Energielöcher stopfen – Was Energie frisst, muss weg

Einige werden sich vielleicht fragen, was denn eigentlich diese Energielöcher sind? Meint man damit diese elenden Stromfresser, die die Stromrechnung in die Höhe schnellen lassen? Nein, das wäre ein wenig zu einfach.

Bei Energielöchern handelt es sich um verschiedene Personen, Gegenstände und Situationen, die einem Energie rauben. Das kann ein Loch in einem Kleidungsstück sein, die Unordnung auf dem eigenen Schreibtisch, die Arbeitsweise eines Kollegen oder das Benehmen des eigenen Haustiers. In dem Fall sollte man etwas dagegen unternehmen.

Auch Kleinigkeiten zählen!

Und warum zählen auch die Kleinigkeiten? Weil Energiefresser Energiefresser sind – da spielt es keine Rolle wie groß oder klein die Energiefresser sind. Man sollte keine Energiefresser hinnehmen – denn damit nimmt man hin, dass Gegenstände, Situationen und Personen einem die Energie rauben. Und wenn man Kleinigkeiten durchgehen lässt, dann stumpft man ab und man lässt mehr Kleinigkeiten durchgehen. Getreu dem Motto: „Das stört mich nicht, dann arbeite ich auch nicht an der anderen Sache.“

Manche Menschen sagen immer: „Fokussiere dich auf die wichtigen Dinge“

Das ist im Grunde auch eigentlich richtig. Es ist ja auch total bescheuert sich von jeder Kleinigkeit ablenken zu lassen, anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Auf der anderen Seite ist es jedoch so, dass man sich von vielen Kleinigkeiten einfach ausgelaugt fühlt. Mag sein, dass es einen die erste Zeit nicht stört, wenn die Treppenstufe knarzt oder sich der Knauf vom Küchenschrank gelockert hat. Je mehr man davon aber unter den Tisch kehrt und sich lieber auf andere Sachen konzentriert, desto mehr passiert es, dass man bezüglich der Energiefresser abstumpft. Man lässt immer mehr durchgehen – und wenn man sich um die Kleinigkeiten nicht mehr schert, lässt man nach einer Weile auch die großen Angelegenheiten links liegen. Vor allem auch: Mehrere Kleinigkeiten werden schnell zu einem großen Ganzen – und wenn einem das auf die Nerven geht, fehlt einem die Energie vorne und hinten.

Beispiele für Energiefresser:

– unbezahlte Rechnungen/Mahnungen/Schulden

– kaputte Gegenstände

– schmutzige Gegenstände

– Unordnung

– schlechtes Benehmen anderer

– das Verhalten anderer (schlechte Arbeitsmoral, allgemeine Faulheit, unhöfliches Auftreten etc.)

– Platzmangel

– Zu viel Zeug

Das und viel mehr kann einem auf Dauer die Energie rauben. Das schlechte Gewissen, wenn man jemandem noch Geld schuldet und es nicht zurück bezahlt – oder auch das unschöne Gefühl, wenn man Geld wieder zurück zu bekommen hat und man ewig und drei Tage darauf wartet. Dieses unschöne Gefühl, wenn der Kollege jeden Moment rein kommt und einem von seinen Belanglosigkeiten erzählen muss. Die Telefonate mit Verwandten, die aus jeder Mücke einen Elefanten machen.

Auch der Besitz von zu vielen Gegenständen kann ein echter Energiefresser sein. Braucht man wirklich so viele Schuhe? Ist es notwendig so viele Blöcke und Stifte zu haben? Braucht man all die Gegenstände, die sich in der Küchenschublade befinden? Und falls ja, muss das wirklich so ein Chaos in der Schublade sein?

Meistens ist es doch so, dass wir viele Dinge sammeln, weil wir der Ansicht sind, dass wir das bräuchten. Wir wollen konsumieren, wir kriegen von den Medien eingeredet, dass wir das brauchen und manchmal sind es Freunde und Verwandte, die schief gucken, wenn man nicht alles vorrätig hat. Dabei ist es für Nichtraucher nicht ungewöhnlich, wenn man beispielsweise keinen Aschenbecher zuhause hat.

Die Ein-Jahr-Regel

Beim Ausmisten von all dem Kram in der Wohnung, kann man prima die Ein-Jahr-Regel anwenden. Alle Gegenstände, die man innerhalb eines Jahres nicht benutzt oder anrührt, mistet man aus. Was soll man mit der Hose, die man „eventuell“ doch noch mal anzieht oder mit dem Küchengerät, das so viele tolle Dinge kann, man sie aber nicht nutzt?

