Kann man zu viel Selbstbewusstsein haben?

Oft heißt es ja, dass man sich mehr Selbstbewusstsein zulegen sollte, dass man nicht so unsicher zu sein braucht und dass es wichtig ist, sich selbst zu mögen – Manche übertreiben das aber und haben so wie es scheint zu viel Selbstbewusstsein. Aber kann man wirklich zu viel Selbstbewusstsein haben?

Warum Selbstbewusstsein wichtig ist

Wie sieht das Leben von so einem Menschen aus, der kaum an Selbstbewusstsein verfügt? Er lässt sich von anderen herumschubsen, fühlt sich in seiner Haut unwohl und kann sich gegen andere nicht behaupten. Dieser Mensch wird nicht glücklich sein und nicht viel an sich denken. Menschen mit geringem Selbstbewusstsein neigen dazu zig Dinge für andere zu tun und wird auch von anderen Menschen kaum beachtet.

Wenn nicht gerade, wie in einem Hollywood-Film, dieser eine besondere Mensch herbei kommt und ihm das Gefühl gibt: „Du bist klasse, so wie du bist“, wird sich in dem Leben dieses Menschen nicht viel ändern.

Selbstbewusste Menschen steigen in ihrer Karriere deutlich schneller auf, sie trauen sich mehr zu, sie gehen offen auf andere Menschen zu, sie sind mit sich, ihrem Aussehen und ihrem Styling zufrieden, sie haben viele Menschen, die ihnen wohl gesonnen sind, die sie respektieren und die gerne etwas mit ihnen unternehmen. Menschen mit einem guten Selbstbewusstsein geben anderen Halt, sind gut in Führungspositionen aufgehoben und lassen sich Frechheiten und Ungerechtigkeiten von anderen nicht gefallen.

Kann man über zu viel Selbstbewusstsein verfügen?

Theoretisch ja, aber diese besonderen Formen haben andere Namen, um sie genauer definieren zu können.

Selbstüberschätzung (auch Vermessenheitsverzerrung genannt): Bei dieser Form werden die eigenen Kompetenzen und das persönliche Können völlig falsch eingeschätzt. Man hält sich für den Größten, man glaubt alles schaffen zu können und hat gleichzeitig von der Thematik überhaupt keine Ahnung.

Selbstverliebtheit: Im Grunde ist die Selbstverliebtheit eine gute Sache, da es andere Begriffe wie Selbstwert, Selbstvertrauen und die Achtung vor einem selbst beinhaltet. Aber im allgemeinen Sprachgebrauch wird es sehr gerne mit Narzissmus gleich gestellt. Dabei ist explizit der Narzissmus eine krankhafte Form der Selbstverliebtheit und Selbstbewunderung. Im Duden wird der Begriff mit übersteigerte Selbstliebe, sowie Ichbezogenheit gleichgestellt.

Hochmut (Auch Arroganz, Blasiertheit, Einbildung, Anmaßung und Überheblichkeit): Ähnlich wie bei der Selbstüberschätzung, hält man sich für den allergrößten, jedoch nicht nur in Bezug auf die Fähigkeiten und Kenntnisse, sondern auch bezüglich des eigenen Wertes und Rangs.

So gesehen

Es gibt schon zu viel Selbstbewusstsein, das hat jedoch bei krankhaften Zügen nichts mehr mit Selbstbewusstsein zu tun, sondern mit einer der oben genannten Begrifflichkeiten. Man sollte unbedingt aufpassen, wie man sich gibt, denn zu viel Selbstbewusstsein, Selbstverliebtheit oder allgemein jede Form von Selbstüberschätzung lässt einen schnell einsam werden.

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Verena Walter

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