Backpacking – Die moderne Art zu reisen

Nun werden einige sicher wissen wollen, was Backpacking überhaupt ist und was so besonders an dieser Art zu reisen ist. Nun, ich werde es euch gerne erklären.

Was ist Backpacking?

Unter Backpacking versteht man eine (Welt-)Reise mit einem großen Rucksack. Dieser hat für gewöhnlich Platz zwischen 40 bis 90 Liter. Der Backpacker (die Person, die nur mit dem Rucksack in die weite Welt hinaus zieht) versucht besonders preiswert und simpel zu verreisen. Keine Hotels, keine teuren Restaurantgänge, kein Rumgammeln. Wie gesagt: Simpel und preiswert.

Dementsprechend hat der Backpacker für gewöhnlich kein allzu großes Budget mit und muss sich seine Reise mit allerlei Jobs finanzieren. Vom Kellnern, übers Putzen, bis hin zu Gartenarbeiten oder auch dem Tragen schwerer Gegenstände, ist der Backpacker für alles bereit.

Nun ist aber nicht jeder Backpacker gleich. Man unterscheidet zwischen dem Flashpacker, dem Slackpacker, dem Budgetpacker und dem Partypacker, aber auch dem Posh-Packer und dem Solopacker.

Was versteht man unter den einzelnen Arten?

Flashpacker: Diese Reisenden haben es ein wenig gemütlicher als der normale Backpacker. Er bringt weniger Zeit mit, dafür aber ein anständiges Budget, mit dem er sich lieber ein Einzelschlafzimmer zulegt, anstatt in einem Schlafsaal zu übernachten. Flashpacker erkennt man meist ganz gut daran, dass sie mit jeder Menge Technik unterwegs sind: Smartphone und Laptop (gerne auch mal von Apple), eine Action Kamera, Adapter und vieles mehr.

Slackpacker: Wer das englische Wort „slack“ kennt und zu übersetzen weiß, der kann sich bestimmt schon denken, was ein Slackpacker ist. To Slack bedeutet nämlich „abhängen“, und genau das tut der Slackpacker gerne. Ihn findet man häufig an Stränden, auf Inseln und an sogenannten „Hippie-Orten“. Der Slackpacker will bei seiner Reise keinen Stress haben, nimmt jedoch günstige Unterkunftsangebote an, wenn er im Gegenzug jeden Tag an der Bar oder der Rezeption arbeiten muss.

Budgetpacker: Unter dem Budgetpacker versteht man Backpacker, die für ihr Reisebudget länger reisen wollen als andere Backpacker. Sie verlassen gerne ihre Komfortzone und nehmen wärmere Temperaturen, Fußmärsche und weniger Privatsphäre (beispielsweise durch Schlafsäle) in Kauf. In der Regel achtet der Budgetpacker darauf nicht mehr als 30 Euro am Tag auszugeben. Er schätzt aber die einmaligen Erfahrungen, die er auf seiner Reise machen kann. Er gibt hier und da ein wenig mehr aus, wenn er beispielsweise eine besondere Sehenswürdigkeit von innen besichtigen kann oder wenn sie an einem außergewöhnlichen Tauchkurs teilnehmen können.

Partypacker: Partypacker wollen nicht nur ein wenig Party machen. Sie wollen es so richtig krachen lassen. Zu den typischen Partypackern gehören normalerweise junge Menschen, die nach dem Abschluss von Schule oder Uni noch mal richtig was erleben wollen. Sie nutzen dafür das sogenannte Brückenjahr. Partypacker findet man für gewöhnlich an einem dieser Hotspots: Ko Pha Ngan (Thailand), Goa (Indien), Cancun (Mexiko), aber auch in speziell für Partytiere ausgelegte Hotels, Hostels und andere Unterkünfte. Die bekanntesten sind Loki und der Wild Rover in Südamerika.

Poshpacker: Im Prinzip ist der Poshpacker genau das Gegenteil eines Budgetpackers. Er achtet viel mehr auf Privatsphäre und hat ein deutlich größeres Budget zur Verfügung. Er gibt gerne ein wenig mehr für Lebensmittel und Unterkünfte aus. Allerdings achtet auch der Poshpacker auf das korrekte Preis-Leistungsverhältnis. Er möchte durchaus Komfort genießen, aber nicht mehr für seinen Komfort bezahlen als nötig. Er würde sich zwar eine Wohnung mieten, dafür aber auch des öfteren selbst kochen und auf überteuerte mehrsternige Hotels verzichten.

Solopacker: Der Begriff „Solo“ erklärt sich vermutlich von alleine. Solopacker sind also Reisende mit Rucksack, die ganz alleine losziehen und die Welt bestaunen. Aber auch wenn Solopacker alleine reisen, sind sie nie ständig alleine. Sie sind gerne in Gesellschaft mit Gleichgesinnten und sind deswegen gerne auf sogenannten „Backpacker Trails“. Er legt es nicht darauf an alleine zu verreisen und will sicher nicht die ganze Urlaubszeit über mit keiner Menschenseele sprechen. Vermutlich hat sich nur niemand gefunden mit ihm zu reisen, sei es aus finanziellen oder zeitlichen Gründen. Manchmal liegt es auch einfach daran, dass die Mitmenschen des Solopackers nicht aus ihrer Komfortzone raus wollen. Sie stellen sich einen Urlaub ganz anders vor.

Wo reist man als Backpacker hin?

