Sich auf andere verlassen – und dann?

Eine Freundin von mir, sie steckt mitten in den Studienarbeiten, hatte sich letztens enorm freuen können, denn die Uni hatte sie angeschrieben, dass eine Beitragszahlung ihrer Krankenkasse aussteht und sie müsste die dringend bezahlen. Andernfalls würde ihre Uni sie exmatrikulieren. Exmatrikulieren bedeutet, dass man sie von der Uni wirft und sie im schlimmsten Fall alles noch mal von vorne machen kann, was natürlich ärgerlich ist, wenn man ein Modul bereits erfolgreich beendet hat.

Meine Freundin hat sich umgehend auf den Weg gemacht und sich um die Bezahlung des Beitrags gekümmert, um weder aus der Versicherung zu fliegen noch von der Uni geschmissen zu werden. Anschließend hat sie sich bei der Mitarbeiterin erkundigt, wie sie es denn daraufhin handhaben, ob sie nun eine Bezahlungsbestätigung erhält und die nun an ihre Uni schicken soll, oder ob sich die Versicherung darum kümmert.

Die Mitarbeiterin erklärte ihr freundlich, dass sie sich um das Problem kümmern würde und meine Freundin sich deshalb keine Sorgen zu machen bräuchte. Meine Freundin war erleichtert und ging nach Hause. Einige Tage später, erreichte sie jedoch eine Nachricht von der Uni: Sie hätten keinen Bescheid von der Versicherung bekommen und die Exmatrikulation wäre vollzogen. Für meine Freundin natürlich eine große Freude und sie meldete sich umgehend bei der Uni, dass da ein Fehler vorliegt. Schließlich war der ausstehende Betrag gezahlt und meine Freundin somit durchgehend versichert! Die Unimitarbeiterin erklärte ihr bestimmt, dass die Exmatrikulation aber ihre Gültigkeit habe und man da nichts mehr machen könnte. Sie müsste Berufung einlegen, und das könnte ein paar Wochen dauern.

Anschließend meldete meine Freundin sich bei ihrer Versicherung und fragte nach, was für ein Schlafwagen dort durch die Abteilungen gegangen war. Die Versicherung entschuldigte sich dafür und erklärte, dass sie so viel zu tun hätten. Zu viel zu tun, um einen Brief oder ein Fax zu versenden, geschweige denn einen Anruf zu tätigen?

Letzten Endes ist das für sie glücklicherweise noch gut ausgegangen, da eine andere Mitarbeiterin der Universität dieses Missverständnis nachvollziehen konnte und die Exmatrikulation wieder zurück zog, nachdem die Bestätigung der Zahlung von der Versicherung einging, aber meiner Freundin ist eins klar: Wenn sie etwas gemacht haben wollte, würde sie es zukünftig selbst erledigen.

Wie findet ihr so ein Verhalten? Kann mal passieren? Oder ist das ein absolutes Unding von der Versicherung? Erzählt mir eure Meinung in den Kommentaren!

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Verena Walter

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