Generation Doof

Wenn man sich heutzutage so umsieht, könnte man meinen, wir ziehen unsere eigene Generation Doof heran. Und woran liegt das? An mangelnden Lehrkräften, an den Eltern, die immer weniger Zeit für ihren Nachwuchs haben, an den wirtschaftlichen Verhältnissen, die die Eltern dazu zwingen?

Aber wie zeichnet sich denn eigentlich die Generation Doof aus?

Im Laufe der Jahre ist die Menschheit zuweilen von Jahr zu Jahr dümmer geworden. Schuld daran sind unter anderem die vielen neuen Medien, mit denen man die Kinder beschallt bzw. beschallen lässt.

Früher waren zum Beispiel Kinderserien und Kindersendungen noch mit einer logischen Geschichte gestrickt, und da hatte die Sendung noch ein gewisses Niveau. Heutzutage sind Kindersendungen nur noch laut, knallbunt und ergeben in vielen Fällen überhaupt keinen Sinn. Man muss sich ja nur mal eine Sendung wie Spongebob Schwammkopf angucken. Früher hatte die Sendung noch Niveau und hatte Humor für Jung und Alt mitgebracht. Unterdessen besteht komplett Bikini Bottom aus Vollidioten, die allesamt ihre Charakterzüge verloren haben.

Und mit solchen und ähnlichen Medien werden die Kinder heutzutage fast den ganzen Tag beschallt. Vermehrt hört man von Kindern, die überhaupt nicht lesen, weil die Kinder vor dem Fernseher geparkt werden. Dabei bieten Bücher viel mehr für das Gehirn – und nehmen auch nicht viel Anspruch am Tag ein.

Warum sind Bücher so viel besser?

Nicht nur das Vorlesen, auch das eigene Lesen ist deutlich besser für das Kind. Nicht nur, dass das Kind deutlich schneller lesen lernt, sondern damit auch laufend neue Ausdrücke und Worte kennen lernt. Sicher: Es kommt drauf an, was das Kind liest. Aber je besser der Lesestoff ist, desto eher kauft sich das Kind später Bücher.

Bei Romanen ist es beispielsweise so, dass man sich viele Bilder beim Lesen vorstellt. Wird in einem Buch eine Frau mit blonden Haaren erwähnt, hat jeder Leser automatisch eine andere Vorstellung. Der eine schenkt ihr, wenn nichts näheres beschrieben ist, vielleicht blaue Augen, der nächste gibt ihr in seiner Vorstellung einen Leberfleck auf die Wange und wieder ein anderer stellt sie sich mit schmalen Lippen vor.

Zudem ist häufiges Lesen sehr gut für die Lesegeschwindigkeit. Wer nicht geübt ist, schafft im Erwachsenenalter etwa 100 Wörter in der Minute. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei rund 150 Wörtern minütlich. Geübte Leser schaffen es zwischen 200 und 300 Wörtern in der Minute zu lesen (und zu verstehen; vorausgesetzt der Text ist nicht übermäßig kompliziert). Wer noch geübter und damit ein Schnellleser ist, schafft minütlich an die 1.000 Wörter. Es gibt sogar Menschen, die über 3.000 Wörter in der Minute lesen können, das ist aber eher die Seltenheit.

Außerdem hat sich erwiesen, je schneller ein Mensch liest (und damit ist nicht überfliegen gemeint, sondern vernünftiges Lesen) desto besser ist auch sein Verständnis für das Gelesene. Wie oft passiert es, dass die Menschen aus Druck und Eile besonders schnell lesen und am Ende nichts behalten haben? Zu oft.

Außerdem:

Wer mehr liest, ist auch automatisch besser im Schreiben. Nicht nur, weil er besser beim Formulieren von Sätzen ist, sondern auch deshalb, weil er durch das vermehrte Lesen, und der Wiederholung durch das Lesen automatisch weiß, wie bestimmte Worte geschrieben werden.

Aber nicht nur Lesertechnisch:

Es ist aber nicht nur das Fernsehen und mangelndes Lesen Schuld an der Dummheit vieler Leute, hinzu kommt das mangelnde Interesse an dem Weltgeschehen oder allgemein an diversen Tätigkeiten. Wie oft ist es schon vorgekommen, dass jemand nicht weiß, was für einen Beruf er später ergreifen soll, weil er für nichts wirklich offen ist. Das ist schade – sehr schade sogar.

Denn nur ein Interesse für verschiedene Dinge, erhöht die Möglichkeit einen Job seiner Wahl zu bekommen. Und was passiert bei fehlendem Interesse noch? Man bildet sich nicht fort, man arbeitet nicht an sich und seiner Persönlichkeit, man kann weder gewinnen noch verlieren und man weiß mit sich und seinem Leben nichts anzufangen. Das alles macht doof. Doof und unglücklich.

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Verena Walter

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