Eine saubere Umgebung bei Kindern

Wie wichtig ist eine saubere Umgebung bei Kindern? Und ab wann übertreibt man?

 

Damit ein Kind gesund und wohlbehalten aufwachsen kann, benötigt das Kind jede Menge Liebe, Fürsorge, Aufmerksamkeit, ein gesundes Essen, ausreichend zu trinken und natürlich auch ein sauberes Umfeld. Allerdings sind sich die Menschen nicht ganz einig, was mit „sauber“ genau gemeint ist. Während die anderen es mit der Sauberkeit nicht ganz so genau nehmen, sind die anderen penibel genau darauf bedacht jedes noch so kleine Staubkorn zu entfernen, damit ihr Kind es auch ja nicht einatmet.

Nun gut, zu schlampig sollte man nicht sein, denn das Kind findet allerhand, wenn man mal nicht hinguckt – das erlebt aktuell eine Freundin von mir, dessen Goldspatz in jeder kleinen Ecke Fussel und Katzenhaare findet, die sich ihr Kind natürlich in den Mund stecken muss. Andere Familien hingegen übertreiben es mit ihrer Ordnung ganz gewaltig und haben es in ihrer Bude dermaßen steril, dass der Körper ihres Kindes überhaupt keine Abwehrstoffe aufbauen kann. Wozu und wogegen auch? Es ist ja nichts da! Dementsprechend ist es auch kein Wunder, dass ihr Kind später Allergien entwickelt und Unverträglichkeiten aufweist. Zudem sind sie deutlich stärker anfällig für allerhand Krankheiten, die spätestens in Kindergarten und Schule verbreitet werden. Man kann sein Kind noch so sehr in Watte packen und daheim alles steril putzen, das Kind wird sich draußen immer irgendwo was einfangen.

Bitte nicht falsch verstehen, ich rede nicht davon, dass man alles dreckig werden lassen soll oder das Sauberkeit schlecht fürs Kind ist, aber ich denke, man kann es übertreiben. Sicherlich ist es gut, wenn das Kind in einer sauberen Umgebung aufwächst – gegen Sauberkeit ist ja auch nichts zu sagen, aber das Sterile halte ich doch für fraglich.

Es muss nicht alles glatt poliert werden, eine ordentliche Grundsauberkeit ist bei einem Kind jedoch unerlässlich. Nicht nur, dass man unnötige Krankheiten vorbeugt, man lebt dem Kind einen guten Umgang mit dem Haushalt vor, an dem es sich später orientieren kann. Das bedeutet regelmäßig saugen bzw. fegen und wischen, regelmäßig die Oberflächen abwischen, zeitig das Geschirr spülen, regelmäßig das Bad putzen und so weiter. Das Kind soll gleich merken, dass eine saubere Umgebung das ist, was einem zum Wohlbefinden hilft, aber es völlig okay ist, wenn man nicht alles ständig desinfiziert.

Ich meine, in Haushalten, in denen alles sauber ist, aber das Spielzeug der Kinder verteilt ist und die Kinder sind glücklich, weil Mama und Papa ihnen genügend Aufmerksamkeit schenken und viel Liebe, Geduld und Verständnis, ist es auch kein Drama, wenn man mal Fünfe gerade sein lässt und den Haushalt ein wenig liegen lässt. Zumal so ein ständig sauberer Haushalt mit Kindern deutlich schwieriger ist, denn jeder hat so seine Patschehändchen mit denen er dieses oder jenes anfässt.

Und ich hatte auch mal eine Frau gekannt, die so ihre Probleme mit Kindern hatte, weil sie zu den pedantischen Ordnungsfanatikern zählte. Sie hatte alles geputzt und dann, wie Kinder das halt so machen, hatte ihr Sohn die Scheiben von der Vitrine angefasst, weil es von dem was dahinter war, fasziniert gewesen ist. Da fing sie an zu meckern: „Jetzt ist die Scheibe schon wieder dreckig!“ Und in so einem Haushalt fühlt sich ein Kind doch nicht wohl, oder?

Wie sauber war es bei euch Zuhause als ihr Kinder habt? Wie sauber ist es mit euren Kindern oder generell bei euch?

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Verena Walter

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