Onlinekurse – taugen sie wirklich was?

Während früher Kurse an der Volkshochschule und in anderen Klassen sehr beliebt waren, sind nun die Onlinekurse auf dem Vormarsch. Kein Wunder, denn in der heutigen Zeit, mit der aktuellen Technologie und den Möglichkeiten des Internets ist es ganz einfach einen guten Kurs zu finden, der zu einem passt und einem genau das beibringt, was man wissen will z.B. um Meditieren zu lernen oder zum Gitarre spielen.

Aber woran erkennt man einen guten Kurs? Welche Dinge kann man überhaupt online lernen und wo ist ein persönlicher Kurs ohne Internet sinnvoller? Gehen wir die verschiedenen Fragen nacheinander durch.

Was für Kurse gibt es online?

Im Internet findet man viele verschiedene Kurse, die man machen kann. Angefangen von Kursen für mehr Selbstbewusstsein, zu Meditations- und Yogakursen über Tanz- und Fitnesskurse bis hin zu Kochkursen, Kurse wie man lernt ein Instrument zu spielen und vieles mehr. Die Auswahl im Internet ist mannigfaltig und die Möglichkeiten der Anbieter ist ebenfalls groß. Nicht nur im deutschen, sondern auch im englischen Sprachgebrauch.

Woran erkennt man einen guten Gitarren Kurs?

Folgende Tipps gehen nicht nur um einen Gitarrenkurs, es geht generell darum, wie man gute von schlechten Onlinekursen unterscheidet.

Zwischen all den Anbietern von Onlinekursen aller Art, gibt es auch hier schwarze Schafe, die einem zwar vorgeben etwas beizubringen, aber nicht das bieten, was man erwartet. So gibt es Kurse, die einem in ihren Werbetexten versprechen, innerhalb kürzester Zeit zum musikalischen Virtuosen zu werden, dabei lernt man gefühlt gerade mal „Alle meine Entchen“ und „Leuchte, Leuchte, kleiner Stern.“

Ein guter Kurs unterscheidet sich von schlechten Kursen anhand verschiedener Merkmale. Diese können unter anderem folgende Punkte sein:

  • Zeit: Wie viele Stunden umfasst der Kurs? Es gibt verschiedene Kurse mit unterschiedlichen Zeitangaben. Der eine online Videokurs beläuft sich auf mehrere Etappen, die insgesamt 12 Stunden ergeben und es gibt wieder Kurse, die darüber hinaus viele verschiedene und hilfreiche Zusätze anbieten, die sich dadurch auf über 24 Stunden Material belaufen. Nun heißt „mehr Zeit“ nicht automatisch „mehr Wert“. Aber je umfangreicher der Kurs, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass derjenige sich viel Mühe gemacht hat, der den Kurs erstellt hat.
  • Preis-Leistung: Das mit der Preis-Leistung ist immer so eine Sache. Jeder hat ein anderes Empfinden dafür und nicht jeder hat das gleiche Verständnis für Preis-Leistung. Manche glauben, nur weil ein besonderer Name fällt, dass dieser Mensch oder dieser Gegenstand besonders geeignet ist und gibt andern (ebenfalls talentierten und hilfreichen) Personen bzw. Objekten keine Chance. Dabei ist das namenlose Produkt oder auch der Kurs von dem eher unbekannten Lehrer teilweise genau so gut oder auch besser als das bekannte Produkt oder der Kurs des bekannten Lehrers. Vor allem sollte man sich an seinem eigenen Budget orientieren. Es bringt nichts, 100te von Euros für einen Kurs zu bezahlen, wenn man das Geld nicht dafür hat.
  • Das Gesicht dahinter: Man sollte unbedingt einen Einblick über die Lehrer bzw. den Lehrer bekommen. Wer unterrichtet? Welche Qualifikationen bringt dieser Mensch mit? Was kann er leisten? Diese und ähnliche Fragen sollten im Vorfeld unbedingt geklärt sein, denn nur so kann man sich sicher sein, dass der Lehrer auch etwas taugt. Bei einem Musikkurs sollte es sich beispielsweise nicht um einen Menschen handeln, der gerade erst die Musikschule verlassen hat, sondern jemand, der schon mehrere Jahre Erfahrung besitzt und diplomierter Musiker ist. Das gilt nicht nur für Musiker. Wer einem beibringen will, wie man richtig mit Geld umgeht, sollte etwas zum Vorzeigen haben. Wer einem beibringen möchte, wie man sich im Internet von der besten Seite zeigt, sollte mehrere Jahre (besser Jahrzehnte) Erfahrung gesammelt haben, und so weiter.
  • Live-Optionen! Das beste bei einem Onlinekurs ist immer die Möglichkeit auch den Menschen dahinter offline kennen zu lernen oder Live-Unterricht mit Video Call zu machen. Dadurch hat man nicht nur die Möglichkeit alleine für sich zu lernen, sondern auch im Notfall persönlich noch mal gezeigt und erklärt zu bekommen wie etwas geht, kann Fragen stellen, wenn man etwas nicht versteht und der Lehrer kann einen direkt korrigieren wenn etwas falsch gemacht wird.
  • Bewertung: Die Bewertungen von Kursen und das Feedback anderer aktueller oder auch ehemaliger Kunden, gibt einen guten Aufschluss über die Lehrkraft und den Kursinhalt. Wenn es zum Großteil positiv bewertet und gelobt wird, dann ist der Kurs offensichtlich prima. Wird hingegen viel über den Inhalt und die Lehrer geschimpft, dann scheint der Kurs nichts zu taugen.

