Warum Kleinigkeiten so entscheidend sind

Es kommt nicht immer auf die großen Dinge an, manchmal ist weniger mehr und manchmal sind es die Kleinigkeiten, die den Unterschied zwischen einer positiven oder negativen Gesinnung ausmachen. Ich habe beispielsweise viele Frauen erlebt, die sich zwar gerne um den Haushalt kümmern bzw. gekümmert hätten, aber an der Faulheit ihres Ehemanns scheitern und irgendwann alles stehen und liegen lassen, weil der Mann ihren Bitten nicht nachkommt.

Bei einer Bekannten habe ich mitbekommen, dass sie von ihrem Gatten nichts weiter wollte, als dass er seine Schmutzwäsche in den Wäschekorb und das dreckige Geschirr in den Geschirrspüler räumt, sowie auch die leer gewordene Klopapierrolle auswechselt und natürlich den Geschirrspüler auch mal ausräumt, wenn er mitbekommt, dass das Geschirr schon fertig ist. Alles so Kleinigkeiten, die man eigentlich machen kann und einen weder Arbeit, noch Zeit kosten, zumal sie nicht verlangt hat, dass er es sofort erledigt, sondern immer dann, wenn er sowieso auf den Weg dorthin ist.

Das heißt, jedes Mal, wenn er im Bad verschwindet, kann er die Wäsche mitnehmen und in den Wäschekorb werfen und wenn er in Richtung Küche geht, ist es nicht zu viel verlangt, wenn er sein benutztes Geschirr mitnimmt. Ebenso möchte sie natürlich auch, dass er das, was er selbst schmutzig macht auch selbst entfernt, das heißt, hat er gekleckert, holt er sich einen Lappen und putzt es weg und wenn die Toilette etwas verunreinigt wurde, nimmt er sich eben die Bürste und geht damit einmal durchs Klo.

 

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Jedes Mal kommt es zwischen ihnen zu einer Debatte und sie ist deshalb frustriert (passend hierzu gibt es noch einen Text zum Thema warum Frauen (k)eine Furien sind), weil sie ihn nur um die paar Dinge bittet und das offensichtlich zu viel verlangt ist. Er gelobt jedes Mal auch wieder Besserung, doch wenn das besagte „nächste Mal“ eintritt, hat er immer noch nicht dazu gelernt, und das seit einigen Jahren schon.

Sie hätte kein Problem damit die Küche zu putzen und den Boden zu wischen, sowie die Bäder komplett zu machen, aber dadurch, dass er ihr kein Stück entgegen kommt und sich (mit ihren Worten) aufführt wie King Louie, lässt sie nun vermehrt alles stehen und liegen.

Da muss ich auch sagen, dass ich das nicht ganz nachvollziehen kann, selbst wenn man viel um die Ohren hat und vielleicht auch gerade an was ganz anderes denkt, finde ich nicht, dass es zu viel verlangt ist, wenn sie ihn um etwas bittet und er diese Kleinigkeiten erledigt. Nun will ich aber nicht auf den Männern herumhacken, denn auch umgekehrt gilt, dass die Kleinigkeiten viel machen können. Wenn sie beispielsweise eigentlich immer total lieb und zuckersüß zu ihrem Mann ist, kann es auch irgendwann mächtig in die Hose gehen, wenn er von ihr regelmäßig öffentlich bloßgestellt wird mit irgendwelchen Geschichten oder wenn man(n) von seiner liebsten immer wieder gestichelt wird. Es ist natürlich im Gegenzug für ihn ganz angenehm, wenn sie ihn mit liebevollen Kleinigkeiten bei Laune hält, zum Beispiel mit einer Liebesbotschaft in der Brotdose oder einer „Fahr vorsichtig“- Botschaft im Auto.

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Verena Walter

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