Kosmetik selbst machen

Ich bin immer wieder fasziniert, wie viel die Menschen bereit sind für Kosmetik auszugeben. Versteht mich nicht falsch. Viele Kosmetikprodukte kosten ohnehin viel Geld – und spezielle Cremes oder andere Pflegeprodukte kosten immer etwas mehr. Das liegt auch unter anderem an der Marke – je bekannter die Marke, desto mehr Geld kostet sie – aber auch je mehr es kostet, desto mehr Vertrauen wird dem Produkt geschenkt.

Aber man kann viel Geld sparen und sich dennoch pflegen, indem man seine Pflege- und Kosmetikprodukte selbst macht. Viele von ihnen sind sogar schnell gemacht. Glaubt ihr nicht? Dann lasst mich euch eines bessern belehren:

Produkt 1: Gesichtsmaske

Die Gesichtsmaske ist für viele Frauen ein absolutes Must-Have. Wie gut, dass es dafür zahlereiche Rezepte gibt, die mit unterschiedlichen Zutaten gegen unterschiedliche Probleme helfen.

Für eine Gesichtsmaske gegen große Poren braucht man nichts weiter als 2 Esslöffel Quark und einen Teelöffel Zitronensaft. Beides wird verrührt, die Maske bleibt eine Viertelstunde auf dem Gesicht, bevor sie mit warmem Wasser abgespült wird. Hierbei genügt der günstige Speisequark von Ja!, der auf 500 g gerade mal 0,69 Euro kostet. Damit kostet die Maske bei 2 Esslöffeln und dem Spritzer Zitronensaft gerade mal 20 Cent. Eine fertige Gesichtsmaske kostet hingegen 13 Euro. Natürlich funktioniert auch die selbstgemachte Maske nicht beim ersten Mal wie ein Wunder und die großen Poren sind verschwunden. Aber auch bei mehrmaligem Einsatz kommt man mit einer selbstgemachten Creme deutlich besser weg.

Das Gleiche gilt für eine Anti-Falten Creme. Fertig gekauft kostet sie ab 5 Euro aufwärts (je nachdem wo man sie kauft und in welcher Menge. Die selbstgemachte Gesichtsmaske gegen Fältchen enthält ausschließlich 1 Teelöffel Bienenhonig, 50 g Gerstenmehl und 1 Eiweiß. Auch hier kostet die selbstgemachte Maske nur wenige Cents.

Weitere Masken zum Selbermachen findet ihr hier.

Produkt 2: Haarpflege

Für die Haarpflege geben wir regelmäßig viel Geld aus Dabei kann man mit wenig Geld ebenfalls viel erreichen. Beispielsweise mit einer Banane-Mandel-Kur für Spliss gefährdetes Haar. Es genügt eine Banane mit einer Gabel zu zerkleinern, dazu zwei oder 3 Tropfen Mandelöl hinzuzu geben, alles vermischen, auf die Kopfhaut geben und in die Spitzen einmassieren. Danach wird es schon nach kurzem Einwirken gründlich ausgespült. Diese Tinktur ist bedeutend günstiger als die fertige Variante und genauso effektiv.

Es gibt auch Spülungen gegen fettige Haare. Dazu benötigt ihr 1 Glas Wasser, 1 Teelöffel Apfelessig und eine frische Zitrone. Gebt dem Saft der Zitrone mit dem Apfelessig ins Wasser, vermischt es gut und gebt es über eure Haare. Direkt danach spült ihr es aus und eure Haare glänzen ganz ohne Fett.

Mehr zu dem Thema könnt ihr hier nachlesen.

Produkt 3: Gelnägel

Es gibt viele wunderschöne Gelnägel in sämtlichen Farben, Formen und Mustern. Sie sind einmalig und lassen das ganze Aussehen in neuem Glanz erstrahlen. Aber Gelnägel sind nicht ganz billig. Daher der Tipp: Selber machen!

Das ist gar nicht so schwierig und kompliziert, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Auf dieser Webseite ( https://gelnaegelselbermachen.com/ ) könnt ihr nachlesen wie es geht und habt sogar ein Video, mit dem ihr es ganz einfach und Schritt für Schritt selbst machen könnt. Das spart euch im Vergleich zu fertigen Gelnägeln viel Geld und ist besonders für kreative Köpfe, geduldige Mitmenschen und Personen mit ruhigen Händen ein Kinderspiel.

Praktisch: Ihr könnt nicht nur die Muster, sondern auch die Länge bestimmen! Völlig individuell, preiswert und schön.

