Anschaffungen tätigen – richtig sparen, richtig kalkulieren

Richtig kalkulieren

Früher oder später ist es soweit: Man braucht neue Möbel, das Handy ist kaputt oder der Winter steht vor der Tür und das Auto braucht neue Winterreifen. Viele trifft es ganz überraschend und sie wissen nicht, wie sie das bezahlen sollen. Sie haben zwar etwas zurück gelegt, aber irgendwie reicht es nicht!

Das Problem? Man hat nicht richtig kalkuliert. Bei manchen Dingen, wie Maschinen, dem Computer oder Winterreifen, weiß man eigentlich von vorn herein, dass es ab einer gewissen Zeit (meist der Garantiezeit) wieder soweit ist und man neue Anschaffungen tätigen muss. Winterreifen sind jedes Jahr fällig, nach Ablauf der Garantiezeit geht die Waschmaschine kaputt und die Reparaturkosten sind so immens, dass man sich gleich eine neue Maschine kauft (eigentlich total lächerlich, dass die Reparatur mehr kostet als ein neues Gerät, aber gut…) und so weiter und sofort.

Richtig sparen

Da heißt es also sparen, aber wie spart man korrekt? Eigentlich ist das Prinzip ganz einfach: Man nimmt sich jeden Monat einen festgelegten Betrag für dieses oder jenes und legt ihn zurück. Damit man aber nicht ein großes Sammelsorium hat, das für ca. 3 Anschaffungen, einen Urlaub und einen Notfall gedacht ist, macht man mehrere Spardosen. Man nimmt dann eine Spardose für den Urlaub, und in diese Spardose kommen jeden Monat 100 Euro. Die nächste Sparbüchse ist für eine Anschaffung, beispielsweise ein neues Bett; und die andere Kasse nimmt man für den Fernseher.

Mach es konkret!

Selbstredend kann man auch eine Kasse haben, in der man sämtliche Anschaffungen hinein tut, aber das ist unnötig verwirrend – zumal nicht jede Anschaffung den gleichen Preis hat – und nicht laufend neue Anschaffungen getätigt werden müssen. Stattdessen sollte man, wenn man konkrete Wünsche hat, diese auch in verschiedene Kassen umsetzen. Ist die eine Anschaffung zum Beispiel eine große Eckcouch für 700 Euro und die andere Anschaffung ist ein MP3-Player für rund 30 Euro, dann stehen diese Anschaffungen A ) preislich in keinem Verhältnis zueinander und B ) ärgert man sich vielleicht noch, dass der andre die 30 Euro aus der Sparbüchse genommen hat, um sich den MP3-Player zu kaufen, anstatt erst mal für die Couch zu sparen.

Durch die getrennten Kassen, macht man es viel einfacher. In diesem Beispiel könnte man dann jeden Monat für den MP3-Player 10 Euro beiseite legen und für die Couch 100 Euro. Zudem verzettelt man sich durch die klare Struktur und die getrennten Kassen nicht. Es ist klar geregelt, welche Kasse für welche Ausgaben steht und wie viel man monatlich hinein tut.

Sinnvoll sparen

Ich halte es beim Essen so, dass ich nicht an Dingen spare, die mir schmecken. In meinem Fall bei veganem Käse. Wenn ich einen veganen Käse habe, der mir schmeckt und es gibt noch eine andere vegane Käsesorte, die mir nicht schmeckt, aber günstiger ist, dann kaufe ich den nicht. Dann habe ich nämlich einen Käse im Schrank, den ich nicht esse – und das ist auch nicht sinnvoll gespart.

Allerdings spare ich, indem ich Zuhause esse, weniger von den teuren Produkten kaufe und frisch und gesund selbst koche. Das spart jede Menge Geld und hilft enorm beim Sparen. Das, was ich vielleicht für teure Fertiggerichte aufgebracht hätte, kann ich nun in die eine oder andere Anschaffung investieren und es mir dafür zurück legen.

Und was man eh schon weiß

Manche Anschaffungen bzw. Kosten kommen regelmäßig auf einen zu: neue Reifen für‘s Auto, neue Kleidungsstücke für die entsprechende Saison, TÜV und so weiter. Und wenn man ohnehin weiß, wie viel (in etwa) auf einen zukommt, kann man sich die Kosten auf die Dauer aufteilen, die man spart (wenn ich ein ganzes Jahr für die neuen Winterreifen spare, dann teile ich die Kosten durch 12 Monate). So hat man jeden Monat einen festen Betrag; und zwar einen machbaren kleinen Betrag. Hier und da plötzlich mehrere hundert Euros zu haben, ist ein wenig schwierig; habe ich aber stattdessen jeden Monat einen kleinen Betrag zur Seite gelegt, um das Geld zusammen zu haben, ist es deutlich einfacher.

Angenommen die Kosten für neue Winterkleidung läge bei 300 Euro. Das durch 12 Geteilt sind 50 Euro. Das klingt zum Einen gar nicht so schlimm und ist für die meisten Haushalte finanzierbar.

Und das, was dann übrig geblieben ist, weil man vielleicht großzügig überschlagen und dementsprechend vorsorglich ein wenig mehr gespart hat, kann man entweder für das nächste Mal weiter sparen, oder man nimmt sich das Geld und gönnt sich dafür irgendetwas.

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Verena Walter

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