Gewohnheiten ändern – Step by Step – ganz einfach

Im Laufe der Jahre eignet man sich allerlei Gewohnheiten an, die nicht immer gut sind. Der eine bewegt sich zu wenig, der andere isst zu viel und/oder falsch, der nächste raucht wie ein Schlot, der darauf ist zu bequem seinen Haushalt in Ordnung zu halten und und und und.

Ich kenne das Problem selbst. Vor lauter Malochen bin ich zum Lesen überhaupt nicht mehr gekommen und habe es dann irgendwann ganz gelassen. Das Einzige, was ich dann mal gelesen habe, waren die Sachen, die ich selbst geschrieben habe, irgendwelche Infos aus dem Netz und vielleicht mal die eine oder andere Post, sofern es sich nicht um unwichtige Werbung gehandelt hat. Zugegeben, das war nicht viel, und ich habe das auch nicht besonders gut gefunden. Zumal ich noch zahlreiche Lektüren im Regal stehen hatte, die ich lesen wollte – und die wollte ich nicht irgendwann dann lesen, wenn ich in Rente gehe, sondern früher!

Also habe ich mir vorgenommen jeden Tag etwas zu lesen. Damit ich mich aber nicht von einem Buch erschlagen fühle, habe ich ein Buch gewählt, das in einzelne Kapitel aufgeteilt ist und dazu ein paar Unterkapitel hat, die mit einer fetten Überschrift aufgeteilt war. Ich habe mir dann einfach vorgenommen jeden Tag ein solches Unterkapitel zu lesen. Das macht meist so zwischen 5 und 7 Seiten aus. Okay, einige Unterkapitel gehen auch nur 2 oder 1 ½ Seiten. Aber bei den kurzen Kapitelchen lese ich dann einfach noch das Kapitel danach. Auf diese Weise kann ich mit dem Lesen ganz gut aufhören, und da es bei diesem Buch keine komplette in eins zusammenhängende Geschichte ist, ist es auch nicht so wild, wenn ich mich nicht exakt an jedes noch so kleine Detail erinnere.

Auf die Weise habe ich einen Anfang gefunden und muss es mindestens 30 Tage durchhalten, bis es zu einer Gewohnheit wird. Erst dann hat sich das bei mir als Normalität eingependelt und ich beginne mit dem nächsten Schritt.

Bei vielen Menschen stellt sich das Problem ein, dass sie (meist um den Jahreswechsel herum) viele gute Vorsätze haben und möglichst alles gleich auf einmal umsetzen möchten. Besser essen, mehr Bewegung, weniger fernsehen, weniger mit dem Auto fahren und und und. Am Besten will man alles gleich und sofort ändern, damit man auch wirklich was geschafft hat. Dabei ist jede kleine Veränderung, die man beginnt schon ein enormer Schritt. Oftmals werden die einzelnen Schritte so klein gemacht, dass man sich überhaupt nicht damit zufrieden gibt, diesen kleinen Schritt geschafft zu haben. Besonders schwer trifft es Menschen, die mehrere Dinge auf einmal ändern möchten und nicht mit kleinen Schritten beginnen, sondern quasi von Null auf Hundert gehen. Auf die Weise muten sie sich und ihrem Körper aber zu viel auf einmal zu und die Folgen sind Rückfälle.

Kleine Schritte machen in vielen Fällen Sinn. Beispielsweise beim Abnehmen. Anstatt nun beim Sport enorm viel Gas zu geben und zu versuchen eine Stunde am Stück zu Joggen, wobei man vorher seit Jahren oder vielleicht noch nie intensiv Sport gemacht hat, ist es ratsam zunächst nur eine Viertelstunde zu joggen und sich dann Woche für Woche um 5 Minuten zu steigern.

Auch beim Essen selbst kann es bei vielen Menschen sinnvoll sein, nicht gleich alle Ernährungsgewohnheiten auf einmal über den Haufen zu werfen, sondern sich von der einen zur anderen Woche bessere Gewohnheiten zulegt. Man fängt beispielsweise an und isst in der ersten Woche weniger Zucker, in der Woche darauf reduziert man den Fettgehalt in seiner Ernährung, in der Woche darauf streicht man alle Fertiggerichte, die Woche darauf kommt mehr Obst auf den Tisch und so weiter.

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Verena Walter

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