10 Dinge, die man bei Kleidung beachten sollte

Die Menschen sind sich da nicht ganz einig. Die Einen sagen: Zieh dich an wie du willst. Es kommt darauf an, dass du dich wohl fühlst. Andere Menschen (meist Modeexperten) erklären, warum man dies nicht zu jenem tragen kann, warum welche Kleidung unvorteilhaft ist oder warum man mit der Figur lieber dies und jenes tragen sollte. Ich muss sagen, dass beides im Grunde richtig und auch falsch ist. Klar, man soll sich in seiner Kleidung wohl fühlen, aber muss man deswegen aussehen, als wäre es einem egal was man trägt? Gut, manchen ist es sicherlich egal, wie man aussieht, und ich bin sicher die Letzte, die sich laufend anzieht wie eine Prinzessin (allein wegen meiner 5 Haustiere ist das kaum machbar, weil die alles voll haaren und die Katzen überall ihre Krallen versenken :p ) aber von Zeit zu Zeit, wenn ich mit meinem Mann außer Haus gehe und wir uns einen schönen Nachmittag/Abend machen oder wenn ich in Urlaub fahre (vorausgesetzt es wird keine Wandertour oder dergleichen, wo man doch eher praktisch gekleidet sein muss, anstelle von todschick), mache ich mich sehr gerne hübsch.

Aber was ist bei der Kleidung eigentlich zu beachten? Hier meine Top 10!

  1. Die richtige Größe

Ich weiß, manche Frauen haben das Problem, dass sie sich mit einer bestimmten Kleidergröße nicht wohl fühlen. Mir geht es da kaum anders. Klar fühle ich mich besser, wenn ich ein bis zwei Kleidergrößen weniger habe. Aber was bringt mir eine Hose in Größe 38, wenn ich da nicht hinein passe? Richtig: Gar nichts! Und sind wir mal ehrlich, wer sich mit Gewalt in eine Hose oder ein Oberteil quetscht, das nicht die richtige Größe hat, wird nicht nur dafür sorgen, dass das überschüssige Fett zu allen Seiten raus gedrückt wird oder dass man aussieht wie eine sogenannte Presswurst, man tut seinen Organen keinen Gefallen. Gerade bei einer zu engen Hose sorgt man dafür, dass die Organe gequetscht und verengt werden – das macht sich besonders bei der Haut bemerkbar, wenn man die ganzen Druckstellen sieht. Je nach Länge und Schnitt drückt es entweder auf die Blase oder engt den Darm ein. Bei manchen drückt es auch unbequem auf den Bauch, sodass ihnen laufend schlecht ist. Keine gute Wahl. Und bei Schuhen ist es genau das gleiche. Was bringt es einem mit Gewalt in eine 36er rein zu kommen und dann überall Druckstellen und Blasen zu haben? Wer seine Schuhe zu oft und zu lange in einer unbequemen Form kauft, also ständig hochhackige Schuhe trägt, oder aber immerwährend Schuhe trägt, die zu klein sind, riskiert gewaltige Probleme mit den Füßen – und das sieht, wenn man dann Sandalen trägt, auch nicht mehr schön aus.

  1. Die Farbe macht’s

Schwarz macht schlank, aber wenn man zu oft und zu viel in schwarz trägt, kann das bei dem einen oder anderen mächtig auf die Stimmung drücken. Gerade im Sommer hat der Kleiderschrank so viele schöne Farben zu bieten, die man unbedingt in all ihrer Bandbreite nutzen sollte. Blau, rot, gelb, grün, weiß, orange. Jedem gefällt und passt eine andere Farbe sehr gut – und man sieht doch mit einer knalligen Farbe doch irgendwie jünger aus, oder? Einige Farben wie Grau und Schwarz lassen einen meist eher traurig und alt wirken, wobei schwarz und grau auch eher was von Seriösität haben. Es ist also nicht automatisch schlecht. Es kommt darauf an, welcher Kleidungsstil es ist und wie man rüber kommen möchte. Wobei Farben nicht automatisch bedeuten, das man unseriös erscheint, Allerdings wirkt doch so ein dunkelblauer oder ein schwarzer Anzug auf einen Kunden viel besser, als beispielsweise ein Anzug in einem knalligen Rot.

  1. Der Schnitt ist wichtig

Hüfthose oder doch lieber eine Hose, die über den Bauchnabel geht? Das ist jedem selbst überlassen, allerdings sind manche Kleidergrößen für diesen Schnitt besser geeignet, andere Schnitte eher für andere Körperfüllen. Einige Kleider beispielsweise wirken mit einer Wasserfalloptik viel besser, als mit einem hautengen schnitt – besonders dann, wenn man ein wenig beleibter ist. Mit einer 7/8 Hose kann man zum Beispiel hervorragend seine Schuhe in Stzene setzen, da sie durch die Beinlänge besser zur Geltung kommen. Ein Bleistiftrock hingegen ist eine stilvolle Wahl, auch bei Anlässen die nicht so förmlich sind, und es hebt die Körpermitte hervor. Besonders die Taille wird bei dem Schnitt sehr betont. Möchte man also seine Körpermitte und die Taille ein wenig kaschieren, ist dieser Rock nicht geeignet.

