Was macht man mit dem alten Auto?

Wenn man ein Auto hat und sich ein neues zulegen muss, weil das alte Auto nicht mehr für die Dinge ausreicht, für die es vorgesehen ist. Vielleicht ist der Kofferraum zu klein oder es bietet nicht genügend Sitzplätze für die gesamte Familie. Oder vielleicht ist der schicke Sportflitzer einfach nicht als Familienkutsche geeignet.

Aber was soll man mit dem alten Wagen machen, wenn man ihn nicht mehr nutzt, gar nicht mehr braucht und wenn er einfach nur herum steht?

Ich möchte euch hier ein paar hilfreiche Möglichkeiten vorstellen, was ihr mit dem Auto machen könnt, damit ihr keine unnötigen Steuern zahlen müsst und ihr wieder einen freien Platz in der Garage habt.

Vorschlag 1: Verschenken

Oftmals gibt es in der Familie jemanden, der gerade seinen Führerschein hat, aber der nicht das Geld hat ein eigenes Auto zu kaufen. Auch die Familie kann oft nicht das Auto finanzieren – wodurch ein alter Wagen ein gutes Geschenk abgibt. Insbesondere ein altes Auto, das schon ein paar Probleme hinter sich hat und bei dem es nicht schlimm ist, wenn der Fahranfänger eine Beule oder Delle hinein fährt.

Ansonsten findet sich meist immer ein Freund oder ein Bekannter, der schon seit langem nach einem Auto sucht, um nicht länger mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen, um die Einkäufe einfach abzuwickeln und nicht auf Mitfahrgelegenheiten hoffen zu müssen. Besonders die Menschen, die weiter außerhalb von der Stadt wohnen und wo der Bus nur jede Stunde fährt, ist für manche ziemlich belastend – vor allen Dingen, wenn sie die Termine in der Stadt nicht passend timen können.

Vorschlag 2: Carsharing

Das Zweitauto, das nicht länger intensiv genutzt wird, ist eine gute Einnahmequelle, wenn man es bei einer der vielen Carsharing-Seiten anbietet. Jeder, der dort mitmacht und im eigenen Umfeld ein Auto braucht, kann beim Carsharing mitmachen und sich auf die Weise ein fremdes Auto borgen. Der Vorteil hierbei ist, dass derjenige, der das Auto kaputt macht, auch dafür bezahlen muss.

Stellt sich zum Beispiel heraus, dass der letzte Fahrer eine Beule ins Auto gefahren hat, kann man diesen dafür belangen – und in den Rechten und Pflichten des Carsharing-Services steht auch drin, dass derjenige, der einen Schaden verursacht dafür haftbar ist. Im Gegenzug muss derjenige, der sein Auto für den Service zur Verfügung stellt, dafür sorgen, das sein Auto stets im fahrtüchtigen Zustand ist.

Mit dieser Methode kann man mit seinem Auto nebenbei noch etwas Geld verdienen. Das geht aber nur, wenn es sich bei dem Auto nicht um ein uraltes Modell handelt, das niemand haben will. Sprich: Zu alt für einen Neuwagen, zu jung für einen Oldtimer.

Vor allen Dingen sollte das Auto beim Carsharing in einem einwandfreien Zustand sein. Sprich: Keine kaputt gesessenen Sitze, keine Brandlöcher, keine Krümel, kein Müll und keine Essensreste.

Vorschlag 3: Verkaufen

Wenn das eigene Auto nicht zum Carsharing reicht, man niemanden hat, der ein Auto geschenkt haben kann, es aber noch zu wertvoll ist, um es in die Schrottpresse zu geben, ist es an der Zeit das Auto zu verkaufen.

Hierfür gibt es mehrere Anlaufstellen. Je nachdem wie alt das Auto ist, kann man es zuweilen auch beim Hersteller wieder los werden, wenn man es beispielsweise nur 2 Jahre gefahren ist. Alternativ gibt es immer die Möglichkeit es bei einem Gebrauchtwagenhändler loszuwerden.

Wer nicht weiß, wo die nächste Anlaufstelle im eigenen Umkreis ist, sollte auf Google nach verschiedenen Keywords suchen.

