Schwangerschaft, Mütter und andere Mütter.

Als meine Freundin vor knapp 4 Jahren die Nachricht erhalten hatte, das sie schwanger war, war sie überglücklich, zumal es bei ihr mehrere Faktoren gab, die die Aussichten auf eine Schwangerschaft erschwerten. Es war ein wahres Wunder, als sie davon hörte, dass sie schwanger war, ohne die Hilfestellungen von Ärzten in Form von Hormonbehandlungen oder ähnlichem. Wir alle haben uns für sie und mit ihr gefreut, denn bis es endlich soweit war haben sie jahrelang alles dafür gemacht. Sie hatte ihre Ernährung umgestellt, gebetet, ihre fruchtbarsten Tage ausgerechnet und und und.

Wann bin ich fruchtbar?

Eine Frage, die immer wieder auftritt: Wann bin ich fruchtbar? In welchem Zeitraum ist die Frau besonders empfänglich?

Im Normalfall heißt es: Die Frau ist ungefähr 2 Wochen vor Zyklusende empfänglich. Allerdings ist die Frau nach dem Eisprung lediglich 12 bis 24 Stunden fruchtbar. Wird der Zeitpunkt verpasst, muss man bis zum nächsten Eisprung warten. Dadurch, dass das Spermium jedoch zwischen 5 und 6 Tagen im Uterus überlebt, kann die Frau auch schwanger werden, wenn der Eisprung erst nach dem Sex einsetzt.

Wie verändert sich die Frau in der Schwangerschaft?

Eine Schwangerschaft ist eine tiefgreifende Veränderung, die natürlich auch dafür sorgt, dass Mann und Frau sich weiter entwickeln – nämlich in Richtung familiäres Denken.

Das geschieht jedoch nicht überall im gleichen Rahmen. Während sich bei einigen Müttern das ganze Leben nur um ihren Nachwuchs dreht, haben andere Mütter mehr als nur diese eine Priorität. Genauso gibt es Mütter, für die ihr Sonnenschein das schönste, beste, tollste, intelligenteste, sportlichste, talentierteste, niedlichste, friedliebendste Kind auf der ganzen Welt ist, das niemals irgendwem was böses tun würde; und es gibt Mütter, die grundsätzlich genervt sind, wenn ihr Kind etwas will – und sei es nur eine Frage.

Meine Freundin hat sich bereits während der Schwangerschaft deutlich verändert. Wie bei allen Situationen, in denen sich etwas verändert hat, ist man so gehyped, dass man kaum ein anderes Thema in den Mund nehmen kann, als das wovon man betroffen ist. Kranke Menschen setzen sich mit ihrer Krankheit auseinander, Lottogewinner geben zuweilen gerne mit ihrer Kohle an und Mütter schwärmen bereits ab Stunde 1 von ihrem Sprössling. Das ist völlig normal und ich sehe da nichts Verkehrtes dran, wenn eine Mutter sich umgehend über die Schwangerschaft, die Erziehung von Kindern und dergleichen informiert. Auch ist es absolut verständlich, dass die Mutter kaum mehr als dieses Gesprächsthema hat, weil die Schwangerschaft für sie a) ständig zugegen ist, b) sie noch mitten drin steckt und c) alles absolut neu ist. Gerade in der ersten Schwangerschaft, in der man alles das erste Mal hautnah erlebt, ist es eine sehr intensive Erfahrung, die sie mit allen anderen teilen wollte – und dabei so manches mal dem einen oder anderen Menschen mit der mangelnden Themenvielfalt auf die Nerven ging (nicht mir, aber anderen :P)

Liebe in der Schwangerschaft?

Liebe in der Schwangerschaft

Ich kann nicht beurteilen, wie es bei ihr gelaufen ist, aber bei vielen Frauen habe ich gehört, dass es mit dem Sex in der Schwangerschaft schwierig ist, weil so mancher Mann Angst hat, er könnte dabei das Kind verletzen oder treffen. Dabei ist es völlig okay und ganz normal Liebe während der Schwangerschaft auszuüben. Es ist sogar sehr gesund und gut für die Beziehung. Außerdem ist Sex in den späteren Monaten sehr gut, um Wehen einzuleiten und die Mutter zu entspannen. Die Sorge mancher Männer ist verständlich, in der Regel aber völlig unbegründet. Ihr könnt eure Frau lieb haben, wie ihr wollt. Mit Worten, Geschenken, körperlich, das ist alles nur gut für die Mutter, für euch und für euer Kind. Denn wenn es Mama gut geht, geht es auch dem Kind gut.

An wen sollte man sich wenden?

Wenn man zu den Themen Schwangerschaft, Verhütung und Sexualität viele Fragen hat, sollte man sich auf alle Fälle informieren – aber bitte an der richtigen Stelle. Internetseiten wie Die-Sexualität.de und natürlich auch der Frauen- bzw. Kinderarzt sind immer die besten Ansprechpartner für diese Bereiche. Natürlich kann man sich auch an Mütter wenden und diese nach ihrem Rat fragen, zum Beispiel die eigene Mutter, die Schwiegermutter, die Verwandtschaft, Nachbarn, Freunde, Bekannte und vieles mehr.

Aber egal ob man noch schwanger oder das Kind bereits auf der Welt ist: Nicht jede Mutter meint es gut mit anderen Müttern. Manche Frauen sind regelrechte Übermamis und müssen sich mit ihrem Wissen, ihrem Eifer, ihrer Leidenschaft oder was auch immer in den Mittelpunkt stellen und machen andere Mütter gerne zur Sau – oftmals wegen Nichtigkeiten.

Ich habe beispielsweise einen Forenbeitrag gesehen, in dem eine Mutter fragte, was die beste Babynahrung sei. Kurz darauf entfachte eine schreckliche Schimpftirade der Übermamis, warum sie das Essen für ihr Kind nicht selber kochen würde. Viele Infos zum Thema habe ich auch unter Die-Sexualitäet.de gefunden. Aber auch außerhalb des Internets findet man diese Frauen, die sich damit profilieren müssen, wie gut sie ihr Kind erziehen. Dabei würden sie bedeutend mehr Anerkennung und Sympathie gewinnen, wenn sie anderen Müttern mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft unterstützen würden.

Eure Meinung?

Wie geht es euch mit den Themen Schwangerschaft und andere Mütter? Habt ihr nette Mütter in eurem Umfeld kennen gelernt oder habt ihr auch die eine oder andere Übermami in eurer Umgebung, die sich als beste Mutter der Welt aufspielen muss? Wie denkt ihr über solche Mütter und wie stellt ihr euch die Schwangerschaft vor (oder wie habt ihr sie erlebt? Erzählt von euren Geschichten, wir sind gespannt!

Schwangerschaft, Mütter und andere Mütter.
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Verena Walter

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