Was tun bei Spielsucht?

Was ist überhaupt Spielsucht? Bei Spielsucht handelt es sich um eine Form von Abhängigkeit, bei der der Betroffene nicht aufhören kann ein oder mehrere Spiele zu spielen. Beim Aufstehen und kurz vor dem Schlafengehen denkt der Betroffene tagein tagaus nur an Spiele. Dabei haben die Spiele kein besonderes Schema. Man kann also nicht sagen, dass es sich dabei um Spiele handelt, bei denen man Geld ausgibt oder Geld gewinnen kann. Es können auch Browsergames, PC-Games, Spiele auf der Playstation oder einer anderen Konsole sein.

Zwar werden den Casinospielen wie Black Jack und 17 und 4 gerne den schwarzen Peter zugeschoben, doch eine Spielsucht geht weit über das Casino hinaus. Selbst in jungen Jahren können Menschen eine Spielsucht entwickeln. Dabei spielt es keine Rolle um welches Genre es sich handelt. Jeden Spieler macht ein anderes Game süchtig. In den 90ern waren es die Pokemon, später kam Yu-Gi-Oh! Und wir dürfen alle nicht den World of Warcraft nicht vergessen.

Wie äußert sich eine Spielsucht?

Für Außenstehende, die von der Thematik keineAhnung haben, ist es schwer diese Sucht zu erkennen. Ähnlich wie bei ADS-Patienten, werden Menschen von Außenstehenden als solches diagnostiziert, weil sie von der Thematik keine Ahnung haben und die kleinsten Abweichungen zu ihrer Person als ein Fehlverhalten missinterpretieren. Wenn für sie ein Kind ruhig und still zu sein hat, das Kind aber aufgeweckt und läuft gerne herum, dann wird es gerne als ADS-Patient betitelt.

Genauso sind die Menschen, die regelmäßig Spiele spielen nicht automatisch spielsüchtig. Wer aber jede freie Minute Spiele spielt und am echten Leben gar nicht mehr richtig teilnimmt, der gibt die ersten Anzeichen einer Spielsucht.

Deutliche Hinweise sind unter anderem:

  • gesteigerte und übermäßige Aggressivität, wenn der Strom ausfällt oder dem Betroffenen die Spielmöglichkeit nimmt
  • Auf Fragen wird nur noch kurz und genervt geantwortet – man stört schließlich beim Spielen
  • Schule und / oder Arbeit werden vernachlässigt
  • Die Person ist jede freie Minute am Handy, Laptop, Tablet, PC oder einer anderen Konsole
  • Geld verschwindet und der Betroffene hat immer mehr neue Spiele
  • soziale Interaktionen werden auf ein Minimum reduziert

Was kann man gegen Spielsucht tun?

Spiele sind eigentlich etwas Schönes, denn sie können helfen viele Fähigkeiten aufzubauen und zu verfeinern. Dazu gehört unter anderem die Logik, Geschicklichkeit, Strategie, Timing, Organisation und manche Spiele geben sogar einen Einblick in den Alltag verschiedener Berufsgruppen. Wenn es jedoch zur Sucht wird und man sich keine freie Minute mehr ohne die Spiele vorstellen kann, dann muss man etwas dagegen unternehmen. Aber was ist die beste Methode etwas dagegen zu unternehmen?

Zunächst einmal muss der Betroffenen verstehen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Der Spielsüchtige muss erkennen, dass das was er tut und die Menge in der er es tut, nicht gut ist für ihn, für die Gesundheit, für die Familie, die Karriere und womöglich auch für andere Mitmenschen. Danach muss der Betroffene die Hilfe wollen, die man ihm anbietet und er muss gewillt sein sein Leben verändern und verbessern zu wollen.

Hierzu ist eine professionelle Hilfe immer eine gute Wahl, denn wie bei vielen anderen Krankheiten gibt es auch bei Spielsucht viele Gründe für die Ursache. So kann es bei Gewinnspielen sein, dass die Jagd nach dem schnellen Geld so verlockend ist, bei einem anderen ist es womöglich eine Depression, die einen dazu bringt nur spielen zu wollen. Und wieder andere spielen, weil sie eine verzerrte Wahrnehmung haben und dem Spiel eine viel zu hohe Priorität geben.

Kann man von Spielsucht geheilt werden?

Bedauerlicherweise nicht. Man kann die Spielsucht nicht komplett aufhalten, aber man kann sie ausbremsen, indem man keine Spiele mehr spielt. Das beinhaltet viel Disziplin und viel Kraft. Wichtig ist hierbei, dass die Angehörigen über das Problem informiert sind und einem mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wie bei einem trockenen Alkoholiker ist es viel einfacher und viel besser mit dem Teufelszeug (sprich, der Sache, die einen süchtig macht), nichts mehr zu tun zu haben. Schon ein kleines Glas Alkohol kann den trockenen Alkoholiker wieder rückfällig machen. Genauso kann ein kleines Kartenspiel einen Spielsüchtigen dazu animieren wieder damit anzufangen.

Wie denkt ihr über Spielsucht?

Kennt ihr jemanden, der davon betroffen ist oder habt ihr selbst das Problem mit der Spielsucht? Was gefällt euch an Spielen besonders und welche Games zockt ihr gerne? Wie viele Stunden eurer Freizeit gehen für Games drauf und Was für Games sind das? Hinterlasst einen Kommentar mit eurer Meinung und euren Ansichten. Ihr könnt den Beitrag auch gerne teilen und ihr dürft (wenn ihr wollt) den Artikel mit dem Sternesystem bewerten.

Ich wünsche euch einen großartigen Tag und viel Erfolg (in Games und im echten Leben).

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Verena Walter

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