Schlechte Gewohnheiten los werden

Viele Menschen arbeiten daran ihre schlechten Gewohnheiten los werden zu wollen, doch es fällt ihnen unheimlich schwer. Jeder hat eine andere schlechte Gewohnheit, die er aufgeben möchte: Der eine möchte gerne weniger herumsitzen und sich mehr bewegen, der nächste hat vor mit dem Rauchen aufzuhören und wieder ein anderer will unbedingt eine gesündere Ernährung einschlagen. Klingt alles eigentlich sehr simpel – aber so einfach ist das meistens gar nicht.

Guter Vorsatz reicht nicht

Einen guten Vorsatz zu haben genügt nicht. Meistens sind die guten Vorsätze eine spontane Idee, die man aufgefasst hat und für diesen Moment auf jeden Fall umsetzen möchte. Viele spontanen Eingebungen halten aber nicht lange an. Demzufolge fehlt die Disziplin – und die richtige Planung. Dazu gehört deutlich mehr Willen und mehr Planung.

Die Planung

Anstatt einen Wunsch einfach „irgendwie“ umzusetzen, sollte man sich zumindest ein paar Gedanken machen und sich mit dem Thema auseinander setzen. Geht es beispielsweise um eine Diät, sollte man sich darüber informieren: Welche Arten abzunehmen gibt es? Welche Methode ist gesund? Welche Methode ist passt zu mir? Mit welcher Sportart würde mir das Abnehmen Spaß machen? – Das Gleiche gilt auch für andere Vorsätze. Beispielsweise fürs Rauchen: Welche Methoden mit dem Rauchen aufzuhören gibt es? Wie haben andere mit dem Rauchen aufgehört? Was ist schnell und effektiv? Wie viel Geld muss ich für etwaige Hilfsmittel (Nikotinpflaster, Nikotinspray etc.) ausgeben? Und so weiter.

Unterstützung

Die richtige Unterstützung bei seinem Vorhaben, hilft der Sache ungemein. Zuerst geht man vielleicht zu einem Arzt, einem Berater, einem Coach bzw. einer Kursleitung (Sport, Abnehmen, Rauchen etc.) und bespricht mit ihm die einzelnen Punkte. Mit dem Profi kann man sich einen Plan erstellen und mithilfe von regelmäßigen Treffen weitere Tipps einholen, sowie die Resultate besprechen. Freunde und Familie sind ebenfalls wichtige Ansprechpartner und sollten für das Vorhaben unbedingt mit eingebunden werden. Sie müssen über die Pläne informiert werden, insbesondere, wenn man Probleme bei der Umsetzung hat. Einigen Menschen fällt es nämlich schwer „Nein“ zu sagen, wenn ihre Mitmenschen genau das tun. Sitzt man beispielsweise gemeinsam bei Kaffee und Kuchen im Lokal und bestellt sich nur ein Wasser oder einen simplen Kaffee, sollten die Freunde vielleicht – wenn man nicht widerstehen kann, so viel Rücksicht nehmen und vielleicht in der Gegenwart keinen Kuchen ordern.

Gefahrenquellen meiden

Wenn man kann, sollte man (sofern man nicht genügend Willenskraft hat), unnötige Gefahrenquellen meiden. Das bedeutet, dass man vielleicht nicht die Straße nimmt, in der der Zigarettenautomat hängt, dass man nicht in die Kneipe geht, wo alle rauchen, dass man nicht unbedingt dort entlang geht, wo der Bäcker mit den leckeren Snacks oder das Lieblings-Fast-Food-Restaurant ist. Es bedeutet aber auch, dass man sich eventuell zu einigen seiner Mitmenschen etwas Abstand halten muss. Manche Freunde, Verwandte, Kollegen oder dergleichen verstehen es nämlich nicht, wenn man „Nein“ sagt bzw. wollen es nicht verstehen. Man kann ihnen erklären, dass man man abnehmen möchte oder sich mit der Disziplin ohnehin schwer tut, und dann wird es nicht einfach hingenommen, sondern es wird argumentiert. Aber es wird dabei nicht einfach mit vernünftigen Argumenten diskutiert, sondern man wird gleich persönlich – und damit werden viele Menschen bereits hart getroffen. „Du machst dir das Leben aber schwer“, „Oh mein Gott, was für eine Spaßbremse“ oder ähnliches. Hauptsächlich wird man als etwas bezeichnet oder hingestellt, was man nicht sein möchte, also lässt man sich wieder breit schlagen, und all die guten Vorsätze sind passé.

Gewohnheiten durch andere ersetzen

Dies klappt meist am Besten. Viele Menschen können es nicht ertragen, wenn sie eine Gewohnheit sausen lassen und an ihrer Stelle nur noch gähnende Leere ist. Bei dem Vorsatz sich mehr zu Bewegen ist die Faulheit (zumindest in der Theorie) leicht besiegt, indem man die faule Zeit mit ein paar Aktivitäten füllt. Man geht spazieren, man treibt Sport, geht ins Fitnessstudio, ins Schwimmbad, mit Freunden weg oder tritt vielleicht sogar einem Tanz- oder Fitnesskurs bei. Aber was machen Menschen, die sonst immer geraucht haben? Sie können nicht einfach mit dem Rauchen aufhören und stattdessen nichts machen. Sie müssen irgendwas sinnvolles machen. Zum Beispiel ein schönes Hobby suchen, mit dem sie ihre Finger beschäftigen. Meistens ist es so, wenn jemand mit dem Rauchen aufhört, dass er aus Gewohnheit diese Bewegung (etwas in Richtung Mund zu schieben) beibehält – und darum wird oftmals ersatzweise gegessen. Das ist vielen Rauchern unangenehm, denn davon nehmen sie zu (und das nicht nur wenige Kilos, sondern meist gleich mehrere Kilos.

Welche schlechten Gewohnheiten habt ihr bekämpft? Wie habt ihr das hingekriegt? Oder habt ihr noch schlechte Gewohnheiten, die ihr ändern möchtet?

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Verena Walter

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