Was tun bei Schuppenflechte?

Leidet ihr an Schuppenflechte (Psoriasis)? Habt ihr einen Bekannten oder einen Freund der an Schuppenflechte leidet? Möchtet ihr euch darüber informieren und etwas dagegen unternehmen? Dann seid ihr hier genau richtig. Hier erfahrt ihr alles wichtige über die Schuppenflechte, was sie ist, wo sie herkommt und was man dagegen unternehmen kann.

Bleibt dran und informiert euch, damit ihr für jetzt und die Zukunft gewappnet seid.

Was ist eine Schuppenflechte?

Schuppenflechte, auch Psoriasis, ist eine Hauterkrankung. Erkennbar an einer Entzündung und Schuppung der Haut. Allerdings kann eine Schuppenflechte auch die Gelenke, Nägel, Gefäße, Stoffwechselvorgänge, Herz und Leber erwischen. Es gibt die normale Schuppenflechte, bei der der Betroffene vor dem vierzigsten Lebensjahr erkrankt, aber es gibt auch den Typ 2-Psoriasis, bei dem die Krankheit erst um die 50 oder 60 erstmalig ausbrechen kann.

Die Schuppenflechte verläuft chronisch und kehrt in der Regel wieder, wobei die Zeiträume zwischen dem einen und dem anderen Schub variieren können. So kann es vorkommen, dass sich die Schuppenflechte beispielsweise in der ersten Februarwoche zeigt und die nächste taucht erst Ende November auf. Andere haben wieder die Problematik, dass die zeitlichen Abstände sehr kurz sind, sodass sie dauerhaften Juckreiz empfinden und das Gefühl haben, dass sie ständig an Schuppenflechte leiden.

Was ist die Ursache einer Schuppenflechte?

Um eine Schuppenflechte zu bekommen, bedarf es mehrerer Faktoren. Dazu gehört die erblich bedingten Faktoren, bei denen die Eltern bereits Schuppenflechte haben können – nicht aber zwangsläufig das Problem haben müssen. Dieses Gen wird mit einer stärkeren Wahrscheinlichkeit vom Vater übertragen, wodurch die Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken auf 10 Prozent steigt. Sind beide Elternteile von Schuppenflechte betroffen, erhöht sich das Risiko auf 30 Prozent.

Genauso gut kann es aber vorkommen, dass die Eltern an Schuppenflechte leiden, und diese Krankheit beim Kind nie ausbricht. Oder aber, dass die Krankheit eine Generation überspringt und zwar Oma und Opa Schuppenflechte haben, die Eltern aber nicht, das Kind wiederum schon.

Zu der Genetik kommen noch zahlreiche auslösende Faktoren hinzu, die die Krankheit zum Ausbruch bringen.

Dazu gehören folgende Punkte:

Infektionen: Viele Infektionen können eine Schuppenflechte auslösen. Dazu gehören unter anderem Mittelohrentzündungen, HIV-Infektion, Befall der Kopfhaut mit Hefepilzen, Nasennebehöhlen- oder Magen-Darminfektionen, Mandelentzündungen im Kind- und Jugendalter und vieles mehr.

Verletzungen: Zahlreiche Arten der Verletzungen, wie sie im Alltag passieren können, wie heftiges Kratzen, Sonnenbrand oder Tätowierungen können den Ausbruch begünstigen. Dazu zählen auch anhaltende mechanische Hautreizung, wie etwa eng an liegende Kleidung wie Gürtel oder BH.

Stoffwechselstörungen und Hormonschwankungen: Sowohl das eine wie auch das andere kann die Erkrankung beschleunigen. Dazu gehören Pubertät, die Pille aber auch die Schwangerschaft selbst.

Medikamente: Selbst verschiedene Medikamente können die Schuppenflechte auslösen. Dazu gehören ACE-Hemmer, Lithiumsalze, Interferone, bestimmte nichtsteroidale Antirheumatika, wie Indometacin und sogar Betablocker.

Klimatische Einflüsse: Das Wetter, wie etwa eine hohe Luftfeuchtigkeit oder andere hautirritierende Wetter begünstigen den Ausbruch der Schuppenflechte.

Äußerlich irritierende Stoffe und Allergene: Es gibt zahlreiche Allergene und irritierende Stoffe, die den Ausbruch der Psoriasis bewirken. Das können Lebensmittelunverträglichkeiten sein, Pollen, Kupferallergie, Nickelunverträglichkeit und vieles mehr.