Viele Menschen holen sich allerhand Kram in die Wohnung, weil sie der Ansicht sind, dass das in einen gut geführten Haushalt gehört: Salatbesteck, Dosenöffner, Korkenzieher, zig verschiedene Messer, eine Burgerpresse, einen Entsafter, einen Mixer und und und. Und wie ist es meistens? Viele Gegenstände benutzt man ein einziges Mal und danach nie wieder. Das kennt man besonders bei guten Vorsätzen wie etwa: „Ich will mehr Sport treiben!“ Dann holt man sich ein Fitnessgerät, strampelt sich ein oder zwei Wochen daran ab und danach rührt man es nie wieder an.

Schade um das ganze Geld und um den Platz, der dann von dem Gerät blockiert wird.

Um sich nicht seine Bude mit unnützen Dingen zu zumüllen, das einem beim Aufräumen jedes Mal Zeit und Geld kostet, ist es ein guter Weg, sein Hab und Gut zu reduzieren. Warum sollte man „für den Fall der Fälle“ Dinge aufbewahren?

Ebenso – wenn auch lieb gemeint – bewahren viele Menschen die Gegenstände ihrer Kinder für eine lange lange Zeit auf. Spielsachen, Kinderbettchen, Schulzeug etc., meist mit der Begründung, dass sie es ja später wiederum deren Kinder weitervererben können.

Generell eine schöne Idee, denn damit können die Kinder Geld sparen. Aber wenn man mal überlegt wie viel sich da im Laufe der Jahre ansammelt und wenn man bedenkt, dass die Sachen im Laufe der Jahre nicht besser werden, ist es vielleicht doch nicht so clever alles aufzubewahren. Vielen Menschen geht es vor allen Dingen so, dass sie sich, wenn es soweit ist (und bis die eigenen Kinder soweit sind eigene Kinder zu kriegen, vergehen viele Jahre), lieber neue Sachen holen. Oder von den Mitmenschen gebraucht kaufen.

In dem Fall kann man die alten Sachen genauso gut verschenken, in einem Second Hand-Laden abgeben oder selbst auf Plattformen wie E-Bay verkaufen. Man spart sich Platz und hat für seine alten Sachen noch etwas bekommen.

Eins normal und 2 Extra

Auch eine sehr schöne und einfache Regel, die man beherzigen sollte. Das funktioniert hervorragend für verschiedene Dinge. Beispielsweise für Tischdecken, Bettwäsche und andere Sachen. Beim Geschirr wird es vielleicht schwierig, vor allen Dingen, wenn man regelmäßig Besuch bekommt. Aber bei den meisten Dingen, braucht man nicht mehr als 3 Sets. Was will man mit mehr als 3 Suppenkellen? Warum sollte man 5 Pfannenwender besitzen? Wozu benötigt man 10 verschiedene Hammer? Und was soll man mit einer ganzen Brigade voller Deodorants?

Das bedeutet natürlich nicht, dass man in jeder erdenklichen Sicht absolut minimalistisch leben soll – aber was unnötig ist, braucht man sich nicht ins Haus zu holen. Müllt euch nicht mit unnötigem Konsum zu, sondern kauft nur Dinge, die ihr auch wirklich braucht und nutzt.

So löst man das Problem der Energiefresser

Setzt euch mal hin und macht euch eine Liste mit all den Dingen, die euch stören. Sei es die kaputte Glühlampe, die ihr ersetzen möchtet; der löcherige Vorleger vom Badezimmer; der kaputte Kratzbaum eurer Katzen; offene Zahlungen – schreibt ALLES auf!

Wenn ihr das gemacht habt, dann überlegt gut. Es gibt zum Lösen vieler Probleme meist mehrere Möglichkeiten. Beispielsweise, wenn etwas kaputt ist:

A ) Ich kann es reparieren

oder

B ) Es lässt sich nicht reparieren und muss ersetzt werden.

So geht es auch mit anderen Gegenständen. Wichtig ist vor allen Dingen die Ein-Jahr-Regel. Habt ihr irgendwelche Sachen über ein Jahr nicht gebraucht (und es ist völlig egal welche Sache das ist), dann werdet ihr sie höchstwahrscheinlich auch für das nächste Jahr und die darauf folgende Zeit auch nicht benötigen.

Mistet aus und werft alles aus eurem Leben, was euch Energie klaut. Lasst nicht mehr zu, dass diese Dinge in eurem Leben sind und euch innerlich kaputt machen! Wartet nicht darauf, dass irgendwer das für euch erledigt – kümmert euch selbst darum, und zwar am Besten so schnell es geht!

Mehr Tipps, wie ihr euch Energie holt und euer Leben in den Griff bekommt, findet ihr in dem Buch „Coach dich selbst, sonst coacht dich keiner“ von Talane Miedaner.

Energielöcher stopfen – Was Energie frisst, muss weg
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Verena Walter

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