Um den richtigen Schnitt für Kleider, Oberteile, Hosen und dergleichen auszuwählen kann und sollte sich (wenn man sich damit nicht gut (genug) auskennt) unbedingt an einen Verkäufer bzw. eine Verkäuferin wenden. Die helfen gerne weiter und sind einem sicherlich auch gerne bei der Farbwahl behilflich.

  1. Nimm die richtige Länge

Gerade im Sommer sind kurze Hosen, kurze Röcke und Kleider, sowie kurzärmelige Oberteile genau richtig, aber auch da kommt es auf die Länge an, ob man gut oder nicht so vorteilhaft aussieht. „Hä?“, wird es vielleicht heißen. „Wie soll das denn gehen? Kurze Kleidungsstücke sind kurz.“ Das schon, aber manche Kleidungsstücke sind (und das nicht nur vom Schnitt) kürzer als andere. Man nehme nur mal ein Tank-Top oder auch die Hot-Pants. Wer stämmige Beine oder einen dicken Bauch hat, wirkt mit beidem (oder auch nur mit einem der beiden) viel dicker und breiter als ohnehin schon. Mit einem Oberteil, das den Bauch verdeckt und einer Hose, die wenigstens die Hälfte vom Oberschenkel einnimmt, wirkt man deutlich schlanker. Besonders schlimm ist die Kombination aus zu kurz und zu eng. Dann sieht man erst Recht nicht schick aus, wenn überschüssige Pfunde in Form einer kleinen Rolle über der Hose hervor gepresst werden oder das Bein sich durch die enge Hose unterhalb nach außen wölbt.

  1. Mit oder ohne Muster?

Bei dem Punkt ist es immer ein wenig schwierig. Ich bin zum Beispiel ein Typ, ich mag es mit Mustern auf der Kleidung. Allerdings bin ich mehr der Typ, der wie folgt verfährt: Weniger ist mehr. Ist also ein ganzes Oberteil mit Mustern ausgekleidet, kann es sein, dass es mir nicht so gut gefällt, wie ein einziges Muster auf der Vorderseite. Das kommt allerdings auch darauf an, wie oft ist das Muster abgebildet, wie groß oder klein ist es, und in welcher Farbe ist es erhältlich? Auf einem Kleid kann es zum Beispiel sehr schön aussehen, wenn man überall ein Muster mit verschiedenen Größen hat und auch manche Oberteile können mit einem Muster nett wirken. Wichtig ist hierbei nur, das gilt insbesondere bei Kleidungsstücken mit einem Muster auf der Brust, dass es nicht gestretcht wird. Egal ob es mehrere Muster sind oder nur ein einziges. Alles was aufgrund der Dehnung so sehr auseinander gezogen wird, dass es an Farbe und Form verliert, sieht blöd aus. Ist das nicht der Fall, kann ein Muster auf der Brust von einem Oberteil allerdings auch dazu verhelfen, dass der Busen größer wirkt. Für Frauen mit ohnehin großem Busen ist das vielleicht nicht unbedingt ein „Must-Have“. Außerdem spielen beim Wohlfühlen und bei der Optik auch die Größe der Muster eine Rolle.

  1. Welche Farben kann man nehmen?

In der Theorie kann man jede Farbe nehmen, die einem gefällt. Manche sprechen aber auch von dem „Sommer-“, dem „Herbst-“, dem „Frühlings-“ oder dem „Winter-Typ“. Hierbei sind bestimmte Farben (auch in der Kombination) besser geeignet als andere. Ob das so stimmt, kann ich nicht beurteilen, wobei ich mir vorstellen kann, dass einige Farben zu manchen Menschen schon besser passen als andere. Für meine Haut und meine Haare sind helle Farben zum Beispiel viel besser geeignet als dunkle. Mit dunklen Farben wirke ich eher blass und unscheinbar. Habe ich jedoch kräftige und helle Farben am Leib, wie etwa ein helles Weiß, ein knalliges Rot oder ein leuchtendes Blau, sehe ich gar nicht mehr so farblos aus. Menschen mit einem dunklen Haut- und Haartypen hingegen können auch ruhig dunklere Farben tragen, ohne gleich wie ein blasses Huhn zu wirken.

  1. Für den richtigen Anlass

Auch wenn man es gerne bequem mag, ist es empfehlenswert bei manchen Anlässen ein wenig formeller aufzutreten. Beispielsweise bei einer Hochzeit, einer Jubiläumsfeier, einem besonderen Geburtstag, einem Vorstellungsgespräch, einem wichtigen Geschäftstermin, oder auch wenn in der Firma eine bestimmte Kleiderordnung herrscht. Auch bei eher traurigen Anlässen wie einer Beerdigung sollte so viel Takt und Pietät gezeigt werden, dass man nicht herum läuft, als käme man gerade aus der Disko oder als hätte man sich gerade aus dem Bett bequemt und sich einfach irgendetwas drüber geworfen. Genauso kann es einem aber auch unangenehm sein, wenn man zu einer gemütlichen Verabredung mit Freunden (beispielsweise einem einfachen Fernsehabend) völlig overdressed mit Cocktailkleid und hohen Pumps daher kommt. Hübsch und sexy oder gemütlich und legere – beides ist völlig in Ordnung, aber es muss auch mit dem Anlass stimmen.

