Rohkost – wie gesund ist es eigentlich?

Man predigt immer bei der Rohkost wie gesund es ist und man wird regelmäßig dazu angehalten dies regelmäßig zu praktizieren. Im Großen und Ganzen kann man auch sagen, dass Rohkost sicherlich sehr gesund ist, da in dieser Form noch die meisten Vitamine in den Lebensmitteln sind. Nehmen wir beispielsweise mal eine Paprika. Die ist als Rohkostvariante noch voller Vitamine und sehr knackig. Ist sie aber gekocht und weich, dann verliert sie wertvolles Vitamin C. Beim Brokkoli ist es das Gleiche.

Allerdings gibt es auch wieder Lebensmittel, wie etwa Tomaten, die im gekochten Zustand besser sind als roh. Laut der Cornell-Universität in Amerika besitzen gekochte Tomaten mehr Zellschutzstoffe als die rohen. Diese sind gut um die Blutgefäße zu schützen und beugen Krebs vor! Der Vitamin C-Gehalt ist bei den Tomaten zwar auch runter gegangen, aber die Zellschutzstoffe haben es wieder aufgewogen. Zudem gibt es auch Lebensmittel, die man Roh überhaupt nicht verzehren kann, wie beispielsweise Kartoffeln! Die sind nur dann genießbar, wenn man sie kocht, backt, brät oder frittiert. Roh hingegen sind sie für uns ein Graus.

Darüber hinaus kommt es natürlich auch auf die Art der Zubereitung an. Lebensmittel, die im Wasser gekocht werden, verlieren nicht nur wegen der Hitze ein paar Nährstoffe, sie verlieren auch allerhand Vitamine über das Wasser. Gart man die Lebensmittel hingegen in der Mikrowelle oder lässt es dampfgaren, ist es deutlich schonender gegart und enthält deutlich mehr Nährstoffe. Auch das schnelle und einfache Braten im Wok ist gut für die Nährstoffe. Das Wichtigste ist jedoch dabei, dass man das Gemüse nicht vollständig verkocht, sondern es nur so gart, dass es noch knackig ist. Das gilt selbstredend nicht für Kartoffeln, und Lebensmittel, die nicht roh verzehrt werden sollen, bei allen anderen ist es jedoch günstig, wenn man sie nicht zu Brei zerkocht.

Also ist Rohkost schlecht?

Nein, ganz und gar nicht. Rohkost hat viele Vorteile, zum Beispiel spart man damit Zeit und Geld. Zeit, weil man die Lebensmittel nicht groß zubereiten braucht und Geld, da man sie (außer Waschen und Schälen) nicht weiter bearbeiten muss – kein Ofen, kein Herd, kein Wasser wird benötigt, somit kostet es kein zusätzliches Geld. Und wie bereits gesagt gibt es allerhand Lebensmittel, die in ihrer Rohform auch reichlich Vitamine haben, und diese dadurch auch behalten. Es spricht nichts dagegen ein paar Möhrenstangen zu essen oder auch mal Kirschtomaten zu snacken. Naja und so ein Salat ist ja im Grunde nichts anderes als Rohkost. Der Salat, die Paprika, die Tomate, die Zwiebeln, die Gurken, die Pilze – alles roh (meistens jedenfalls) und nicht nur gesund, sondern auch sehr bekömmlich.

Meistens jedenfalls

Es muss bei dem Thema Rohkost nur noch etwas beachtet werden, denn damit der Körper mit der rohen Kost auch gut zurecht kommt, ist es wichtig, ausreichend Tee oder Wasser zu trinken. Die Rohkost kann bei zu wenig Flüssigkeit zu Magenverstimmungen, Verstopfungen und Übelkeit führen. Außerdem ist Rohkost nicht jedermanns Sache. Manche fühlen sich bei übermäßigem Verzehr von Rohkost ziemlich aufgebläht, obwohl sie ausreichend getrunken haben.

Fazit

Es ist ratsam regelmäßig ein oder zwei Rohkosttage einzubringen und die Küche kalt zu lassen, ein kompletter Verzicht auf gekochte und anderweitig gegarte Lebensmittel ist jedoch völlig unnötig. Damit die Rohkosttage nicht langweilig werden, sollte man mit dem Obst und Gemüse stets variieren und sich immer mal wieder nach neuen Rezepten umsehen.

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Verena Walter

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