Herausforderungen von Pflegern

In der letzten Zeit habe ich ein wenig mehr über die Pflege älterer Menschen geschrieben und über die damit verbundenen Kosten, möchte aber diesmal ein wenig mehr auf das Pflegepersonal selbst eingehen. Denn auch wenn man gefühlt viel Geld beim Pflegepersonal lässt, ist das im Vergleich zu vielen anderen Berufen ein Witz. Die Pflegeberufe zählen in Deutschland zu den schlecht bezahltesten Berufen überhaupt. Dabei sind die Menschen hierbei in Schichten 24/7 für die Pflege und die Gesundheit zahlreicher älterer Menschen zuständig.

Was sind die Tätigkeiten von Pflegern?

Kranken- wie Altenpfleger haben viele Tätigkeitsfelder. Sie haben zum einen eine umfassende Ausbildung im Bereich Gesundheit, sind aber mit bestimmten Schwerpunkten auf die jeweilige Art der Pflege spezialisiert. Ein Pflegepersonal, das die Menschen Daheim betreut, muss zuweilen nebenbei einige  Haushaltstätigkeiten erledigen, während sich Kranken- und Altenpfleger in einer entsprechenden Einrichtung voll und ganz um die Tätigkeiten als Pfleger kümmern können.

Pfleger müssen unter anderem den Blutdruck messen, sowie erste Hilfe leisten können und den Patienten bzw. Pflegebedürftigen helfen, die nicht (mehr) in der Lage sind alltägliche Dinge, wie der Toilettengang, alleine zu bewältigen. Das Pflegepersonal ist zudem zuständig für das Wechseln von Infusionen, muss zuweilen Blut abnehmen oder eine Spritze geben können. Des Weiteren sind Pflegedienstleister dafür zuständig, dass es den Bewohnern gut geht. Sie müssen ihnen zum Teil beim Umziehen, beim Duschen und der Körperpflege helfen, bieten eine unterstützende Funktion bei der Reha und vieles mehr.

Je nach Ausbildung und Tätigkeitsfeld sind Pfleger für mehrere oder weniger Tätigkeiten zuständig, dafür aber mit Herzblut und voller Eifer.

Welche Fähigkeiten sollte ein Pfleger mitbringen?

Pflegekraft begleitet pflegebedürftige Frau

In erster Linie ist es wichtig, dass Pfleger freundlich zu ihren Patienten sind und viel Geduld mitbringen. Mal eben von Zimmer zu Zimmer hüpfen und den Patienten in die Kleidung helfen, kann man oftmals vergessen. Nicht jeder Patient ist gleich und braucht seine individuelle Betreuung. Da kann es vorkommen, dass man den einen Patienten bereits nach 5 Minuten verlassen kann und man beim nächsten 30 Minuten verbringt, weil man ihm in die Kleidung helfen muss. Wer hetzt, macht sich und dem Patienten unnötig Stress.

Neben der Freundlichkeit und der Geduld, sind Fähigkeiten wie Empathie, Belastbarkeit, Flexibilität und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein essenziell.

Wie ist die Bezahlung?

Die Bezahlung des Berufs Pfleger ist von mehreren Faktoren abhängig. In der Ausbildung sieht die Bezahlung in etwa so aus: Im ersten Ausbildungsjahr verdienen Azubis zwischen 950 und 1.000 Euro. Im zweiten Lehrjahr erhöht sich die Bezahlung auf 1.000 bis 1.050 Euro. Im dritten Lehrjahr zahlen die Ausbildungsbetriebe dem Lehrling zwishcen 1.100 und 1.150 Euro. Allerdings gibt es auch Betriebe, die ihrem Auszubildenden weniger als 800 Euro monatlich bezahlen.

Die Höhe der Bezahlung hängt oftmals von der Auslastung des Betriebs ab sowie die Art der Einrichtung (staatlich oder privat). In privaten Einrichtungen ist die Bezahlung in der Regel höher, da den Pflegebedürfigen eine intensivere bzw. persönlichere Pflege zukommen kann. Bei einer staatlichen Institution ist alles in der Regel etwas günstiger.

Warum brauchen wir Menschen mit diesem Beruf?

Der Beruf des Pflegers kann nicht einfach von Maschinen ersetzt werden. Neben der individuellen Pflege, würde es einer Maschine an Empathie und menschlicher Unterstützung fehlen. Patienten und pflegebedürftige Menschen freuen sich über den Kontakt zu anderen Menschen und erfahren von ihnen die richtigen Tipps, Tricks und das entsprechende Mitgefühl. Der Beruf des Pflegers ist unverzichtbar und ist daher ein Beruf, der immer eine Zukunft haben wird. Pflegebedürftige Menschen wird es immer geben und diese Menschen kann man nicht mit einer Maschine abfertigen. Pflegeberufe sind Berufe mit Zukunft, denn niemand möchte in Europa von Robotern gepflegt werden, diese Technologie wird vielleicht eine Ergänzung zu Pflegekräften sein, aber ich bin fest davon überzeugt, daß Pflegepersonal auch noch in 30 Jahren sehr gefragt sein wird.

Wo kann man sich bewerben?

Sämtliche Institutionen, die sich mit der Pflege von Menschen beschäftigen, sind eine gute Anlaufstelle, um sich dort vorzustellen. Preislich und vom Bedarf sind auch ausländische Arbeitsstellen sinnvoll. Nach einer Unterhaltung mit der Goodlife Personal GmbH aus dem Schweizer Kanton Zürich, haben diese mir mitgeteilt, dass sie für jeden Bewerber mit den Ausbildungen Pflegefachperson oder Fachperson Gesundheit einen passenden Job finden kann. Näheres hierzu, erfahrt ihr unter https://goodlife-personal.ch/. Klar, wohnt man nicht bereits in der Schweiz, ist dies mit einer Auswanderung verbunden, aber in der Schweiz werden im Gegensatz zu Deutschland die Mitarbeiter sehr gut bezahlt, so daß trotz höheren Lebenshaltungskosten am Ende deutlich mehr zum Leben bleibt.

Eure Meinung zählt!

Wie denkt ihr über die Bezahlung von Pflegepersonal? Sollten sie mehr verdienen oder haltet ihr die Erträge für ausreichend? Würdet ihr euch den verantwortungsvollen Beruf des Pflegers zutrauen oder habt ihr vor ein Pfleger zu werden? Kennt ihr Menschen in eurem Umfeld, die sich stets um die Pflege anderer Menschen kümmern? Erzählt mir und anderen Lesern von euren Erfahrungen und lasst uns daran teilhaben.

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Verena Walter

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