Rituale sind wichtig

Im Leben eines Kindes passiert jeden Tag so viel, jeder neue Tag birgt ein neues Abenteuer. Was für uns völlig normal ist, ist für Kinder der helle Wahnsinn, welchen sie mit einer unbändigen Neugier und einer grenzenlosen Faszination begegnen. Damit das Kind auch möglichst viele Eindrücke gewinnt und nicht jeden Tag im gleichen Alltagstrott verfällt ist es wichtig, dem Kind nicht jede Minute vom Tag vorzuschreiben, sondern das Kind selbst entdecken zu lassen.

Zu viele Freiheiten sind allerdings ungesund, und das nicht nur für das Verhältnis von Eltern und Kind, sondern auch für die gesamte Harmonie in der Familie. Das Kind braucht seine Freiheiten, das ist klar, aber ein paar festgelegte Rituale sind ebenfalls von großer Bedeutung. Ein kleines Bisschen Gewohnheit, das einem das Gefühl gibt Zuhause zu sein und sich wohl zu fühlen, muss einfach sein. Bei den Ritualen sollte es sich aber um kindgerechte und angenehme Rituale handeln, in denen sich alle wohl fühlen. Richtig ausgewählt sind sie nicht nur gut für die Erziehung, sondern auch gut für den Zusammenhalt, sie geben eine gewisse Struktur und sie helfen für ein entspanntes und harmonisches Miteinander.

Hier ein paar einfache Beispiele für gelungene Kinderrituale:

  1. Gemeinsam am Tisch essen

In der heutigen Zeit ist es nicht ungewöhnlich, dass die Familienmitglieder nicht mehr gemeinsam an einem Tisch sitzen und essen, sondern dass jeder sich irgendwie in sein Zimmer zurück zieht und dort seine Nahrung zu sich nimmt. Gelegentlich ist das vielleicht kein Drama, aber wenn die Familie ständig nicht gemeinsam isst, verpasst man eine wunderbare Gelegenheit mit den Kindern gemeinsam am Tisch die Geschichten des Tages auszutauschen. Zudem kann man im Anschluss ans Essen ein kleines bekanntes Ritual einführen, bei dem jeder seinen Teller in die Spüle bzw. in den Geschirrspüler steckt. Das macht gleich viel weniger Arbeit und der Zusammenhalt wird gestärkt.

  1. Spiele spielen

Jeder in der Familie hat sein eigenes Leben – und das ist auch gut so, aber dennoch ist man eine Familie, und dazu passt ein Spieleabend hervorragend. Wie wäre es mit einem Spiel, bei dem man einander ein wenig besser kennen lernt? Man muss auch keine Spiele spielen, sondern kann auf eine ganz andere Weise einen schönen Familienabend gestalten. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Kinoabend oder einem Nachmittag an dem die Familie Bowlen geht? So wechseln die Aktivitäten sich immer ab, ohne dass das Familienleben auf der Strecke bleibt.

  1. Ins Bett bringen

Gerade wenn die Kinder noch jung sind, ist es ein stets willkommenes und liebevolles Ritual die Kinder ins Bett zu bringen und sich dabei auch ein wenig Zeit zu nehmen. In der Zeit kann man sich von dem Kind die Erlebnisse des Tages erzählen lassen, sie fragen was ihnen am Besten gefallen hat und ihnen bei Bedarf was vorsingen oder mit ihnen Kuscheln. Das ist für die Kinder genau der richtige Einstieg fürs Schlummerland.

  1. Vorlesen

Fernsehen ist viel beliebter! Mag ja sein, ich will das Fernsehen auch nicht verteufeln, ich bin damit schließlich auch aufgewachsen und es waren und sind heute ja noch gute Sendungen dabei, aber viel kreativer und fantasievoller ist es dem Kind etwas vorzulesen. Es muss sich die Dinge, die es erzählt bekommt vorstellen und ist dabei schön in die Bettdecke eingekuschelt oder sitzt mit Mama/Papa auf dem Sofa, vielleicht sogar auf dem Schoß.

 

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  1. Gemeinsame Serie schauen

Wer mit Büchern nicht viel anfangen kann, sollte mit seinem Kind eine gemeinsame Serie haben, die man dann schauen kann. Eine Folge oder zwei hintereinander werden das Kind schon nicht dazu animieren das Haus nicht mehr zu verlassen. Zumal man bei der gemeinsamen Serie als Elternteil Einfluss haben kann, was geschaut wird und mit dem Schauen weiß, ob das was fürs Kind ist oder nicht.

  1. Sich den Tag erzählen lassen

Einmal am Tag, ob nun beim Zubettgehen oder früher, sollte man sich unbedingt die Eindrücke des Tages erzählen lassen und vielleicht auch seine eigenen Erlebnisse erzählen. Dadurch kann der andere seinen Frust ein wenig abbauen, sich aufmuntern lassen und lernt den anderen ein wenig besser kennen.

  1. Lieder im Alltag

Besonders bei kleinen Kindern können Lieder den Alltag ungemein erleichtern, beispelsweise, indem man beim Zähneputzen ein passendes Lied singt, damit das Kind voller Vorfreude seine Zähne putzt. Das Gleiche gilt auch für andere Tätigkeiten, die Kinder nicht gerne machen, wie sich eincremen zu lassen, sich umzuziehen oder was den Alltag sonst öfter so anstrengend macht. Mit einem Liedchen auf den Lippen geht es viel besser – und wenn man ein Lied öfter nimmt, kann das Kind das Lied irgendwann mitsingen.

  1. Individuelle Rituale

In jeder Familie gibt es ganz eigene individuelle Rituale, die das Leben leichter machen. Beispielsweise, indem die Kinder sich gegenseitig die Hände waschen oder die Mutter den Tag für die Kinder mit einem Lied beginnt, oder ihre Lieblinge mithilfe ihres Lieblingsstofftiers weckt, das fröhlich über das Bett tanzt. Jede Familie entwickelt ihre eigenen Rituale, die auch jeder individuell gestalten sollte, Hauptsache es ist für jedermann angenehm und erleichtert den Alltag.

 

Was für Rituale kennt ihr mit Kindern? Was haben eure Eltern mit euch gemacht oder wie handhabt ihr das mit euren Kindern? Schreibt mir eure Geschichten in die Kommentare!

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Verena Walter

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