Körpereigenes Coenzym NADH als energetisierendes Nahrungsergänzungsmittel

NADH steht als Kurzform für Nicotinamidadenindinukleotid. Es kommt im menschlichen Körper vor, aber in der heutigen Zeit meist nicht mehr in ausreichender Konzentration. Als Coenzym ist es direkt an der Energiegewinnung im Körper beteiligt. Die natürlich energetisierende, aber auch antioxidative Wirkung kann durch eine zusätzliche Einnahme von NADH als Nahrungsergänzungsmittel wieder erreicht werden.

NADH im menschlichen Körper

Ein Teil des Coenzyms im menschlichen Körper stellt dieser selbst durch Synthese her. Der zweite Weg in den menschlichen Körper ist die Zufuhr über Nahrung: Vor allem tierische Produkte enthalten den wertvollen Energiebringer. Da Pflanzen einen anderen und geringeren Energieumsatz haben, ist in diesem Fall Obst und Gemüse für die Zufuhr von NADH nicht ergiebig. Ein weiteres Problem bei der Aufnahme in Lebensmitteln ist, dass es nicht sehr hitzeresistent ist: Beim Braten und Kochen geht ein großer Teil NADH verloren. Auch die Passage durch den Magen ist problematisch, die Magensäure löst einen weiteren Teil des Coenzyms auf. Oral zugeführt ist es in Präparaten daher an andere, oft pflanzliche Stoffe gebunden, die es vor der Magensäure schützen.

Das körpereigene Coenzym wirkt in sehr viele Stoffwechselreaktionen im Körper direkt oder indirekt mit. Es reagiert mit dem durch Atmung aufgenommenen Sauerstoff. Dabei entsteht zum einen Adenosin-Triphosphat ATP. Ansonsten fällt bei der Reaktion nur noch Wasser als Nebenprodukt an. Diese Reaktion ist extrem einfach, aber auch hoch energetisierend. Doch NADH ist außer als kraftvoller Energielieferant an vielen anderen Steuerungsprozessen im Körper beteiligt und
– senkt zu hohen Blutdruck
– reduziert das Blutfett Cholesterin
– erhöht die Spiegel der Wohlfühl- Neurotransmitter Dopamin und Serotonin
– fängt sogenannte freie Radikale ab 
– verhindert so zellschädigende Oxidationsprozesse
– kann beschädigte DNA reparieren
– verbessert die Durchblutung und auch die Immunabwehr
– stärkt die Sexualfunktionen bei Frauen und Männern
Es werden auch vor allem die Enzyme aktiviert, die für eine gute und effektive Verdauung benötigt werden. NADH hat dabei eine Art Schlüsselfunktion. Es kann als kleines Molekül an diese Enzyme andocken und deren Wirkung auslösen. Ähnlich wichtig ist das Coenzym für den Aufbau lebenswichtiger Proteinketten, aber auch zur Herstellung des Vitamins B3 und zur Hebung der Konzentration lebenswichtiger Neurotransmitter.

Welche Symptome eine zusätzliche Einnahme von NADH nahelegen

Die nachgewiesenen Wirkungen als Energielieferant im Körper eröffnen eine breite Palette an Indikationen. So verspricht man sich sehr positive Wirkung und Besserung bei sogenannter Chronischer Müdigkeit (CFS), dem Burnoutsyndrom, Depressionen und Jetlag. Die generelle Erhöhung der Leistungsfähigkeit ist hier der Gedanke, der auch den Einsatz bei schwindender Libido bei Frauen und Männern nahelegt. Die Fähigkeit zur Zellreparatur macht das NADH interessant, um dem frühzeitigen Altern der Zellen vorzubeugen als sogenanntes Anti-Aging-Mittel.

Die positive Wirkung auf Nerven und Reizleitung lässt hoffen, dass NADH die Symptome folgender Erkrankungen bessern kann:
– Multiple Sklerose
– Parkinson, Demenz und Alzheimer
– Folgen eines Schlaganfalls

Des Weiteren wird die Einnahme empfohlen bei Krebs, AD(H)S, Diabetes, Arthrose und Wechseljahrbeschwerden. Bei erhöhtem Augendruck (Glaukom) und Netzhauterkrankung Makula-Degeneration ist es die blutdrucksenkende Funktion, die hier hilfreich sein kann.

Verschiedene Formen von NADH

Das vielseitige Coenzym gibt es in verschiedenen Formen und auch als Kombinationspräparat. 

