Zitronendiät – Ist sie gesund oder nicht?

Was ist die Zitronendiät?

Zitronen sind gesund, das steht außer Frage. Ihr hoher Vitamingehalt ist nicht von der Hand zu weisen und sehr gut für unser Immunsystem. Nicht umsonst werden uns viele Hustenbonbons mit Zitrone verkauft. Auch die dazugehörige Frische gefällt uns, aber muss man direkt eine Diät davon machen?

Bekannte Stars wie Beyoncé Knowles und Demi Moore sind von der Zitronendiät begeistert – mit ihr soll man innerhalb einer Woche eine ganze Hosengröße mühelos verlieren können. Von ihr gibt es verschiedene Varianten, die klassischste und bekannteste Fassung ist die, bei der man den Saft einer frisch gepressten Zitrone mit Wasser verdünnt, etwas Ahornsirup und Cayennepfeffer hinzu gibt und sich nur davon ernährt. Diese „Ernährung“ kommt dem Fasten gleich, denn in der Woche wird auf die restliche Nahrung verzichtet. Keine Kartoffeln, kein Brot, kein Fleisch, nicht einmal Gemüse.

Angefangen hat es mit dieser Diät in den 40er Jahren, als Stanley Borroughs sein Buch „The Master Cleanser“ veröffentlichte. Es wäre eine ideale Diät gegen Geschwüre und bei einer Entgiftungskur. Die Haut soll deutlich besser sein und der Körper soll in der Zeit entgiftet werden – vielmehr ist die Diät heutzutage aber bekannt, weil man mit ihr in kurzer Zeit viel Gewicht verliert.

 

Folgende Varianten gibt es:

Die klassische:

Hierbei wird zwischen 7 und 10 Tagen nichts gegessen, sondern reichlich der Ahornsirup-Zitronensaft-Cayennepfeffer-Wasser-Mischmasch getrunken. Täglich, so heißt es, sollen zwischen 3 und 8 Zitronen in dieser Mischung getrunken werden.

Die anderen:

Anders als bei der klassischen Variante, darf hierbei gegessen werden. Manche essen wie gewohnt, andere legen sich einen ausgeklügelten Ernährungsplan zurecht. Wer wie gewohnt isst und dabei den Saft-Mix trinkt, erhält eine Unterstützung für den Fettstoffwechsel (was wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden konnte) und zügelt den Appetit. Bei dem strengen Ernährungsplan ist jeden Tag etwas anderes vorgegeben. Den einen Tag soll man weitestgehend auf Zucker verzichten, den nächsten Tag ernährt man sich hauptsächlich von Vollkorn und den Tag darauf konzentriert man sich darauf wenig Fett zu essen. Bis zu 5 Mahlzeiten dürfen am Tag gegessen werden.

 

Setzt man auf die klassische Variante, kann man sich zwar über den Appetit zügelnden Effekt und die Entgiftung freuen, allerdings dient der Ahornsirup nur als eine Kalorienquelle und der Cayennepfeffer, der den Stoffwechsel ankurbeln soll, ist gar nicht so effektiv, wie erwartet. Um den Stoffwechsel richtig in Schwung zu bringen, müsste man eine unrealistische Menge davon zu sich nehmen.

 

zitrone

 

Und wie gesund ist diese Diät?

Wie gesagt: Die Zitrone an und für sich ist gesund – allerdings auch nur in Maßen. Wer über einen längeren Zeitraum zu viel davon nimmt, greift seine Magen- und Mundschleimhaut an, kann sogar Magenkrämpfte und Magenbluten verursachen. Wer länger als 7 oder 10 Tage diese Diät macht, riskiert definitiv einen der oben genannten Nebeneffekte. Natürlich kommt noch hinzu, dass die Zitrone zwar Vitamine hat, aber keine besondere Vielfalt besitzt und man mit der Diät (wie bei vielen anderen einseitigen Diäten auch) einen Nährstoffmangel riskiert. Zumal bereits der kurze Zeitraum und die Nebenwirkungen deutlich machen, dass diese Diät nur einen Jojo-Effekt zur Folge haben kann.

Zitronendiät – Ist sie gesund oder nicht?
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Verena Walter

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