Produkt 4: Fußmaske

Bestimmt kennt ihr diese Produkte, bei denen ihr eure Füße in ein kleines Chemiebad tut, das ein paar Minuten einwirken lasst und nach ein paar Tagen könnt ihr die alte und trockene Haut von euren Füßen pulen. Anstatt eure Füße für teures Geld in Chemie zu tauchen, könnt ihr diese Fußmasken leicht, schnell und günstig selbst herstellen.

Eine verwöhnende Fußmaske benötigt beispielsweise 3 Esslöffel Joghurt, 2 TL Mandelmilch, 1 Esslöffel Honig und 3 Tropfen Olivenöl. Alle Zutaten werden miteinander vermischt und auf die gereinigten Füße aufgetragen. Lasst die Tinktur 30 Minuten einwirken und spült eure Füße mit lauwarmem Wasser ab, ehe ihr sie abtrocknet. Fertig!

Eine andere Fußmaske benötigt ¼ Avocado, 1 TL Honig, ½ Papaya, 3 Tropfen Mandelöl und 2 Esslöffel Sahne. Die Avocado und Papaya müssen püriert werden, ehe sie mit den anderen Zutaten vermischt werden können. Danach kommt die Maske für 30 Minuten in den Kühlschrank und wird dann auf die Füße aufgetragen. Nach weiteren 30 Minuten wird die Fußpflegemaske  mit lauwarmem Wasser abgespült.

Die Herstellung für ein Fußpeeling ist ebenfalls kinderleicht. Ihr benötigt hierfür nichts weiter als 4 Esslöffel Honig und 4 Esslöffel Zucker. Bei dem Zucker ist es übrigens völlig egal ob ihr braunen oder weißen Zucker nehmt. Vermischt beide Zutaten zu einer homogenen Masse und gebt sie auf die gereinigten (am besten noch leicht feuchten) Füße. Es wird empfohlen dies 5 Minuten lang in kreisenden Bewegungen zu tun. Danach könnt ihr eure Füße schon mit lauwarmem Wasser abwaschen und eure Füße mit einer Creme eurer Wahl pflegen.

Weiterere Vorteile von selbst gemacht

Selbst gemachte Produkte haben immer mehrere Vorteile. Abgesehen davon, dass sie günstig und leicht in der Herstellung ist, weiß man immer, was sich in diesem Produkt befindet. Es gibt keine Chemie, keine Allergie-Auslöser und keine Nebenwirkungen. Bei etwaigen Unverträglichkeiten findet sich immer ein Ersatz. Entweder bei der Zutat oder bei der gesamten Maske.

Der zweite Vorteil bei selbst gemachter Kosmetik ist die hundert prozentige Natürlichkeit. Keine der aufgeführten Produkte und der selbst gemachten Pflegeprukte die ich gefunden habe, enthält irgendeine Form von Chemie. Das bedeutet, wir pflegen uns mit dem was die Natur uns liefert – und besser als das geht es gar nicht! Ich werde von diesen Produkten auch garantiert das eine oder andere umsetzen und verwenden – wenn nicht vegan, dann veganisiert. Aber warum auch nicht? Weniger Chemie auf dem Kopf, an den Füßen, im Gesicht oder überhaupt am Körper kann nicht nur gut für das Aussehen sein, sondern auch für das Innere.

Ich kann mir vorstellen, dass man dadurch etliche Unverträglichkeiten, Allergien und andere Probleme in den Griff kriegt. Denn wie wir alle wissen ist Chemie nicht gesund, sondern macht uns krank. Mit natürlichen Produkten, die nachweislich nicht giftig sind, kann man ohnehin nichts falsch machen – und wie gesagt, wenn es doch Unverträglichkeiten gibt, hat man immer die Möglichkeit ein Produkt zu tauschen. Wichtig sind hierbei Texturen, Wirk- und Inhaltsstoffe. Wenn Vitamin C notwendig ist, kann man sicher einen Ersatz für Zitrone nehmen – und wenn es um bestimmte Mineralien geht, findet sich mit Sicherheit auch ein adäquater Ersatz.

Habt ihr schon Kosmetikprodukte selbst gemacht?

Welche Kosmetik- und Pflegeprodukte habt ihr selbst gemacht? Was ist eure liebste Kosmetik? Womit habt ihr am meisten Geld gespart und womit habt ihr die besten Erfahrungen gemacht? Was könnt ihr wärmstens empfehlen?

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Verena Walter

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