Ihr sucht nach einem Gitarrenkurs, der alle die oben genannten Voraussetzungen erfüllt? Dann empfehle ich euch die Gitarrenwerkstatt.

Was ist sinnvoller: ein Onlinekurs oder ein Offline-Kurs?

Es gibt viele gute Gründe für einen Onlinekurs, aber auch verschiedene Argumente, die gegen einen Onlinekurs sprechen. Schauen wir uns diese Gründe mal an:

Pro:

  • Ein Onlinekurs kann überall stattfinden. Das heißt, wenn man in einem kleinen Kuhdorf lebt oder nicht viel Zeit hat hin und her zu pendeln, ist ein Onlinekurs ideal. Er spart Zeit und auch Geld, da man jederzeit anfangen kann zu lernen – bequem und einfach von Zuhause aus.
  • Der Onlinekurs kann jederzeit statt finden. Wer also Schichtarbeiter ist und dank wechselnder Schichten nicht immer zur gleichen Zeit seinen Kurs machen kann, ist mit einem Onlinekurs gut bedient. So kann man den Kurs immer dann starten, wenn es einem zeitlich passt.
  • Der Onlinekurs hat viele Vorteile für die Schüler. Unter anderem, dass man ihn jederzeit abrufen kann, aber auch, weil man ihn überall ansehen oder anhören kann. Für einen Onlinekurs gibt es keine Fahrzeiten, weswegen man nicht nur Zeit, sondern auch Nerven und Geld spart.

Contra:

  • Ich muss sagen, so viele Contra-Punkte finde ich gar nicht. Abgesehen von einem Onlinekurs ohne Live-Option, bei dem man keine Fragen stellen und keine Hilfestellungen bekommt, hat ein Online-Kurs keine gesonderten Nachteile. Wenn einem der Kurs nicht gefällt oder der Lehrer etwas nicht richtig erklärt, kann man jederzeit wechseln und sich einen anderen Kurs suchen. Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos und auch die variierenden Preisklassen sind nicht negativ anzukreiden.

Wer auf die oben vorgestellten Voraussetzungen achtet und sich einen Kurs mit guter Bewertung, einem fähigen Lehrer, viel Inhalt und mit der Möglichkeit auf Live-Unterricht aussucht, kann gar nicht falsch liegen.

Wie denkt ihr darüber?

Habt ihr schon mal den einen oder anderen Onlinekurs mitgemacht und wie habt ihr es empfunden? Gibt es weitere Voraussetzungen, bei denen ihr denkt, die müssen unbedingt gegeben sein? Habe ich eurer Meinung nach etwas wichtiges vergessen und ihr möchtet das noch hinzufügen? Dann hinterlasst mir einen Kommentar und schreibt mir eure Meinung, zusätzlichen Tipps und Ratschläge, sowie eure Geschichten mit Onlinekursen.

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Verena Walter

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