Kritiken im Netz

Im Internet ist es einfach geworden seinem Unmut Luft zu machen und anderen ihre Meinung zu geigen. Allerdings nutzen viele Menschen auch die Anonymität, um nicht einfach nur offen zu kritisieren, sondern auch um andere zu beleidigen (und das wollen sie als Kritik verkaufen). Kritik ist aber in der Regel etwas Konstruktives, auch wenn es in der Regel als negativ empfunden wird. Kritik soll helfen jemanden die Chance zu geben etwas zu verbessern und nicht dazu dienen jemanden fertig zu machen.

Blöd ist es nur, wenn manche Menschen seltsame Vorstellungen haben und über mache Dinge nicht Bescheid wissen. Ich kann beispielsweise, wenn es um ein Gericht geht, was ich nicht kenne, den Koch nicht kritisieren, wenn mir das Essen nicht schmeckt. Wenn es natürlich versalzen ist oder auch schwarz wie Holzkohle ist, dann ist es was anderes. Aber wenn Gewürze drin sind, die mir nicht schmecken oder die Zubereitungsart nicht dem entspricht, was ich mir vorgestellt habe oder das Gericht allgemein nicht meinen Vorstellungen entspricht, kann ich den Koch schwer kritisieren.

Zudem sind viele Kritiken auch reine Geschmackssache – manche Restaurants kommen deutlich schlechter weg, weil die Menschen aus anderen Lokalen mehr gewohnt sind oder weil sie sich mehr erhofft haben und das Lokal nicht als einzelnes betrachten. Natürlich heißt das nicht in ein Restaurant zu gehen und die Erwartungen gleich bei 0 zu haben, wenn man es betritt, aber wenn einer wahnsinnig gerne und viel Essig in seinem Salat hat und in dem Restaurant verhältnismäßig wenig Essig in der Vinaigrette ist, dann handelt es sich dabei um eine Gewohnheits- bzw. Geschmackssache.

Bei meinem Mann und mir ist das beispielsweise so, dass ich gerne Salz in meinem Essen habe, und als bekannter Fan von Chips esse ich mit denen zeitweise schon sehr salzig. Mein Mann hingegen ist mehr die Naschkatze und mag es süß, sowie fruchtig. Wenn ich also irgendwo Pommes bestelle und sage, die sind zu salzig, dann muss das schon was heißen – in dem Fall muss der Koch wahnsinnig verliebt sein, bis mir was zu salzig ist. Für meinen Mann ist es stattdessen so, dass er Gerichte, die in meinen Augen genau richtig gewürzt sind, für ihn manchmal zu salzig sind.

Außerdem kommt es vor, dass man ein Lokal oder einen Mitarbeiter auf dem völlig falschen Fuß erwischt hat und dadurch der Besuch zu einem Horror-Erlebnis wird. Sicherlich darf man das kritisieren – und das sollte man auch, denn wenn jemand seine schlechte Laune an einem raus lässt oder das Essen scheußlich war, dann sollte man das auch sagen (oder besser gesagt im Internet schreiben) dürfen, aber immer schön sachlich!

Wer bei Kritiken übertreibt (vor allem im negativen Sinne), kann mit seinem Review womöglich existenzgefährdend sein.

Kritiken im Netz
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Verena Walter

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