Was sind MRE? Meal Ready to Eat

Wahrscheinlich hat der eine oder andere schon mal was von MRE oder dem MRE-Taste-Testing gehört. Diese werden überwiegend auf der Videoplattform Youtube präsentiert und im Detail vorgestellt.

Aber was ist ein MRE?

Die Abkürzung MRE stammt, wie viele andere Kürzel, aus dem Englischen und bedeutet Meal Ready to Eat (kurzum ein Fertiggericht). Bei den MREs auf Youtube handelt es sich speziell um Fertiggerichte aus dem Militär. MRE steht auf Youtube somit auch gleichzeitig für Military Ration Eating.

Was enthält so ein MRE?

Aufgrund der verschiedenen kulturellen Differenzen bezüglich der Speisen, sind in so einem Military Ration Pack (MRP) je nach Herkunftsland auch unterschiedliche Gerichte drin. In dem Ration Pack der Japaner befindet sich beispielsweise kein Brot. In Japan ist Brot nicht üblich, stattdessen ist Reis vorhanden.

Die einzelnen Gerichte, aber auch die Getränke sind je nach Länderpräferenz abgestimmt, aber es gibt auch IMPs (Individual Meal Packs), bei denen persönliche Wünsche berücksichtigt werden können. Wer beispielsweise keinen Kaffee mag, muss auch kein Päckchen mit Instantkaffee mit sich nehmen, sondern bekommt stattdessen einen Teebeutel. Gleiches gilt auch für Speisen, damit Vegetarier nicht genötigt sind Fleischgerichte zu essen.

Für wie lange halten die MREs?

Ein MRE ist ausgelegt für einen Tag (sprich für 24 Stunden). Somit enthält es ein Gericht fürs Frühstück, Mittagessen und Abendessen. So ein MRE ist aber nicht nur für die notwendigsten Bedürfnisse gepackt, es enthält neben den Speisen und ein paar Getränken auch etwas Süßes, etwas für die Zahnhygiene, Streichhölzer, ein Feuchtigkeitstuch, Besteck (meist ein Löffel), ein paar Päckchen mit Salz, Pfeffer und/oder auch mit Zucker und manchmal auch einen Zahnstocher, sowie wahlweise erfrischende Bonbons oder auch Kaugummi. Da Brot meist nicht so lange haltbar gemacht werden können, ohne an Geschmack zu verlieren, sind Kräcker keine Seltenheit – und je nach Herkunftsland gibt es Aufstriche mit Käse, Marmelade, Haselnuss oder etwas fleischiges.

Wie bereitet man die MREs zu?

Damit sie möglichst lange haltbar bleiben, sind viele Speisen der MREs getrocknet und müssen mit heißem Wasser reanimiert werden. Einfach die angegebene Menge an heißem Wasser hinzu gießen, je nach Verpackungsanleitung schütteln oder rühren, schließen und kurz stehen lassen. Für andere Speisen gibt es auch die Möglichkeit das fertige Gericht (vakuumverpackt) in heißem Wasser ziehen zu lassen oder in einer „Heating Unit“ aufzuwärmen. Dabei handelt es sich um eine Plastikverpackung, bei der das Hauptgericht verpackt hinein getan wird, anschließend kommt ein winziger Schuss Wasser hinzu und man klappt die offene Seite um. Jetzt wird vorsichtig geschüttelt, sodass die chemische Platte im Beutel überall mit Wasser in Berührung kommt. Manche dieser Heating Units werden zurück in die Pappverpackung gepackt aus der das Hauptgericht geholt wurde, andere klemmt man einfach zu und tut sie beiseite (vorsichtig, damit kein Wasser austritt). Je nach Anleitung wartet man 2 – 3, manchmal aber auch 10 Minuten. Je nach Hersteller sind die Verpackungen so konzipiert, dass man direkt aus ihnen essen kann, sie aber mit einer Hand halten muss, oder sie sind so clever gemacht, dass sie von alleine stehen können.

Wer mehr über MREs erfahren möchte, sollte unbedingt bei Emmymadeinjapan vorbei schauen, sie hat so einige der MREs gemacht und zeigt haargenau, was sich in welchem MRE befindet. Ich finde, dass sie die einzelnen Dinge sehr gut beschreibt und auch gut erklärt, wie es schmeckt.

Hier ein kleines Video als Einblick.

 

 

Neugierig geworden? Ihr könnt euch auch MREs nach Hause schicken, wenn ihr die mal selbst probieren möchtet.

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Verena Walter

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