Homeoffice: Regelungen, Tipps & Vorteile

Von einer Heimarbeit, also der Arbeit von Zuhause aus, spricht man dann, wenn ein Selbständiger oder Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden hat und nicht bei Kunden oder in den vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Räumen. Diese Variante des Geldverdienens wird vor allem von Arbeitnehmern als sehr reizvoll gesehen. Schlussendlich gibt es einige Berufe, die es nicht mehr notwendig machen, in ein Büro zu fahren. Mit der modernen Technologie kann man nämlich auch dann seinem Job nachgehen, obwohl man noch daheim ist.

Auf den ersten Blick ist es natürlich sehr attraktiv, doch Home Office darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Denn nicht nur, dass man sich einmal mit seinem Chef einigen muss, welche Regeln für die Heimarbeit gelten, sind auch noch ein paar Vorkehrungen zu treffen, um genauso effektiv wie im Büro arbeiten zu können.

An welche Regeln muss man sich halten?

Vor allem Arbeitnehmer sollten sich im Vorfeld mit der rechtlichen Situation vertraut machen. Fakt ist: Ein Arbeitnehmer muss den Arbeitsplatz nicht gegen seinen Willen vom zur Verfügung gestellten Büro in die privaten Räumlichkeiten verlegen. Selbst dann nicht, wenn von Seiten des Arbeitgebers Überlegungen angestellt werden, Büroflächen zu reduzieren oder gar aufzugeben.

Entscheiden sich beide Seiten für das Home Office, so gilt das Arbeitszeitgesetz. Das bedeutet, der Arbeitnehmer hat auch in seinen vier Wänden das Recht auf Pausenzeiten und somit einen festgelegten Feierabend. Das sollten auch Selbständige so handhaben. Selbständige sollten nämlich auch einen festen Zeitplan verfolgen – ganz egal, ob sie einen Blog betreiben, über Immediate Edge handeln oder Texte verfassen. Neben dem Arbeitszeitgesetz ist auch das Arbeitsschutzgesetz anzuwenden. Somit muss sich der Arbeitgeber vor Ort bei seinem Arbeitnehmer informieren, ob der Arbeitsplatz mit einem passenden Stuhl wie Schreibtisch ausgestattet und auch entsprechend beleuchtet ist.

Der Arbeitgeber ist des Weiteren verpflichtet, einen Kostenersatz für die Arbeitsfläche oder Miete zu bezahlen, da es sich um eine Reduzierung der privaten Wohnfläche handelt. Der Kostenersatz beinhaltet auch anteilige Nebenkosten wie Wasser, Energie oder auch die Reinigung.

Zudem gilt auch beim Home Office die gesetzliche Unfallversicherung. Zu beachten ist hier nur, dass es aufgrund der sehr engen Vernetzung zwischen der beruflichen wie privaten Tätigkeiten besondere Regelungen gibt.

Unter bestimmten Umständen können die Kosten, die im Rahmen der Nutzung des Heimarbeitsplatzes anfallen, auch steuerlich geltend gemacht werden.

Wichtig ist, dass alle Vereinbarungen vermerkt werden. Das heißt, die Regeln wie auch etwaige finanzielle Unterstützung sind schriftlich festzuhalten.

Welche Vorkehrungen zu treffen sind

Zu beachten ist, dass es eine ganz klare Abgrenzung zwischen dem Home Office und dem Wohnraum gibt. Zudem sind feste Arbeitszeiten festzulegen, sodass auch die Familie weiß, jetzt wird gearbeitet – und das muss unbedingt respektiert werden.

Wurde der Schreibtisch aufgebaut, so geht es in weiterer Folge um die Frage der Lichtverhältnisse. Die Arbeitsfläche sollte nämlich ausreichend beleuchtet sein, sodass ein augenschonendes Arbeiten möglich ist.

Zudem ist es ratsam, Ordnung zu halten. Das ist oft nur möglich, wenn man genügend Stauraum hat. Bei der Wahl des Schreibtischmöbels ist also auch darauf Rücksicht zu nehmen, ob hier genügend Platz vorhanden ist, um sodann problemlos seinem Job nachgehen zu können.

Die Vorteile

Die Vorteile liegen ganz klar auf der Hand. So spart sich der Arbeitnehmer das Pendeln zwischen seiner Wohnung und dem Büro. So darf man sich nicht nur über eine enorme Zeitersparnis freuen, sondern spart sich auch noch den Stress, der dann entsteht, wenn man schon wieder im Stau steckt und weiß, es wieder nicht rechtzeitig ins Büro zu schaffen. Oder später aus dem Büro kommt und weiß, nun abermals im Stau zu stehen.

Spart man sich den Weg ins Büro, so spart man Geld. Denn man muss kein Ticket für den öffentlichen Verkehr kaufen bzw. kann sein Auto in der Garage lassen, sodass auch die Spritkosten zurückgehen.

Des Weiteren ist man auch wesentlich flexibler. Natürlich gibt es, sofern vereinbart, feste Arbeitszeiten, doch man kann nebenbei das Paket vom Postboten übernehmen oder auch während einer Pause kurz mit den Kindern spielen.

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Verena Walter

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