Reizdarmsyndrom – wenn der Lokus im Fokus steht

Wer schon einmal etwas vom Reizdarm gehört hat, der wird wissen, wie viel Freude dahinter steckt (Ironie off). Ich hatte von diesem Syndrom noch nie was gehört und ich bin froh, dass ich bislang davon verschont bin; mir wurde aber mal das Glück zuteil in einer Fernsehsendung davon zu hören.

 

Reizdarm

 

Es ging um eine Frau, ihr Job war Krankenschwester, die von heute auf morgen, ein Problem hatte. Plötzlich ging es mit ihr los und sie rannte laufend zur Toilette. Während der Arbeit, im Privatleben, Daheim oder wenn sie ausging, jedes Mal war die Toilette der Mittelpunkt. Es wurde so schlimm, dass sie sich irgendwann schon gar nicht mehr getraut hatte mit ihren Freunden irgendwo hin zu gehen, aus Angst ihr könnte ein Malheur passieren.

Sie hatte sich in ihre eigenen 4 Wände zurück gezogen und versucht mit Entspannung und einer Wärmflasche gegen das Problem anzugehen – und ein wenig mochte es geholfen haben, aber es wurde und wurde nicht besser. Sie wollte sich das Leben aber nicht von ihrem Darm bestimmen lassen und ist daraufhin zu zahlreichen Ärzten in ihrer Klinik gegangen. Nachdem der erste keinen Rat wusste, hatte er sie an einen Kollegen geschickt, der ebenfalls keine hilfreiche Diagnose stellen konnte. Das ging dann so weit, dass man sie zu einem Spezialisten außer Haus geschickt hatte, der dann endlich die Ursache ihrer Probleme erkannt hat: Reizdarm!

Anschließend schickte der sie zu einer Ernährungsberaterin, die sich mit der Problematik des Reizdarms auskannte und machte mit ihr einen Ernährungsplan fertig, bei dem Lebensmittel wie Kohl und Kohlsorten weitestgehend von der Liste gestrichen wurden – die würden das Problem nur verschlimmern. Dafür kamen mehr Vollkornbrot und andere gesunde Sachen auf den Plan. Ebenso hat man ihr ein paar Medikamente verschrieben, die ihrem Problem entgegen wirken sollten – und es hatte geklappt.

Ich kann verstehen, dass man mit so einem Problem nicht gerne zum Arzt geht und ihm seine Probleme offen legt – ist ja auch unangenehm. Aber wenn man bedenkt, dass das Problem sich nur noch verschlechtert, je länger man es aufschiebt, sollte man sich selbst einen Ruck geben und sich von einem Facharzt für Ernährung und alles was Magen und Darm betrifft, beraten lassen.

 

Leben auf dem WC

 

Oder will man etwa sein Leben auf dem WC verbringen?!

Reizdarmsyndrom – wenn der Lokus im Fokus steht
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Verena Walter

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