 

 

Backpacker gibt es in vielen Orten und in zahlreichen Ländern rund um den Globus. Ein paar Backpacking Länder werden aber besonders gerne bereist. Sei es aufgrund der Traditionen, der Kultur und anderen Gründen ihren Horizont zu erweitern. Zu den beliebtesten Reisezielen der Backpackern gehören unter anderem Australien, Neuseeland, Indien, Südostasien und Südamerika.

Dabei zieht es die Menschen nicht nur in ein Zielland. Sie reisen beim Backpacking Länder übergreifend von einem Land zum nächsten.

Was muss vor dem Backpacking erledigt sein?

Das mit dem Backpacking klingt ja ganz leicht. Es gibt dennoch ein paar wichtige Punkte, die man unbedingt im Vorfeld erledigt haben sollte:

1. Impfungen

Abhängig davon in welches Land man reist, sind mehr oder weniger Krankheiten zu erwarten. Gegen die sollte man unbedingt geimpft worden sein. Entweder man informiert sich darüber im Internet und klärt alles mit seinem Hausarzt ab, oder man geht direkt zum sogenannten „Tropenarzt“. Dieser ist stets auf dem aktuellsten Stand über die verschiedensten Reiseregionen und hat für jede Eventualität die richtige Impfung parat. Allerdings gibt es Impfungen, die mehrmals verabreicht werden müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Manche Impfstoffe hingegen müssen erst bestellt werden. Deswegen sollte man dem Arzt rechtzeitig mitteilen wann man plant zu verreisen. So erfährt man, was man benötigt und kann sich rechtzeitig informieren, wie lange der Schutz anhält. Im Idealfall meldet man seine Imfpungen ein halbes Jahr im Voraus an.

Achtung: Manche Krankenkassen übernehmen sämtliche Kosten, die bei den Impfungen anfallen. Andere Krankenkassen übernehmen gerade einmal 70 Prozent. Mit der richtigen Krankenkasse kann man (je nach Impfung) schnell einige hundert Euro sparen.

2. Das Visum

Es ist nicht nötig für jedes Land ein Visum zu beantragen, in anderen Ländern gehört es unbedingt dazu. Das kann man sich beim Zielflughafen in der Sicherheitszone holen und es gilt (je nachdem) für 14 oder sogar für 30 Tage. Das muss dann bei der Passkontrolle mit vorgelegt werden. Auf der Webseite visum.de kann man das Zielland und den eigenen Wohnsitz angeben, und erfährt sofort, was man für seine Einreise benötigt. Anderweitig kann man sich auch beim auswärtigen Amt über die Regelungen für ein Visum informieren.

3. Krankenversicherung

Es ist beruhigend zu wissen, dass man gut versichert ist. Allerdings sollte man dabei unbedingt berücksichtigen, dass man auch im Ausland versichert sein muss. Manche Krankenkassen (bzw. die entsprechende Leistung für die man bezahlt) decken es von vorn herein ab. Bei anderen Krankenkassen ist dieser Service nicht in die Leistungen mit inbegriffen. Dementsprechend benötigt man (abhängig von der Länge der Reise) eine Auslandskrankenversicherung. Diese gibt es einmal als Kurzzeit-Auslandskrankenversicherung mit einem Versicherungsschutz bis zu 8 Wochen und einer Langzeitkrankenversicherung die meist bis zu einem Jahr aber auch mal bis zu 5 Jahren halten kann.

4. Packliste

Für seine Reise benötigt man einen hochwertigen Trekking-Rucksack, einen Steckdosen-Adapter, der sich austauschen lässt und ein sogenanntes Daypack. Das Daypack ist ein Rucksack, der für einen Tag reicht. Der ist nötig, falls man beispielsweise die Reiseunterkunft für eine Nacht verlassen muss. Dann muss man nicht den ganzen Trekking-Rucksack mitnehmen. Außerdem muss man sich gut überlegen, welche Kleidungsstücke und Gegenstände man im Zielland benötigt. Reist man für den warmen Zeitraum in ein Land seiner Wahl (und im Zielland ist es ebenfalls in dem Zeitraum sehr heiß), wird man wohl kaum einen Pullover und lange Hosen benötigen.

5. Finanzen

Im Idealfall hat man sich für das Backpacking schon eine Weile lang (genauso wie für den Urlaub) Geld zur Seite gelegt und einen Plan gemacht, wie viel man ungefähr am Tag ausgeben darf, um mit seinem Budget für den geplanten Zeitraum hinzukommen. Es bringt einem nichts, wenn man beispielsweise für ein halbes Jahr verreisen möchte, und nicht einmal genügend Geld für einen Monat dabei hat. Sicher, man kann auch im fremden Land arbeiten. Dafür sind aber Sprachkenntnisse (wenigstens englisch) von Nöten, und man muss einen Job erst einmal finden. Außerdem wird man sich mit einem Kurzzeitjob im Ausland sicher keine goldene Nase verdienen. Darüber hinaus muss man sein Geld ggf. schon im Vorfeld umtauschen oder nimmt vielleicht auch die eine oder andere Kreditkarte mit.

6. Der eigene Haushalt

Wer Daheim noch ein paar Haustiere und Pflänzchen hat, muss dafür sorgen, dass sich jemand drum kümmert. Vielleicht zieht jemand für den Zeitraum bei einem ein? Oder man lässt jemanden seinen Urlaub in seiner Wohnung verbringen? Dieser muss sich im Gegenzug um die Pflanzen und die Tiere kümmern.

 

 

Und? Schon Lust aufs Backpacking?

Hat jemand von euch schon einmal Backpacking gemacht oder hat er das schon mal in Erwägung gezogen?

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Verena Walter

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