Do’s und Don’ts beim Streit

Um einen Streit kommt man kaum herum – sei es in einer Freundschaft, in der Familie oder in einer Beziehung, vielleicht auch im Kollegenkreis. Streiten ist generell keine schlechte Sache – auf die Weise können viele Konflikte gelöst werden. Ein Streit, vor allen Dingen ein Streit, der aus einem Missverständnis resultiert, kann jedoch genau das Gegenteil bewirken und ein Problem nur noch verschärfen.

Was es zu tun gilt, damit genau das nicht passiert, erfahrt ihr hier:

Tipp 1: Achte auf die Uhrzeit

Wenn du mit jemandem was zu klären hast, solltest du unbedingt auf die Uhrzeit achten, denn manche Uhrzeiten wie etwa 6 Uhr morgens oder 22 Uhr am Abend sind bei einem Streitgespräch nur hinderlich, da die Müdigkeit bzw. die Erschöpfung dazu kommt. Das Gehirn funktioniert nicht so wie im Laufe des Tages, wenn es in Aktion ist und ist daher morgens als auch abends nicht für dererlei Gepräche gemacht.

Tipp 2: Erst informieren

Bevor man jemandem die Meinung geigt, sollte man sich vielleicht erst einmal informieren. Warum ist das jetzt so und so gelaufen, und nicht so, wie es eigentlich laufen sollte? Die beste Methode ist natürlich, wenn der eine den anderen von sich aus informiert, sollte das aber nicht der Fall sein und man ist beispielsweise verärgert darüber, dass die Preisliste immer noch nicht da ist, sollte man zunächst in Ruhe nachfragen und sich informieren was los ist, bevor man einen unnötigen Streit über den Zaun bricht – und letztendlich mit jemandem einen Streit beginnt, der für die Situation gar nichts kann.

Tipp 3: Richtig kommunizieren

Damit ist gemeint, dass man versucht das Problem in Ruhe zu klären und sich klar, sowie unmissverständlich ausdrückt, ohne dabei persönlich zu werden. Kein langes BlaBla, kein unnötiges um den heißen Brei gerede – hier soll klar, aber taktvoll, auf den Tisch was gesagt werden muss, wobei die darauf folgenden Punkte eine ebenso große Rolle spielen.

Tipp 4: Emotionen

Gerade bei den Streitpunkten, in denen wir extrem genervt sind, weil wir das Gefühl haben uns ständig zu wiederholen, sollten wir noch einmal tief durchatmen und uns beruhigen. Mit überschüssigen Emotionen kriegen wir nichts geregelt, sondern es wird nur überdramatisiert und die Emotionen der beiden schaukeln sich hoch.

Tipp 5: Übertreibungen

„Ständig kommst du zu spät!“, „Immer wieder muss ich dir das Gleiche sagen!“, „Nie machen wir was zusammen!“; diese und andere Übertreibungen sind einem Streitgespräch nicht zuträglich. Im Gegenteil, unser Gesprächspartner fühlt sich unnötig angegriffen, und das auch zurecht. Selbst wenn solche Sachen häufig vorkommen, sollte man es auch bei „häufig“ belassen und nicht bei einem „ständig“ oder einem „immer“. Genauso ist es umgekehrt, wenn der andere etwas selten macht, dann ist das auch kein „nie“.

Tipp 6: Der falsche Ton

Wie immer, spielt auch hier der Ton eine wichtige Rolle. Wir wollen nicht angeschrien werden, warum sollte es dann gut sein, wenn wir unseren Gesprächspartner anschreien? Dadurch eskaliert der Streit nur, und am Ende hat man nichts gelöst, sondern alles nur noch schlimmer gemacht.

Tipp 7: Gespräch planen

Zuweilen ist es sinnvoll seine Gespräche im Vorraus einmal in Gedanken durchzugehen. Auf die Weise hat man sich nicht nur die Worte zurecht gelegt, sondern hat sich darauf eingestellt die Übertreibungen, die Emotionen oder auch den falschen Ton weg zu lassen, sodass man gleich richtig ins Gespräch startet.

Tipp 8: Wertschätzung und Gleichberechtigung

Das Streitgespräch sollte immer so verlaufen, dass der andere sich nicht untergebuttert oder verabscheut fühlt. Es sollte immer das Gefühl von Wertschätzung vermittelt werden, dass man zwar die Handlung nicht gut fand aber den Menschen immer noch schätzt, und im Gespräch muss deutlich werden, dass keiner von beiden besser ist als der andere, sondern dass es nur um die Lösung eines Problems geht.

Tipp 9: Problem lösen

Das sollte immer das Ziel eines solchen Gesprächs sein, dass man sich auf eine Lösung orientiert. Es geht nicht darum jemanden zu denunzieren, oder ihn unnötig schlecht zu machen. Es geht auch nicht darum sich als den bessern zu präsentieren. Es sollte immer in eine Lösung resultieren, weshalb es gut ist, Vorschläge mitzubringen, damit der andere merkt, dass man sich ein paar Gedanken gemacht hat.

Tipp 10: Spannungen lösen

Sollte es dennoch passieren, dass die Emotionen hochschaukeln, ist es wichtig, die Spannungen aus dem Gespräch zu nehmen, beispielsweise indem man kurz aus dem Gespräch geht und es zu einem späteren Zeitpunkt klärt, sofern es dann noch ein Thema darstellt.

 

Wie läuft es bei euch mit Streitgesprächen? Seid ihr dabei besonders emotional oder läuft es bei euch sehr gesittet ab? Habt ihr vernünftige Gesprächspartner oder habt ihr mal Menschen erlebt, mit denen man nicht reden konnte? Schreibt mir eure Geschichten in die Kommentare.

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Verena Walter

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