Sommer, Sonne und eine Strandgeschichte

Es ist jedes Jahr im Sommer das Gleiche: Wenn die Sonne raus kommt und sich die Temperatur erhöht, fahren die Menschen ans Meer und genießen das schöne Wetter. Aber so schön und sonnig es auch ist – genauso gibt es Dinge, die man am Meer nicht erleben will.

Schwimm-Start

Es war letztes Jahr, als mein Mann und ich uns vorgenommen hatten mehr für unseren Körper zu tun und wir bei dem schönen Wetter damit loslegten schwimmen zu gehen. Es war herrlich und es tat uns auf so viele verschiedene Arten gut. Es entspannte, es half beim Abnehmen, es trainierte den ganzen Körper, man gewann an Muskeln und und und. Es war für uns in den Sommertagen auch kein Problem, denn wir haben einen Pool nur wenige Minütchen entfernt und zum Strand fahren wir auch gerade mal zehn Minuten.

Ich habe eigentlich immer den Pool bevorzugt, der lag sprichwörtlich vor unserer Haustür und sobald ich damit fertig war, brauchte ich nur noch duschen und konnte entweder mit der Arbeit loslegen oder aber den Feierabend genießen – je nachdem wann ich schwimmen war.

Ich habe es auch immer wieder erstaunlich gefunden, dass das Schwimmen am Morgen den Kreislauf anregte und mir mehr Energie gab, das Schwimmen am Abend jedoch dafür sorgte, dass ich deutlich entspannter und müder wurde.

Der große Tag

Mein Mann wollte gerne mit mir schwimmen gehen, fand aber den Pool auf Dauer zu eintönig. Das konnte ich ihm gut nachempfinden und stimmte ihm zu, am nächsten Tag mit ihm an den Strand zu fahren, damit wir etwas Abwechslung bekamen. Der nächste Tag brach an und wir machten uns schon früh fertig, um wenigstens eine halbe Stunde lang an den Strand zu gehen. Wir haben Sonnenschutz genommen, uns ein paar Handtücher und etwas zu trinken eingepackt und machten uns auf den weg. Beim Strand suchten wir uns einen schönen Platz und begaben uns schnell ins Wasser. Es war herrlich und es tat sehr gut. Die Wellen waren noch anstrengender, die Umgebung war anziehend, und die Menschen am Strand schienen auch glücklicher als am Pool. Zumindest kam es mir so vor.

Die halbe Stunde, die wir am Strand verbringen wollten, ging recht schnell zur Neige und ich wollte meinen Mann gerade noch fragen, ob wir vielleicht eine halbe Stunde länger bleiben wollten, als ich das Unglück sah…

Und was passierte?

 

 

Ich schaute in dem Moment zu einem Herrn hinüber, der mit seiner Frau an einem abgelegenen Teil des Strandes war und sich allein im Wasser befand. Ich kann bis heute nicht sagen, was mich dazu brachte so lange zu ihm hinzusehen. Zunächst dachte ich mir auch nichts dabei… Da war halt ein Mann im Wasser – nichts ungewöhnliches. Doch dann stand er auf und zog sich, im Aufstehen, seine Badehose hoch…

Das war jetzt keine weite Badehose, bei der es nun ganz leicht wäre, dass sie einem vom Hintern rutscht (soll ja vorkommen). Diese Badehose saß, als er sie ganz hoch gezogen hatte, bombenfest und sehr eng an. Mir war sofort bewusst: Dieser Mann hatte ins Wasser geschissen!

Sicher könnt ihr euch vorstellen, wie schnell ich aus dem Wasser raus geeilt bin. Es war absolut grauenvoll! Da war für mich das Thema „Strand“ bzw. „Schwimmen im Meer“ für den Rest des Jahres gestrichen. Nun bin ich noch am Grübeln, ob ich mich dieses Jahr lieber auf den Pool verlasse, oder ob ich dem Meer noch einmal eine Chance geben soll – nicht dass sich das Spektakel noch einmal wiederholt!

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Verena Walter

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