Bei der Auswahl des richtigen Produktes ist die Frage zu klären, welche Wirkung man sich von der Einnahme verspricht.
Typisch ist die orale Aufnahme von NADH. Um recht schnell Energie im Körper freizusetzen, ist der Wirkstoff so aufbereitet, dass er die Verdauungspassage unbeschadet übersteht. Die energetisierende Wirkung setzt schnell ein, so dass man NADHdirekt vor und bei sportlichen Ausdauerleistungen einsetzt.

Es gibt auch NADH Präparate in Mischung mit anderen wertvollen Substanzen wie etwa dem bekannten Q10. Auch Pflanzenbestandteile können enthalten sein. Wie erwähnt schützt diese Kombination das NADH auch von der Magensäure. 

Ebenso ist NADH in Darreichungsformen erhältlich, bei denen die Wirkung verzögert und kontinuierlicher erfolgt. Dies ist sinnvoll bei einer längeren und regelmäßigen Kur.

Mögliche Einnahme und Dosierung

Wer NADH für zusätzliche Energie beim Sport einnimmt oder im alltäglichen Gebrauch befolgt am Besten die auf dem Beipackzettel des verwendeten Produktes empfohlene Dosierung. 

Verschiedene Aspekte können dazu beitragen, dass man die Dosierung mit einem behandelnden Arzt besprechen sollte. Dies gilt für Menschen
– mit Übergewicht
– mit Nervenerkrankungen wie Alzheimer, Parkinson etc.
– mit Depressionen

Hier besteht die Möglichkeit, dass die empfohlene Dosis zu niedrig ist. In solchen Fällen kann nur eine höhere Dosierung des Coenzyms die gewünschte Wirkung erreichen. Auch muss in solchen Fällen eine längere Zeit der regelmäßigen Einnahme abgewartet werden, bis eine gewünschte Wirkung eintritt.
Besonders bei Kombipräparaten sollte die Einnahmeempfehlung beachtet werden.

Die häufigsten Darreichungsformen sind Tabletten, die geschluckt werden (oraler Gebrauch) oder unter der Zunge platziert werden (sublinguale Anwendung). In manchen Fällen wird NADH auch intravenös verabreicht.
Standarddosierungen zur Erhöhung des Energielevels bei sonst symptomfreien Menschen sind 2 Mal täglich bis 10 mg.
Diese Dosis kann, um bei den genannten Krankheiten eine Wirkung zu erzielen, deutlich erhöht werden: Eine Dosis von 60 bis 100 mg am Tag sind ratsam. Bei solcher Dosierung werden 60 Prozent morgens auf nüchternen Magen genommen. Dies macht man am besten etwa eine halbe Stunde vor dem Frühstücken. Die letzten 30 Prozent sollten dann etwa 2 Stunden nach dem Mittagessen geschluckt werden. Eine Einnahme zur Nacht hin ist nicht empfehlenswert. Diese könnte das Einschlafen und die gute Schlafqualität erheblich stören. Bei manchen Krankheitssymptomen lässt sich mit der zusätzlichen Einnahme weitere Wirkungsstoffe der Effekt erhöhen. So hilft bei Augenerkrankungen zusätzlich die Einnahme von 600 mg L-Arginin. Gleiches gilt bei chronischem Schmerz. Bei Arthrose kommen ergänzend Glucosamin, Chondroitin oder MSM in Frage. Hierzu oder auch bei anderen Diagnosen sollte ein behandelnder Arzt zu Rate gezogen werden.

Fazit

Der Einsatz von NADH ist in verschiedenen Studien von unterschiedlichen Instituten klinisch untersucht worden. Es ergaben sich viele Hinweise auf mögliche positive Effekte bei genannten Krankheitsbildern. 

Sowohl die kurzfristige Einnahme zur punktuellen Leistungssteigerung als auch langfristige Einnahme bei Krankheiten haben sich als unbedenklich erwiesen. Da es sich um eine körpereigene Substanz handelt, ist die Einnahme unbedenklich. Negative Wirkungen, auch bei einer Überdosierung, wurden nicht beobachtet. 

Die Konsultation eines Arztes sollte dann erfolgen, wenn auch weitere Medikamente eingenommen werden müssen. Auch muss die Dosierung einer entsprechenden Symptomatik angepasst sein. Nur wenn der NADH-Spiegel im erkrankten Organismus signifikant erhöht ist, kann eine positive Wirkung erwartet werden.

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Des Weiteren wünsche ich euch von Herzen nur das beste, viel Gesundheit, gute Laune und viel Spaß am Leben <3

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Verena Walter

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