Vom Hobby zum Beruf

Ich finde es immer wieder großartig, wenn ich Menschen sehe, die ihr Hobby zum Beruf machen können. Man merkt im Ergebnis ganz deutlich den Unterschied zwischen einem Menschen, der mit Leidenschaft und Eifer dabei ist oder ob jemand einfach nur „seine Arbeit macht“.

Worin liegt der Unterschied?

Menschen, die mit Leidenschaft an ihre Arbeit gehen, haben Spaß an dem was sie tun. Ihnen ist keine Mühe zu viel, um ein fantastisches Ergebnis zu erzielen und das zu erreichen, was sie erreichen wollen. Sie lernen mit Freuden dazu, wenn es Neuerungen gibt und sie haben kein Problem damit auch hier und da ein wenig länger zu arbeiten. Menschen, die sich ihre Arbeit ausgesucht haben, geben mehr als 100 % und sind immer positiv auf ihre Arbeit eingestellt.

Menschen, die „irgendeinen“ Job ausüben, geben sich meistens nicht mehr Mühe als nötig und schaffen genau das, was man von ihnen erwartet. Sie sollen eine Präsentation erstellen? Sie erstellen eine Präsentation. Sie sollen eine Wohnung putzen? Sie kümmern sich um die Reinigung. Sie bewerben sich als Kellner und tragen das Essen von der Küche zum Gast. Aber ihnen merkt man an, wenn sie keine Freude an der Arbeit haben, wenn sie ständig zur Uhr schauen und die Stunden zählen und wenn sie schlecht gelaunt sind.

Natürlich kann auch ein Mensch mit Leidenschaft mal einen schlechten Tag haben, aber da dieser Mensch an seinem Job hängt, überlegt er es sich zwei Mal, ob er patzig zum Gast ist oder nicht.

Selbstständigkeit

Bei manchen Berufszweigen ist es problemlos möglich sich selbstständig zu machen. Beispielsweise im Bereich KFZ. Zwar muss man gut ausgebildet sein, im Bereich der KFZ-Technik stets auf dem neuesten Stand sein, genügend Selbstbewusstsein haben und braucht ausreichend Geld, um das nötige Equipment zu kaufen, aber mit einem guten Finanzplan und entsprechender Kreditwürdigkeit ist dieses Problem schnell geklärt.

Wer sich selbstständig machen will, braucht Motivation, muss Eigeninitiative zeigen und sollte dabei das Wichtigste nicht aus den Augen lassen: Den Kunden. Alles was in die Planung und die Umsetzung fällt, muss dem Kunden dienen und muss letzten Endes ihm gefallen. Natürlich darf man sich und seine eigenen Wünsche nicht vernachlässigen, aber es gibt Ausnahmen.

Ein Beispiel: Ein Kunde kommt in die Werkstatt und möchte sein Auto umlackiert haben. Anstelle seines eleganten Silbertons möchte der sein Auto in einem leuchtenden Pinkton erstrahlen sehen. Hier mag es sein, dass einem selbst die Vorstellung nicht gefällt und man am Ende mit dem Produkt nicht zufrieden ist, doch wenn der Kunde diese Bestellung macht, dann muss man sie umsetzen. Es sei denn, es wäre eine wahnwitzige technische Bestellung, bei der man weiß, dass man das nicht miteinander kombinieren kann, dann ist es besser den Kunden im Vorfeld zu beraten.

Wie erstellt man einen vernünftigen Plan für die Bank?

Kfz-Werkstatt Auto auf einer Hebebühne

Bei einer Selbstständigkeit im KFZ-Bereich muss man sich zunächst festlegen, in welchem Bereich, der KFZ-Möglichkeiten man tätig sein möchte. Möchte man ganz normale Autos reparieren? Will man Zweiradmechaniker sein? Oder möchte man sich um die Instandhaltung und Reparaturen großer Fahrzeuge kümmern?

Erst nachdem man sich auf eine Richtung festgelegt hat, kann man nach einer entsprechenden Werkstatt schauen, die man kaufen bzw. umbauen kann und weiß was die dazugehörigen Materialien bezüglich des Werkzeugs, der Hebebühnen, der Ersatzteile und Maschinen kosten.

Hierbei sollte man nach der Effizienz, dem Bedarf und dem Preis schauen. Eine Hebebühne mit 4 Säulen ist kostspieliger als eine Hebebühne mit 2 Säulen und nicht jede Hebebühne kann das gleiche Gewicht tragen. Das alles sollte bei der Kalkulation mitberechnet werden, bevor der Plan erstellt wird.

Hat man alles durchgeplant und einen entsprechenden Plan fertig, kann man diesen der Bank vorlegen und alles in die Wege leiten.

Hobby als Hobby

Doch nicht jeder kann, muss oder will sein Hobby zum Beruf machen – und das ist völlig in Ordnung. Das gilt insbesondere für Menschen, die mehrere Hobbys haben. Der eine liest gerne Bücher und arbeitet in einer Bibliothek und widmet sich Daheim seinem künstlerischen Talent. Der andere kümmert sich hauptberuflich um die Renovierung von Häusern und schraubt privat gerne an seinem Auto herum.

Nicht immer ist es ein Muss, dass man einem Job nacheifert, bei dem man viel Spaß empfindet – bei einigen Berufszweigen ist das mit der Familie schwer vereinbar oder stellt sich zumindest als schwierig heraus – beispielsweise bei der Schichtarbeit, wenn Papa in 3 Wochen 3 Mal eine andere Schicht hat und man ihn manchmal kaum zu Gesicht bekommt.

In anderen Fällen könnte man sein Hobby zum Beruf machen, hat aber das Gefühl nicht genügend Know-How zu haben oder verfügt nicht über ausreichend Selbstbewusstsein. Aber das ist nicht schlimm, solange man sein Hobby als Ausgleich beibehalten kann.

Das Wichtigste im Leben

Das Wichtigste im Leben ist immer, dass man glücklich ist und tiefgreifende Entscheidungen nicht bereut. Das ist schwierig, weil man nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft. Aber dann sollte man aus dieser Entscheidung lernen und es beim nächsten Mal besser machen. Wenn man in mehr als 80 % der Zeit mit dem zufrieden ist, was man tut und wie es den Menschen im eigenen Umfeld geht, geht es einem gut.

Daher sollte jeder für sich schauen, dass er sich nicht mit einer Arbeit quält, die er hasst; dass er ausreichend Zeit für sein Hobby findet; dass man sich nur mit lieben, motivierenden, aufbauenden und unterstützenden Menschen umgibt und dass man anständig mit anderen, aber auch mit sich umgeht.

Im eigenen Leben ist man selbst der wichtigste Mensch, warum sollte man nicht auf sich selbst am meisten Acht geben?

Und bei euch?

Seid ihr mit euren Entscheidungen zufrieden? Übt ihr euer Hobby beruflich aus oder ist es euer Hobby geblieben? Kennt ihr Menschen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben? Erzählt mir eure Geschichten und lasst auch andere an euren Erfahrungen teilhaben.

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Verena Walter

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