Streamer werden – Lohnt sich eine Karriere als Streamer?

Streamer werden lohnt sich das?

Früher waren die Menschen erpicht darauf, dass die Kinder etwas Anständiges lernen. Dass sie Tischler werden, Arzt, Handwerker oder einen anderen, anerkannten Beruf. Vor allem das viele Sitzen am Computer oder das Daddeln an der Konsole geht vielen Eltern gewaltig auf die Nerven. Sie können sich auch nicht vorstellen, dass man mit dem Sitzen vor der Kamera und dem Plaudern im Internet Geld verdient.

„Das ist nichts anständiges“, sagen sie. „Du musst einen echten Job annehmen, du brauchst ein Studium, du musst eine Ausbildung machen. Damit lässt sich kein Geld verdienen!“

Aber das stimmt schon lange nicht mehr. Mit Streamen lässt sich für Streamer Geld verdienen – und das sogar ziemlich gut. Allerdings sollte man hierzu ein paar wichtige Tipps und Regeln beachten. Generell ist Streamer werden nicht schwer, aber man muss eben einiges beachten.

Welche das sind und wie man sich im Internet verhalten sollte, erfahrt ihr hier und heute in diesem spannenden Artikel.

Regel 1: Gute Internetverbindung

Wer streamen möchte, braucht eine starke Internetverbindung. Das Problem ist nicht, wenn der Stream einmalig ab rauscht, weil der Router sich neu startet, sondern eine derart miese Internetverbindung, sodass der Ping viel zu hoch ist und die Internetleistung bei der schlechtesten Streamingqualität voll ausgelastet ist.

Die Menschen haben viele Möglichkeiten zahlreiche Internetdienste und Streamer zu nutzen, um sich die Zeit zu vertreiben. Wenn also euer Stream aufgrund einer miesen Bambusleitung nicht schaubar ist, und man euch überhaupt nicht versteht, dann werden die Leute euch auch nicht lange zuschauen.

Regel 2: Gutes Equipment

Nicht nur das Internet sollte gut sein, auch euer PC sollte leistungsstark sein. Niemand möchte einem Streamer zugucken, bei dem die Streamingqualität nur „bescheiden“ ist, weil er zwischen zwei Bildschirmen oder dem einen und dem anderen Spiel wechselt. Die Spiele sollten nicht ruckeln und wenn ihr streamt, dann sollte auch das Programm nicht so viel Leistung fressen, dass sich euer PC aufhängt.

Auch gute Kopfhörer und ein anständiges Mikrofon gehören dazu. Ihr braucht nicht unbedingt Softboxen, aber ein anständiges Licht, wenn ihr mit Kamera streamt. Und ebenso sollte natürlich auch die Kamera nicht das billigste Modell sein, sodass man nur Pixel sieht, wenn ihr sie einschaltet.

Regel 3: Privatsphäre

Natürlich möchten die Menschen, die euch beim Zocken oder beim Labern, beim Kochen oder einer anderen Tätigkeit zuschauen auch etwas über euch erfahren. Aber passt damit auf was ihr über euch preis gebt. Einige Dinge gehören nicht in den Stream und ihr solltet auch nicht alles über euch verraten, beispielsweise, wenn ihr nicht wollt, dass die Leute euren Wohnort erfahren.

Diesbezüglich ist ein Postfach eine gute Möglichkeit in eurem Umfeld eine Adresse für Fanpost zu errichten, ohne dass ihr eure richtige Adresse leaked.

Regel 4: Freundlichkeit

Damit ihr möglichst viele Zuschauer gewinnt (und langfristig behaltet), ist es wichtig, dass ihr freundlich zu euren Zuschauern seid. Das bedeutet, dass ihr auch den einen oder anderen Spaß vertragen könnt oder auch freundlich, aber bestimmt darauf hinweist, wenn ihr bestimmte Gags oder Ausdrucksweisen nicht haben möchtet.

Ansonsten freuen sich die Leute, wenn ihr auf den Chat eingeht, die Leute begrüßt, ihnen für Donations, Follows, Abos und andere Geschenke dankt und zeigt, dass ihr sie wertschätzt.

