Rhetorik – Wichtig für den Alltag

Erst einmal die wichtigste Frage: Was ist Rhetorik?

Rhetorik bezeichnet die Redekunst bzw. die Kunst der Rede.

Wozu ist sie gut?

In erster Linie ist die Rhetorik wichtig, um seinem Gegenüber mitzuteilen, was man mitteilen möchte. Vor allem aber auch die Kunst ein Gespräch vernünftig zu führen.

Dazu gehören folgende Dinge:

Einfühlungsvermögen:

Man geht auf das Gesagte des Gesprächspartners ein und nimmt sich die Zeit sich darüber zu unterhalten. Hat jemand beispielsweise das Bedürfnis über eine Angelegenheit zu sprechen, zum Beispiel über eine zerbrochene Beziehung, ist es für ihn sehr angenehm, wenn der Gesprächspartner darauf eingeht.

Sich richtig ausdrücken:

Jedem kann es mal passieren, dass man sich nicht korrekt ausdrückt und das Gesagte irgendwie falsch ankommt. Hier so ein Fehler, der wirklich mal jemandem passiert ist: „Wenn du mit dem Arbeiten so schnell wärest, wie mit dem Kreuzworträtseln, wärest du schon lange Millionär.“

Gemeint war: „Wow, du bist aber schnell im Kreuzworträtseln.“

Geklungen hatte es wie: „Arbeitest du auch eigentlich mal? Du brauchst ja ewig!“

Andere von sich überzeugen:

Wer ein Bewerbungsgespräch führen muss, sollte gut darauf Acht geben was und wie er es sagt. Gerade bezüglich einer Bewerbung tut man ja eins: sich selbst bewerben/Werbung für sich machen. Und wir alle wissen, dass die Worte in der Werbung für gewöhnlich gut gewählt sind.

Anstatt beispielsweise zu sagen „Diese Bonbons sind voller Zucker und machen dick“, schwärmt uns die Werbeindustrie uns von den Vorteilen vor, von wegen „Enthält viele Vitamine“, „Schmeckt luftig leicht“ oder „Mit der Extraportion Milch!“.

Das gleiche Prinzip lässt sich auch in einer Bewerbung anwenden. Man könnte beispielsweise sagen „Ich bin enorm penibel“ oder man drückt es positiv aus: „Wenn ich arbeite, dann bin ich sehr genau.“

Sich für den Anderen interessieren:

Es ist von immenser Bedeutung nicht nur auf das andere einzugehen und etwas dazu zu sagen, sondern wirklich Begeisterung bzw. Interesse zu zeigen. Das bedeutet zum Beispiel Mitgefühl zeigen und den anderen auch mal etwas zu fragen: „Wie ist es dir dabei ergangen?“ oder „Wie geht es dir mittlerweile, wenn du daran denkst?“

Weniger ist mehr:

Klar gehört es zur Rhetorik, dass man wortgewandt ist und sich mit dem anderen artikuliert, aber genau so sollte man darauf achten, dass der andere auch mal zu Wort kommt. Die Kunst des Redens besteht nicht nur daraus, dass man möglichst viele Wörter braucht oder lange quatscht, sondern bei der Unterhaltung dem anderen ebenfalls die Chance einräumt etwas zum Gespräch beizutragen. So ist es gut auch mal kleine Redepausen zu machen oder den anderen bezüglich einer kleinen Anekdote nach seiner Meinung zu fragen – und sollte er eine Geschichte haben, dann ist es doch auch mal angenehm ihm zuzuhören.

Wissen was man sagen/fragen darf:

Auch wenn man sich gut ausdrücken kann: Ein paar Fragen gehören einfach nicht ins Gespräch. Wenn man jemanden kennen lernen will, ist es nur richtig, dass man auch mal ein paar Fragen stellt. Allerdings gibt es ein paar Fragen, die man beim Erstkontakt (oder auch bei den ersten Unterhaltungen) nicht stellen sollte. Das muss nicht unbedingt etwas Sexuelles sein. Es gibt auch andere Fragen, wie etwa „Welche Schlafgewohnheiten hast du so?“

Hierfür ist es wichtig, die 7-Kontakt-Regel einzuhalten. Wenn man etwas von jemandem möchte, dann sollte man sich zuvor 7 Mal mit demjenigen treffen. Beispielsweise auf einen Kaffee oder telefoniert einfach so und fragt wie es dem anderen geht.

Dadurch, dass man sieben Mal einen Kontakt hergestellt hat und sich dadurch ein wenig kennen lernt, kann man mit ein paar anderen Dingen kommen, wie zum Beispiel jemanden um einen Gefallen zu bitten. Vielleicht sollte der erste Gefallen nicht unbedingt darin bestehen jemanden nach Geld zu fragen (vor allem nicht nach viel Geld) – das mal vorweg.

Ein großer Wortschatz:

Um eloquent und rhetorisch gut rüber zu kommen, ist es von Vorteil, wenn man über einen großen Wortschatz verfügt. Es ist für die Ohren sehr angenehm, wenn man zum Beispiel ab und an mal ein Synonym verwendet und nicht immer nur „Sofa“, sondern auch gelegentlich mal das Wort „Couch“ verwendet. Auch kann es hilfreich sein bei Profis Fachbegriffe zu verwenden und bei den Nicht-Profis mit einem simplen Wortschatz weiter zu helfen. Andere Menschen fühlen sich schnell vor den Kopf gestoßen, wenn jemand bei einem fremden Thema nur mit Fachbegriffen um sich wirft, diese aber nicht erklärt, und bei einem eingefleischten Profi wirkt man mit einem einfachen Wortschatz womöglich nicht kompetent genug.

Individuell bleiben:

Bei einem großen Wortschatz sollte man es aber nicht übertreiben. Es genügt, wenn man eine einzige Begrüßungsfloskel hat und man muss auch nicht jeden Tag mit neuen Wörtern glänzen. Es ist vielmehr so, dass man sich für den Fall der Fälle wappnen sollte – es ist wie eine Waffe zu haben. Nur weil man sie hat, schießt man ja auch nicht wahllos damit herum, sondern auch nur, wenn man einen Grund hat (beispielsweise, um sich vor einem wilden Tier zu schützen).

Wie verbessert ihr eure Rhetorikkenntnisse? Meint ihr, dass ihr gut darin seit euch zu artikulieren, oder wollt ihr noch mehr dazulernen?

Erzählt mir eure Geschichten.

Rhetorik – Wichtig für den Alltag
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Verena Walter

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