  1. Welcher Ausschnitt?

Bei Oberteilen sollte man unbedingt darauf achten, dass man den richtigen Schnitt wählt, denn je nachdem welchen Ausschnitt man am Hals hat, dementsprechend hat es Auswirkungen auf die optische Erscheinung. Wer zum Beispiel möchte, dass sein Hals besonders lang wirkt, der sollte unbedingt einen V-Ausschnitt nehmen. Wer schmale Schultern hat, sollte einen sogenannten U-Boot oder gar den Sabrina-Ausschnitt (auch bekannt unter dem Namen Carmen-Ausschnitt) wählen.Wer sein Dekolleté etwas mehr betonen möchte und will, dass die Aufmerksamkeit darauf gerichtet ist, sollte sich für einen Rundhals-, Wasserfall-, Diamant-, Herz-, tiefen V- oder einen Karree-Ausschnitt entscheiden. Und wer glaubt mit einem Rollkragen oder einem halsnahen Rundhals-Ausschnitt seinen Hals zu kaschieren, der irrt – mit beiden Schnittarten wirkt der Hals nicht nur kürzer, sondern auch kräftiger.

  1. Uni oder doch mehrfarbig?

Bei einigen Kleidungsstücken sieht es unheimlich schick aus, wenn man mehrere Farben hat, andere haben eine viel schönere Wirkung, wenn sie nur unifarben sind. Auch hier kann der Anlass einen wichtigen Aufschluss darüber geben, welche Farben besser geeignet sind. Manche Jacken, wie etwa die College-Jacken, sehen mit ihren mehreren Farben deutlich besser aus, als wenn sie einfarbig sind, und auch Strickjacken können sowohl unifarben als auch mehrfarbig sehr schön aussehen. Bei Blusen für die Arbeit sind jedoch einfarbige Blusen, sowie einfarbige Hemden die bessere Wahl – und auch bei einem seriösen Geschäftstreffen sieht man mit einer einfarbigen (meist einer schlichten, eleganten, schwarzen) Krawatte deutlich besser aus, als mit einer knall leuchtenden und quietschig bunten Krawatte. Oder würdet Ihr euer Geld einem Bankangestellten anvertrauen, der beispielsweise Flugzeuge, Autos oder gar kleine Enten auf der Krawatte hat? Wäre vielleicht eine willkommene Abwechslung, aber besonders schick und seriös sieht es nicht aus.

  1. Wie kombinieren?

Nun haben wir schon über so viele Dinge gesprochen, fehlt nur noch die Kombinationen der einzelnen Kleidungsstücke. Ich muss wohl nicht sagen, dass es nicht besonders schick aussieht, wenn man zu einer Jogginghose eine hübsche Bluse trägt, oder dass eine Krawatte nicht zu einem bunten T-Shirt passt. Aber auch ein paar andere Kombinationen sind nicht besonders hübsch. Wie gesagt, wer eine starke Körpermitte hat, wird mit Hot-Pants und Tank-Top nicht gerade als Beauty-Queen gekürt werden, und wer zwei gemusterte Teile miteinander kombiniert, braucht sich nicht wundern, wenn er schief angeguckt wird. Wenn man etwas mit Mustern nimmt, sollte man sich für eine Sache entscheiden. Eine Hose mit einem Karo-Muster passt beispielsweise überhaupt nicht zu einer gepunkteten Bluse oder zu einem gestreiften Oberteil. Auch die Kombination Karo zu Karo, Streifen zu Streifen oder Punkte mit Punkten vereinen zu wollen, wird höchst wahrscheinlich nicht besonders hübsch sein. Handelt es sich hingegen um ein mehrteiliges Kleidungsstück, beispielsweise um ein Kostüm oder einen Anzug und sowohl der Rock bzw. die Hose als auch der Blazer haben das gleiche Muster, ist das schon wieder eine andere Geschichte – wobei auch da die Wahl von Hemd bzw. Bluse eher schlicht ausfallen sollte.

Das waren meine Top 10 der Dinge, die man an Kleidung beachten sollte. Ich hoffe, der eine oder andere hat etwas daraus mitnehmen können. Wenn es euch gefallen hat, lasst mir 5 Sterne und einen kleinen Kommentar da. Ich bedanke mich und wünsche euch eine schöne Rest-Woche.

10 Dinge, die man bei Kleidung beachten sollte
Rate this post

About the author

Verena Walter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Copyright © 2014. Created by Meks. Powered by WordPress.