Regel 5: Gute Laune

Wozu ist ein Stream da? Meist um die schlechte Laune im Alltag verschwinden zu lassen. Die Leute kommen von der Schule, von der Arbeit oder haben im Laufe des Tages viel zu tun gehabt und möchten sich von eurer guten Laune anstecken lassen. Wenn ihr also mal richtig mies drauf seid und ihr nicht in der Lage seid, beim Einschalten des Streams den Schalter umzulegen und gute Laune zu versprühen, dann teilt den Leuten lieber mit, dass der heutige Stream ausfällt, als wenn ihr womöglich in Rage jemanden anblafft.

Regel 6: Interaktionen mit dem Chat

Die Zuschauer freuen sich, wenn sie auch außerhalb eures Streams miteinander Kontakt aufnehmen und auch mit euch sprechen können. Dazu ist es sinnvoll beispielsweise einen kostenfreien Discordserver zur Verfügung zu stellen, wo ihr auch in einem passenden Channel mitteilen könnt, wann eure Streamingzeiten sind und wenn ein Ausfall stattfindet.

Wer keinen Discord hat oder nutzt, sollte nicht verzagen, denn als Streamer ist es sinnvoll zusätzlich einen Account auf Facebook, Instagram oder Twitter zu haben, um dort die eine oder andere Nachricht zu posten.

Regel 7: Feste Streamingzeiten

Damit ihr nicht in Vergessenheit geratet, solltet ihr regelmäßige, feste Streamingzeiten haben. Beispielsweise immer von montags bis freitags von 19 bis 22 Uhr. Oder immer dienstags und donnerstags – oder „nur am Wochenende.“

Dabei solltet ihr euch danach richten wann es euren Zuschauern am besten passt, wann ihr es einrichten könnt und wie viel Energie ihr habt. Einen Stream spät in der Nacht zu starten ist nicht besonders sinnvoll, wenn ihr dann doch schon um 20 Uhr kurz davon seid todmüde ins Bett zu fallen.

Regel 8: Der richtige Content

Jeder Zuschauer interessiert sich für was anderes – aber auch die Streamer interessieren sich für unterschiedliche Dinge. Es ist nicht besonders klug sich auf ein Genre festzulegen, wenn man aber für mehrere Dinge Interesse hat – und es ist genauso unklug sich auf ein Thema zu stürzen, nur weil es viele Menschen interessiert, man damit aber überhaupt nichts anfangen kann.

Schaut was euch gefällt und was euch interessiert und lasst die Zuschauer daran teilhaben.

Regel 9: Eine gute Aussprache

Wer erfolgreich auf Twitch oder einer anderen Streamingplattform sein möchte, der muss nicht mehrere Sprachen sprechen und muss auch nicht ein Dialekt-Jongleur sein. Aber derjenige sollte eine gute Aussprache haben, damit er gut verstanden wird. Man muss nicht besonders formell sprechen oder den „Jugendslang“ treffen, wenn man schon im gehobenen Alter ist. Aber die Zuschauer sollten nicht rätseln müssen „Was hat er gerade gesagt?“ oder „Hat das jetzt irgendwer verstanden?“

Regel 10: Skills

Besonders wichtig ist beim Streamen auch, dass man gut ist in dem was man tut. Niemand hat Lust jemandem beim Spielen von Games zuzusehen, wenn er von früh bis spät nur versagt. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Zuschauer von einem erwarten durchgehend fehlerfrei zu spielen. Aber wer in einem einfachen Kinderspiel nicht mal die einfachsten Aufgaben erledigen kann, wird nicht besonders beliebt sein und auch von anderen Streamern nicht ernst genommen.

Wichtig ist aber vor allen Dingen multitaskingfähig zu sein und nicht nur ständig aufs Zocken konzentriert zu sein, sondern auch mal im Chat mitlesen und auf ihn eingehen zu können.

Habt ihr schon versucht zu streamen?

Was fasziniert euch am Streamen? Welche Plattform gefällt euch dafür am besten und was würdet ihr gerne streamen? Wie sieht es bei euch mit dem Equipment aus? Habt ihr alles, was notwendig ist? Besitzt ihr die notwendigen Talente und Fähigkeiten?

Ihr könnt euch gerne in den Kommentaren über eure Gedanken, Ansichten, Erfahrungen und Meinungen austauschen, dürft den Beitrag liebend gern auf Facebook und anderen Plattformen teilen und wenn ihr Zeit und Lust habt, freue ich mich auf eure positive Bewertung.

Ich wünsche euch mit eurem Vorhaben viel Erfolg und drücke euch die Daumen, dass alles so klappt, wie ihr es wollt.

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Verena Walter

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