Im Flugzeug kriegt man nichts geschenkt!

Wer schon mal mit dem Flugzeug geflogen ist, der weiß wovon ich rede. Es ist für die meisten von euch sicher nichts Neues, wenn ich euch sage, dass es am Flughafen teuer ist. Für eine 0,5 Liter Flasche ist es nicht unüblich zwei Euro aufwärts zu zahlen und ein simples Sandwich kann auch schon mal fünf Euro kosten. Aber nicht nur am Flughafen hat man gute Möglichkeiten sein Geld rasch unter die Leute zu bringen!

Früher im Flugzeug:

Als ich damals mit dem Flugzeug verreist bin, war es je nach Fluglinie noch so, dass man zwei Sandwich- bzw. Brötchensorten zur Auswahl hatte und zwei Mal etwas zu Trinken bekommen hat. Dabei war es völlig okay auch zwei Getränke auf einmal zu nehmen, beispielsweise Cola und Apfelsaft oder Kaffee mit Wasser und so weiter. In vielen Linien gab es außerdem ein kleines Entertainment, bei dem man entweder einen Film schauen oder eine kunterbunte Auswahl an Cartoons, Comedyserien und Musikvideos gesehen hat. Das ist bei einigen Airlines mit Kurzstreckenflügen Gang und Gäbe.

Auf Langstreckenflügen ist es wieder anders, da kann man zuweilen auch Spiele spielen, dann gab es etwas zu Essen (das man sich auch online hätte vorbestellen können) und Getränke aufs Haus. Die Flugzeuge bei Langstreckenflügen sind deutlich größer, weshalb auch viel mehr Menschen drin sitzen – daher hat auch jeder Sitz auf der Rückenlehne einen kleinen Bildschirm, den man nach Belieben verstellen kann, sowie eine kleine Fernbedienung, die mit der Rückenlehne verbunden ist, damit man sich die gewünschte Serie, den Film oder das Spiel in der jeweiligen Sprache einstellen kann.

Und heute?

Heute kriegt man wirklich nichts geschenkt. Vor kurzem bin ich mit meinem Mann nach Wien geflogen und bin von damaligen Verhältnissen ausgegangen. Also rechnete ich mit irgendeinem kleinen Snack und etwas zu trinken. Und das gab es auch… Aber nicht umsonst!

Für eine simple 0,5 Liter Flasche haben wir 3 Euro bezahlt! Und es war nicht einmal eine besonders teure bekannte Marke, sondern eine (auch in Wien) eher preiswerte Flasche Wasser! Darüber hinaus hat der eine Snack, den ich mir gegönnt hatte (eine vegane Nudelsuppe), ebenfalls 3 Euro gekostet. Krass, oder? Normalerweise zahle ich für eine Nudelsuppe dieser Größe (auch vegan) etwas um die achtzig Cent!

Und was hat der Flug gekostet?

Der Flug war schon nicht ganz billig. Für zwei Personen hin und zurück sind das 500 Euro gewesen. Macht 250 pro Person, macht 125 Euro pro Flug. Das halte ich schon für einen guten Preis, sowohl für die Fluggesellschaft als auch für den Reisenden, wenn ich dann aber noch für ein simples Wasser was zahlen muss (und ich rede hier ja nicht von einem Euro), dann finde ich das schon etwas dreist.

Wenn ich online im Shop von Kaufland gucke (um mal ein Beispiel zu geben), dann zahle ich bei einem Sechserpack Volvic (6 x 0,5 L) 2,94 Euro, macht einen Preis von 0,98 Euro je Liter – dazu kommen 1,50 Pfand. Der halbe Liter (Pfand nicht reingerechnet) kostet damit 0,49 Euro. Oder, wenn die Fluggesellschaft sicher gehen will, dass das Pfand bei ihnen bleibt, dann kaufen sie die großen Volvic Flaschen. Die kosten im Sechserpack 4,74 Euro plus 1,50 Euro Pfand. Macht einen Kostenpreis von 0,79 Euro je Liter. Und jetzt bekommt jeder Gast im Flugzeug einen kleinen Becher (sagen wir mal 200 ml), dann hat man mit einer Flasche 5 Gäste abgespeist, für die man je 0,158 Euro ausgibt.

Es geht aber auch noch günstiger. Beispielsweise mit einer Kiste Spreequell (natürliches Mineralwasser naturell); die ergibt 12 x 1 Liter. Zwar kommen 3,30 Euro Pfand hinzu, aber hierbei kostet der Liter nur 0,48 Euro (die Kiste kostet nämlich 5,76 Euro). Bleiben wir mal bei der Rechnung von 200 ml pro Gast. Damit sind die Ausgaben für Wasser pro Gast weniger als 10 Cent!

Das Pfand rechne ich nicht mit hinein, denn das bekommt die Fluggesellschaft beim Abgeben der Flaschen zurück.

Und mit anderen Getränken ist es ähnlich, schließlich muss es ja nicht das teuerste sein. Im gleichen Geschäft kostet ein Liter Apfelsaft 0,59 Euro, der günstigste Tomatensaft 0,99 Euro, der preiswerteste Orangensaft kostet einen Euro je Liter und so weiter. Und wenn man es ganz genau nimmt, dann bekommt man von den Fluggesellschaften (wenn sie es mit den Bechern machen) keine 200 ml, sondern vielleicht gerade mal 100. Das heißt, der Preis pro Gast würde sich in dem Fall sogar halbieren.

Und was das Essen angeht, gibt es auch da günstige Möglichkeiten, ohne dass man den Gast zur Kasse bitten müsste (oder wenigstens für deutlich kleineres Geld).

Sicher kostet das Flugzeug Geld!

Versteht mich nicht falsch, ich weiß, dass das Flugzeug regelmäßig gewartet werden muss, dass das Personal im Flugzeug Geld kostet und dass das Kerosin auch nicht vom Himmel fällt, aber wie sehr sind denn die Preise angestiegen, damit der Gast nicht mal ein kleines Getränk gratis bekommt?! Ich meine, was ich so mitbekommen habe, haben viele abgesagt, weil es ihnen zu doof war und sie haben dann den gesamten Flug ohne Essen und Trinken überstanden. Außerdem denke ich, dass es aufgrund der früheren Begebenheiten immer noch attraktiver ist, wenn man einen Snack und ein Getränk im Service bereits inklusive hat und nicht extra zahlen muss. (Wobei ich an der Stelle auch erwähnen will, wenn ich jetzt einen Billigflieger wie Ryanair gebucht hätte, wo auch das große Gepäck extra kostet, dann wäre es für mich auch klar, dass ich kein Getränk und keine Speise geschenkt bekomme)

Wie seht ihr diese Angelegenheit? Erwartet ihr bei einem Mittelklasseflug, dass ein Snack und ein Getränk inklusive sein sollte oder ist es für euch in Ordnung, wenn es mehr kostet?

Im Flugzeug kriegt man nichts geschenkt!
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Verena Walter

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