Warum lernen viele Kinder in der Schule nicht gerne?

In der Schule lernen? Och nö!

Viele Eltern kennen das Problem, wenn ihre Kinder in die Schule gehen und dort die Grundlagen fürs Leben lernen sollen, aber in einigen Fächern Defizite zeigen. Viele Kinder lernen nicht gerne und bekommen für ihre mangelnde Leistung schlechte Noten. Überhaupt tun sich viele Kinder schwer mit dem Lernen für die Schule – nicht viele Kinder gehen mit viel Freude in die Schule und lernen dort mit jeder Menge Euphorie die verschiedenen Unterrichtsinhalte. Aber wie kommt das?

Grund 1: Extrinsische Gründe

Dass das Kind in die Schule geht und dort etwas fürs Leben lernt, ist nicht auf dem Mist des Kindes gewachsen. Es sind staatliche Vorgaben, die das Kind einzuhalten hat. Somit ist es für den Kind ein Zwang – und auf dieser Basis arbeitet keiner gerne. Im Gegensatz zu Verboten, die bei vielen Kindern ein gigantisches Interesse wecken, sind Dinge, die aus Zwang geschehen stets unangenehm und damit nichts, was Kinder tun wollen. Sie empfinden es als Zwang ihre Hausaufgaben zu machen, ihr Zimmer aufzuräumen und zur Schule zu gehen – weil sie müssen. Ihnen bleibt keine andere Wahl, denn wenn sie das nicht tun, dann gibt es Ärger – und den möchten sie natürlich nicht.

Grund 2: Inhalte

Jeder hat andere Fähigkeiten, andere Fertigkeiten und natürlich auch andere Interessen. Dem einen fällt es unheimlich leicht Sprachen zu lernen, ein anderer tut sich damit enorm schwer. Und das gilt natürlich für alle Fächer in der Schule. Nicht jeder kann in Mathe, Chemie, Physik, Biologie, Sport, Kunst und all den anderen Fächern eine Eins haben.

Hat das Kind jedoch ein hohes Interesse an etwas, dann werden sich (bei der richtigen Förderung) viele tolle Chancen ergeben.

Hier ein kleines Beispiel:

Und wenn kein Interesse für das jeweilige Fach besteht, gibt es viele gute Möglichkeiten das zu ändern und dem Schüler zu zeigen, wie das Fach wirklich ist. Denn das Fach ist meist nur so spannend, wie die Lehreinheit an sich.

Grund 3: Die Art des Unterrichts

Man kann alles lernen, wenn die Lerninhalte spannend und unterhaltsam vorgetragen werden. Das ist natürlich schwierig, denn jeder mag die Gestaltung seines Unterrichts anders – wobei Kinder es lieben, wenn der Unterricht spielerisch an sie heran getragen wird.

Die besten Lehreinheiten sind die, bei denen den Kindern der Unterrichtsstoff so nahe gebracht wird, wie sie es zum Lernen brauchen. Der eine lernt besser beim Lesen, der andere lernt ideal mit Videos und wieder ein anderer muss etwas dafür tun, um die Inhalte zu begreifen.

Grund 4: Die Lehrkraft

Wie der Unterricht sich gestaltet, hängt eindeutig von der Lehrkraft ab. Der eine Lehrer schafft es den Unterricht abwechslungsreich und spannend zu gestalten, ein anderer unterrichtet die Klasse strickt nach Vorschrift. Abgesehen davon gibt es aber auch Lehrkräfte, die absolut nicht gut im Unterrichten sind. Sie sind ewig schlecht gelaunt, behandeln Schüler nicht wie gleichwertige Menschen, manche sind auch so extrem pingelig, dass sie den Schülern ihre Freude am Lernen nehmen, weil sie laufend schlechte Noten verteilen.

Vor allem sind aber die Lehrer sehr bescheiden, die immer und überall etwas zu meckern haben und denen es nicht gelingt ihrer Klasse gelegentlich mal ein Kompliment zukommen zu lassen. Dabei müssen die Lehrer nicht mal ausschweifend sein und es mit ihren Lobhuldigungen übertreiben, aber es fällt doch auf, dass vielen Lehrern ein simples „Gut gemacht“ schwer fällt.

Natürlich spielt für einen guten Unterricht und dem Willen zum Lernen auch die Motivation der Lehrkraft eine wichtige Rolle. Ist der Lehrer schon am frühen Morgen grantig und hat eigentlich gar keinen Bock auf seine Arbeit, wie soll man dann von ihm erwarten einen unterhaltsamen, wertvollen und guten Unterricht zu führen? In einigen Schulen ist es für die Lehrkräfte besonders schwierig, da die Schüler nicht nur keine Lust haben, sondern ihrem Unmut freien Lauf lassen. Und wenn der Lehrer das den ganzen Tag abbekommt, kann man gut nachvollziehen, dass er für den Unterricht keine große Freude verspürt.

Danach

Ist man aus der Schule raus, hat sich die Freude am Lernen für viele Menschen regelrecht erledigt. Sie sind von den schlechten Noten und den Inhalten so gefrustet, dass sie froh sind, derartige Dinge nicht mehr lernen zu müssen. Andere lernen nach der Schule deutlich lieber und fleißiger als vorher. Sie haben jede erdenkliche Möglichkeit und können noch mehr Dinge entdecken. Außerhalb der Schule verschlingen die Menschen ein Buch nach dem anderen und lernen die unterschiedlichsten Inhalte.

 

 

Mir ist es nach der Schule auch so ergangen, dass ich dann deutlich lieber gelesen und gelernt habe – und das bis heute immer noch so ausübe.

Wie ist es euch mit dem Lernen und der Schule ergangen? Gerne? Oder ungerne? Was hat euch in der Schule motiviert oder demotiviert?

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Verena Walter

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