Zum Beispiel nach Gebrauchtwagenhändler oder auch nach Autoankauf. Im Idealfall solltet ihr die Suche in Kombination mit eurem Wohnort oder dem nächstgrößeren Ort in Betracht ziehen. Zum Beispiel „Gebrauchtwagenhändler Berlin“ oder „Autoankauf Dortmund“.

Über Google findet ihr oft auch eine Bewertung der jeweiligen Händler und findet Rezensionen von ehemaligen Kunden. Achtet aber nicht nur auf die positiven Bewertungen, sondern lest euch besonders die negativen Rezensionen durch – diesen Tipp habe ich von einer Freundin. Sie schaut beispielsweise im Bereich Technik auf Amazon immer nach den negativen Bewertungen, um zu sehen, ob das Produkt wirklich nichts taugt, oder ob die Person hinter der Rezension einfach nicht damit umgehen kann. Bei den negativen Rezensionen könnt ihr das auch erkennen. Handelt es sich um ein Manko, das man nicht mitmachen möchte (zum Beispiel wenn der Händler beim Preis beschissen hat)? Oder ist es eine unwichtige Kleinigkeit, bei der die Kunden maßlos übertrieben haben, wie etwa: „Der Desinfektionsspender am Eingang war leer.“

Auf die Weise könnt ihr die schlechten Verkäufer von den guten unterscheiden.

Anderweitig könnt ihr das Auto natürlich auch privat weiterverkaufen und euer Wagen bei Plattformen wie E-Bay reinstellen. Allerdings solltet ihr hierbei darauf achten, dass der Käufer zuerst bezahlt, ehe ihr ihm die Schlüssel überreicht. Ihr könnt (und solltet) zudem mit dem Verkäufer zu der entsprechenden Behörde in seiner Region fahren, damit dort die Ummeldung stattfindet. Bei einigen Käufern ist es nämlich so, dass sie zwar versprechen, dass sie sich um die Ummeldung kümmern, es dann aber doch nicht tun. Das muss nicht mal böser Wille sein, sondern es ist manchmal einfach die Vergesslichkeit, die aufgrund von vielen Verpflichtungen Überhand nimmt.

Oder wie in diesem Fall, wenn die Behörde einem einen Strich durch die Rechnung macht:

Wie viel ist mein Auto wert?

Du willst wissen, wie viel du noch ungefähr für dein Auto verlangen kannst? Dann solltest du bei Google nach einem Autowert-Rechner im Internet suchen oder du schaust bei der Werkstatt deines Vertrauens vorbei und lässt es schätzen. Alternativ kannst du auch bei anderen Anbietern, wie dem ADAC eine Schätzung über den Wert deines Fahrzeuges geben. Informiere dich aber vorher, wie viel die Schätzung in etwa kosten wird, damit du keine bösen Überraschungen erlebst.

Anhand des berechneten und geschätzten Wertes von deinem Wagen kannst du die Verhandlungen viel besser gestalten. Zunächst einmal solltest du dein Auto etwas über dem eigentlichen Preis anbieten, damit du, falls jemand dich runter handeln möchte, du ein wenig Spielraum hast. Übertreibe es mit dem Preis aber nicht. Wenn dein Auto effektiv nur 5.000 Euro wert ist, solltest du nicht versuchen 20.000 dafür zu bekommen, das ist unrealistisch und auch für ungeschulte Augen reinster Wucher.

Was habt ihr mit eurem überflüssigen Auto gemacht?

Oder welche Schritte plant ihr als nächstes? Was kommt für euch infrage und welche Idee würdet ihr niemals umsetzen? Schreibt mir einen Kommentar mit eurer Ansicht und euren Erfahrungen und bewertet den Artikel, wenn er euch gefallen hat. Natürlich dürft ihr ebenso den Beitrag mit euren Kollegen, Freunden und Verwandten auf Facebook und anderen Social Media Plattformen teilen.

Ich wünsche euch bei eurem Vorhaben viel Erfolg und hoffe, dass alles so läuft, wie ihr es euch wünscht.

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Verena Walter

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