Was sind Wanzen und wie kann man sie erfolgreich bekämpfen?

In den kalten Wintermonaten sucht so manches Getier Zuflucht in unseren warmen Häusern. Von der Spinne bis hin zu einem Käfer, Krabbeltiere suchen in der Winterzeit Schutz vor der Kälte und finden diesen zumeist in unseren Wohnräumen. Jedoch möchten wir sie dort zumeist nicht vorfinden. Vor allem die Wanze ist ein recht unbeliebter Gast, dem allerdings viele Dinge zu unrecht nachgesagt werden.

Die sogenannte Stinkwanze sondert zwar einen üblen Geruch aus, wenn sie zerquetscht wird, aber Bisswunden erhält man von dieser verbreiteten Wanzenart in der Tat nicht. Es handelt sich vielmehr um harmlose Besucher, die dennoch unerwünscht sind. Und daher ist gerade jetzt in der Winterzeit das Thema der Wanzenbekämpfung von höchstem Interesse für viele Menschen.

Die Irrtümer über Wanzen

Zunächst einmal ist es jedoch wichtig, aufzuklären und Fake News in Bezug auf die kleinen Tiere aus der Welt zu räumen. Die übliche Wanze beißt wie erwähnt nicht. Dies ist nur bei bestimmten Arten wie der Bettwanze der Fall. Fest steht jedoch, dass diese Krabbeltiere den meisten Leuten einen Schrecken einjagen, wenn sie in der Wohnung gefunden werden. Doch wie gelangen die Wanzen eigentlich in das Haus? Es liegt nicht etwa an den Hygieneverhältnissen, wie viele Menschen fälschlicherweise denken. Die Hygiene hat mit einem Wanzenfall meistens nichts zu tun. Vielmehr sind andere Faktoren dafür verantwortlich, warum die Wanze in das Haus kommt und wie sie den Weg dorthin findet:

  • Kälte treibt die Wanzen von draußen in die Häuser
  • Undichte Fenster dienen als Wege
  • Sie können über die Kleidung oder das Schuhwerk ins Haus gebracht werden
  • Undichte Türschwellen sind Eintrittskarten für Wanzen
  • Bei offenem Fenster Lichtquellen ausschalten

Wanzen werden von Lichtquellen angezogen. Hier spielt die Lichtquelle selbst eine Rolle, aber natürlich auch die Wärme, welche von ihr ausgeht. Daher ist es wichtig, in der kalten und dunklen Winterzeit beim Lüften die Lichter auszuschalten, damit die Wanzen nicht in die Wohnräume gelockt werden. Da die Wanzen recht kleine Tiere sind, entdeckt man sie oftmals durch Zufall. Allerdings gibt es einige Merkmale, an denen man einen Wanzenbefall erkennen kann.

Wie erkennt man Wanzen in der Wohnung?

Dass es im Haus Wanzen gibt, bemerkt man in aller Regel vor allem aufgrund ihrer Hinterlassenschaften in Form von Kot. Dieser stellt sich als kleine schwarze Punkte dar, die man meistens auf weißen Untergründen deutlich sehen kann. Wer daher einen solchen Punkt auf dem Bettlaken findet, sollte genauer hinschauen und prüfen, ob ein Befall von Wanzen vorhanden ist. In diesem Falle handelt es sich meistens um Bettwanzen. Diese beißen den Menschen auch. Daher kann man sich auf Bisswunden überprüfen. Meistens merkt man diese sofort, da nach einem Bettwanzenbiss ein Juckreiz auftreten kann. Die Bettwanze beißt zudem mehrmals um die selbe Stelle.

Auch wenn der Juckreiz groß ist und eine Rötung um die Bisswunde unmittelbar eintreten kann, sollte man nicht kratzen, auch wenn es schwer fällt. Ein Besuch oder Anruf beim Hautarzt kann dabei helfen, in Erfahrung zu helfen, welche Creme helfen kann, um den Juckreiz zu lindern. Weißt man viele Bisswunden vor, ist ein Check durch den Arzt auf jeden Fall ein sinnvoller Schritt. Dann ist auch der Befall an Wanzen groß und sollte unbedingt in Angriff genommen werden.

Wie kann dem Befall durch Wanzen vorgebeugt werden?

Es stehen diverse Maßnahmen zur Verfügung, um einen Befall durch Wanzen zu vermeiden. Gänzlich wird man die Chance, dass Wanzen den Weg in den Wohnraum finden, nicht auf 0 Prozent verringern können, aber es existieren Mittel und Wege, wie der Winter ohne den Besuch der Tierchen enden kann. Hier einige Tipps diesbezüglich:

  • Lichtquellen beim Lüften löschen
  • Fenster im Winter gut abdichten
  • Balkon- und Terassentüren abdichten
  • Unter Wohnungstüren einen Windschutz anbringen
  • Balkon- und Terassentüren mit einem Fliegengitter ausstatten

Zu vermeiden, dass die Wanzen überhaupt erst in das Haus gelangen, ist sicherlich der beste Schutz vor und für diese/n Tiere/n. Wer jedoch einen Wanzenbefall feststellt, sollte nicht gleich verzagen. Oftmals lassen sich die Tiere effektiv und schnell entfernen. Entdeckt man beispielsweise lediglich eine einzelne Wanze, so kann man sie mit der Hilfe von einem normalen Glas oder anderem Behälter einfangen und wieder nach draußen bringen. Töten sollte man die Wanze schon alleine aus moralischen Gründen nicht, denn sie hat ja nichts getan, sondern nur Schutz vor der Kälte des Winters gesucht. Stinkwanzen sondern zudem einen üblen Geruch ab, wenn man sie zerquetscht und diesen Geruch möchte man nicht in der Wohnung vorfinden. Eine Tötung der Tiere würde man umgehend bereuen.

Wie kann man Bettwanzen entfernen?

Ist die Sachlage klar und ein Befall von Bettwanzen liegt vor, so bleibt meist nur das Zuhilfeholen von einem Matzratenreinigung Experten. Dieser ist in der Lage, die Matratze von den Krabbeltieren zu befreien. Ist die Matratze betroffen, so ist dies meistens nur mit dem Tod der Wanzen zu erledigen. Eine Alternative besteht darin, die Matratze wegzuwerfen und eine neue zu kaufen. So kann man das Leben der Wanzen retten. Da jedoch nicht jeder das Geld für eine solche Aktion hat, bleibt meist nur ein Schädlingsbekämpfer übrig, welcher sich um den Wanzenbefall kümmert. In der Regel kann der Befall dann mit einer einzelnen Behandlung in den Griff bekommen werden.

War einmal ein Befall von Wanzen vorhanden, sollte man in der Zukunft besser aufpassen und oben genannte Tipps aufnehmen. Aufgrund des Klimawandels steigt die Anzahl der Wanzen wieder und sie verbreiten sich schnell. Die Wärme kommt ihnen dabei gerade recht. Im Winter kann es allerdings kalt werden und dann suchen sich die Tiere warme Unterschlupfe, welche sie meistens in den Heimen der Menschen finden können. Hatte man also einmal Wanzen zu Besuch, so ist es sinnvoll, für die Zukunft vorzusorgen und das Haus soweit es geht, wanzensicher zu machen. Ist dies erledigt, so dürfte eine neue Bekanntschaft, sowie eventuelle Bisswunden mit und von den Wanzen ausbleiben. Man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass eine Wanze als Gast nichts mit mangelnder Hygiene zu tun hat und man diese ungebetenen Besucher in der Regel auch schnell wieder loswird. Im besten Falle, ohne die Wanzen zu töten.

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Verena Walter

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