Kritik annehmen

Es fällt nicht leicht die gute Laune zu bewahren, wenn man von jemandem kritisiert wird. So eine Kritik ist aber noch lange kein Grund schlecht drauf zu sein, immerhin bietet eine Kritik neben dem negativen Aspekt, dass das was man macht nicht besonders gu ist, die Chance aus den Fehlern zu lernen und das, was bislang nicht gut war, besser zu machen.

Um aber Kritik besser annehmen zu können, sollte die Kritik natürlich zunächst einmal vernünftig und vor allen Dingen sachlich vorgetragen werden (mehr dazu hier). Man nimmt keine Kritik an, wenn der andere einen gleich attackiert oder laut wird. Aber man muss auch als Kritisierter in der Lage sein, das Gesagte anzunehmen, wenn der Gesprächspartner diese schon anständig an uns weiter gibt. Dazu gehören aber ein paar grundlegende Voraussetzungen! Dazu gehören die Selbstsicherheit, eine positive Selbstachtung und ein vernünftiges Selbstwertgefühl, das nötig ist, um die Kritik nicht als Angriff zu sehen und persönlich zu nehmen.

Fühlen wir uns unsicher oder haben an dem Tag sowieso ein dünnes Nervenkostüm, ist es leicht uns mit einer Kritik aus der Bahn zu werfen.

Sofern das nicht der Fall ist und man über ein gutes Selbstwertgefühl verfügt, sollte man unbedingt folgende Dinge tun, wenn man Kritk empfängt:

  • Dem Menschen, der uns kritisiert von vorne bis hinten zuhören. Das bedeutet auch, dass man ihm nicht ins Wort fällt und nicht versucht sich zu rechtfertigen.
  • Wenn wir den Eindruck haben, dass der Kritikgeber mit seinen Punkten Recht hat, können wir ihm ruhig an diesen Stellen zustimmen. Das zeigt nicht nur, dass wir mit seiner Kritik umgehen können, sondern auch, dass wir das Problem erkannt und verstanden haben.
  • Sollte uns einen Teil der Kritik unklar sein, bitten wir denjenigen höflich darum ein wenig ausführlicher zu werden. Wir wollen aus der Kritik schließlich etwas mitnehmen und nicht einfach nur zu höre kriegen was falsch und schlecht war.
  • Ist der Kritikpunkt unangebracht oder fühlen wir uns unfair behandelt, sollten wir sachlich, aber auch bestimmt dagegen angehen und sagen, dass wir diesen Punkt nicht so sehen. Immerhin geht es bei der Kritik darum etwas aus Fehlern zu lernen, und nicht dass wir uns von jemandem die Laune verhageln lassen müssen,w eil er uns zu Unrecht kritisiert.
  • Wenn wir etwas falsch gemacht haben, dann geben wir es zu und entschuldigen uns. Bestenfalls arbeitet man auch daran, dass sich der Fehler nicht wiederholt und wir beim nächsten Mal alles richtig machen.

Kritik annehmen bedeutet nicht, dass man jedem, der uns kritisiert, Recht geben muss, aber wir sollten genauso wenig alles verneinen. Wichtig ist auch von wem die Kritik kommt und wie viel Ahnung diese Person von der Thematik hat, bzw. wie gut die Vorbildfunktion ist. Haben wir beispielsweise jemanden im Büro, der uns Faulheit vorwirft, während dieser Kollege nahezu ständig das Büro verlässt, um eine Zigarette zu rauchen, ist seine Kritik in unseren Augen nichtig. Das gleiche Szenario passiert, wenn Eltern ihren Kindern Schlampigkeit vorwerfen, aber selbst keine Ordnung halten – da fragt sich das Kind dann auch: Warum sollte ausgerechnet ICH Ordnung halten?

 

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Ähnlich verhält es sich bei der Kritik von jemandem, der sich mit der Thematik noch nie beschäftigt hat und uns dann aber gute Ratschläge geben will. Mal angenommen da wäre jemand auf Youtube, und der hätte Kleidergröße 3XL – würdet ihr euch von dem Ratschläge zum Thema Fitness und Abnehmen geben lassen?

Möchtet ihr mehr zum Thema Kritik wissen und erfahren, wie ihr besser Kritik äußern könnt, dann klickt hier.

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Verena Walter

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