr habt aus den ganzen Mythen einiges mitnehmen können und hoffe, dass ihr ein Stück weit schlauer geworden seid.

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Verena Walter

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