Seelischer Stress: Nicht nur körperliche Sorgen können dafür sorgen, dass die Psoriasis ausbricht, auch seelischer Stress kann diese Krankheit begünstigen. Das kann zum Beispiel Stress in der Familie sein, bei der Arbeit oder auch sozialer Stress mit Nachbarn.

Drogen: Hierbei handelt es sich nicht zwangsläufig um illegale Rauschgifte wie Koks, Crystal Meth oder ähnliche Mittel. Es genügen regelmäßiger Alkoholkonsum und Rauchen.

Übergewicht: Last but not Least ist Übergewicht eine der häufigsten Ursachen für verschiedene Arten von Krankheiten – insbesondere bei Schuppenflechte ist Übergewicht einhergehend mit einigen anderen Krankheiten, wie seelischem Stress, Stoffwechselstörungen oder Hormonschwankungen.

Die höchste Gefahr an Schuppenflechte zu erleiden ist eine Kombination aller Einflüsse. Beispielsweise wenn man neben der Genetik an Übergewicht leidet, viel Alkohol konsumiert und seelischem Stress ausgesetzt ist.

Wo kann man Schuppenflechte bekommen?

Wo tritt Schuppenflechte am häufigsten auf? Die meisten denken wahrscheinlich an den Kopf – und das ist auch mit eine der Stellen, die am meisten von Schuppenflechte heimgesucht wird. Aber es gibt noch mehr Stellen am Körper, an denen sich die hautreizenden Symptome zeigen können. Dazu gehören die Ellenbogen, die Knie, Kreuzbeingegend, die Gesäßfalte, der Bereich hinter den Ohren sowie die Bauchnabelregion.

Es gibt aber auch Fälle, in denen sind Augenbrauen, Achselhöhlen, Sohlen und sogar die Geschlechtsorgane betroffen.

Besonders unangenehm ist es den Patienten, wenn die Schuppenflechte sichtbar ist. Sprich, wenn sie im Gesicht ist, hinter den Ohren oder an anderen stellen, wo sie andere sehen können.

Was sind die Symptome von Schuppenflechte?

Typische Zeichen einer Schuppenflechte sind nicht nur die geröteten und juckenden Hautpartien. Zum Teil kann neben der Hautirritation auch eine offene, nässende Wunde hinzukommen, die von hellen, silbrigen Schuppen umringt sind.

Dadurch sieht die Haut besonders ungepflegt aus und Menschen, die nicht wissen, womit sie es zu tun haben, befürchten, dass sie sich anstecken können. Der Betroffene fühlt sich dementsprechend unwohl in seiner Haut und versteckt sich gerne Daheim oder seine Körperteile hinter Stoff, was wiederum die Hautirritation verstärken kann. Je nachdem welchen Stoff man trägt, wie lange man die Kleidung drüber wirft und wie atmungsaktiv die Kleidung ist. Besonders Stoffe, die wenig bis gar nicht atmungsaktiv sind, eng an der Haut anliegen oder sogar kratzen, sind in der Regel nicht besonders angenehm auf der Haut.

Was hilft gegen Schuppenflechte

Schuppenflechte ist eine der Krankheiten, bei denen es keine Heilung gibt. Es gibt zwar Mittel und Wege die Symptome zu lindern und die Ursachen zu verringern, aber aktuell gibt es kein wirklich sehr guten Medikamente ohne Nebenwirkungen, aber es gibt verschiedene Maßnahmen um Schuppenflechte in den Griff zu bekommen.

Dr. Bernd Neidl der seit über 20 Jahren an Psoriasis leidet, nennt in seinem Artikel Was ist Psoriasis / Schuppenflechte? – Grundwissen (mit Infografik) als Therapie Maßnahmen u.A. die Lichttherapie, Lastertherapie, Biologika, verschiedene natürliche Heilmittel und ganz wichtig: Stress abbauen.

Am besten ist es, wenn man Trigger / Auslöser für Schuppenflechte wie z.B. Übergewicht, Rauchen, erhöhter Alkoholkonsum vermeidet und sich gesund ernährt.

Was habt ihr dazu gelernt?

Gab es ein paar hilfreiche Informationen für euch? Was fandet ihr besonders interessant? Was hat euch geholfen? Was unternehmt ihr, wenn es euch kratzt und juckt und was löst bei euch Schuppenflechte aus?

Ich freue mich sehr auf eure Kommentare und euren Austausch in den Kommentaren, wünsche euch einen wundervollen Tag und würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eine gute Bewertung gebt.

Ich wünsche euch das Beste und hoffe, dass ihr gesund seid und bleibt.

About the author

Verena Walter

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