Günstig umziehen – 7 einfache Wege auch beim Umzug Geld zu sparen

Bei jedem von uns ist es früher oder später soweit und man zieht um. Aber so ein Umzug bedeutet eine große Veränderung. Nicht nur, dass die Nachbarn und die Umgebung ganz anders ist – wenn man umzieht bedeutet das oftmals jede Menge Stress und oftmals ist das zusätzlich mit hohen Kosten verbunden.

Ich weiß wovon ich rede. Ich habe selbst mehrere Umzüge hinter mir und habe jedes Mal wieder gestaunt, wie viel Geld dabei weg gehen kann. Aber der Preis für einen Umzug ist von mehreren Faktoren abhängig.

  • Wie weit sind die Anfangs- und Zieladresse voneinander entfernt?
  • Wer kümmert sich um die Arbeit?
  • Wie viele Räume müssen geleert werden?
  • Wie groß und schwer sind die Möbelstücke?
  • Kann man die Möbel am Stück transportieren oder müssen sie ab- und aufgebaut werden?
  • Geht es um hohe Stockwerke und gibt es einen Aufzug?
  • Sind zusätzliche Geräte, wie ein Kran notwendig?
  • Wie viele Umzugshelfer müssen mit anpacken?
  • Braucht man einen zusätzlichen Transporter?
  • Packt man selbst ein oder tun das andere?
  • Muss das Unternehmen die Kartons stellen oder bringt man selbst welche mit?

Solche und ähnliche Faktoren machen bei dem Endpreis einen großen Unterschied. Es ist nicht das gleiche, wenn nur 3 Umzugshelfer antreten, 10 Kisten in den Wagen packen und alles 10 Kilometer weiter in den ersten Stock tragen – oder ob 10 Umzugshelfer in die Wohnung kommen, erst mal alles einpacken, abbauen und verstauen müssen, bevor es 50 Kilometer weiter in den 8ten Stock ohne Aufzug geht.

Aber wie kann man denn am besten Geld sparen beim Umzug, damit man nicht allzu viel von seinen Ersparnissen plündern muss? Darum geht es hier und heute in diesem Artikel. Ich habe euch 7 interessante und hilfreiche Tipps rausgesucht, mit denen ihr viel Geld sparen könnt.

Ich wünsche euch viel Spaß und viel Erfolg.

Sparmethode 1: Günstiges Umzugsunternehmen

Ihr könnt bei einem Umzugsunternehmen jede Menge Geld sparen. Angefangen natürlich bei dem wichtigsten Grundsatz: Preise vergleichen. Welches Unternehmen bietet welche Leistungen zu welchen Konditionen an? Doch hierbei ist Vorsicht geboten, denn wie ich im Artikel von Neulich „Umzugsabzocke“ geschrieben habe, ist der günstigste Preis nicht immer der Beste. Schau mal vorbei und ließ dir die Maschen der Betrüger durch, damit du ihnen nicht auch auf den Leim gehst.

Die beste Methode nach verschiedenen passenden Umzugsunternehmen zu suchen, ist erst einmal google. Gib „Umzugsunternehmen“ und die Stadt an, in der du wohnst oder in die du ziehen möchtest. Zum Beispiel „Umzugsunternehmen Berlin“. Oder: „Umzugsunternehmen Köln“. Dadurch bekommst du zunächst nur die Angebote aus den Städten, die für dich relevant sind, denn ob ein Umzugshelfer erst den Weg auf sich nimmt zu dir zu fahren und die Kartons in seine Heimat bringt, oder von seiner Heimat in eine neue Stadt fährt, kommt meist aufs Gleiche hinaus. Ziehst du nicht weit weg von deiner alten Heimat oder bleibst sogar in der alten Stadt wohnen, dann suchst du natürlich nur nach Umzugshelfern in deiner Umgebung.

Meist kann man bereits auf der Webseite herausfinden wie teuer der Umzug wird und kann es direkt mit anderen Anbietern vergleichen. Ist es nicht so einfach, weil der Preis ein Zusammenschluss mehrerer Leistungen ist, die jedoch mit der Preisliste nicht 1 zu 1 passen, muss man dies entweder per Mail, telefonisch oder vor Ort abklären. Das nimmt zwar bei mehreren Anbietern mehr Zeit in Anspruch, aber es lohnt sich.

Sparmethode 2: Leistungen Verringern

Jede zusätzliche Leistung kostet Geld. Gerade bei Möbelpackern muss sich die Arbeit für sie rechnen. Sie können sich nicht ewig Zeit lassen und die notwendig gemieteten Gerätschaften, Fahrtkosten und Co. müssen ebenfalls bezahlt werden. Also sollte man überlegen, welche Leistungen man selbst geringer halten kann. Das könnte zum Beispiel gehen, indem man sich von Freunden ein paar Umzugskartons leiht, die Wäsche nicht in Umzugskisten verstaut, sondern in Wäschekörben, indem man das eine oder andere Möbelstück selbst auseinander baut und einige Gegenstände im eigenen Wagen transportiert, damit der Umzugswagen nur einmal fahren muss.

Diese und ähnliche Wege gibt es, um den Umzug zu vereinfachen und die Kosten etwas geringer zu halten. Das bedeutet zwar ein wenig mehr Arbeit für einen selbst, aber wer den anderen weniger zu tun gibt, muss sie auch für weniger bezahlen.

Sparmethode 3: Verhandeln

Meist wird der Preis im Vorfeld verhandelt. Dabei werden alle möglichen Leistungen und etwaige Kosten für Zusatzleistungen festgelegt, damit sowohl der Kunde wie auch das Unternehmen auf der sicheren Seite sind. Damit es aber nicht zu Beginn schon viel teurer wird, kann man versuchen mit dem Chef des Umzugsunternehmens zu verhandeln. Vielleicht kann man den Preis etwas drücken, lässt die eine oder andere Leistung vom Umzugsunternehmen weg oder bietet an sich selbst darum zu kümmern, sodass der Umzug günstiger wird.

Ein Preisnachlass ist eigentlich immer möglich. Vergleicht man den günstigen Preis mit den vergünstigten Preisen anderer Umzugshelfer, kann man sich immer noch entscheiden welchen Umzugshelfer man engagieren will.

Zusätzlicher Tipp: Immer rechtzeitig buchen. Wer den Umzugshelfer in letzter Minute engagiert, muss mit einer Last-Minute Zusatzgebühr rechnen.

Sparmethode 4: Ausmisten und verkaufen

Bei einem Umzug ist das Ausmisten und Verkaufen von ungenutzten und unnötigen Gegenständen ein absolutes Muss. Wie oft hat man irgendwelche Kisten von der alten Wohnung auf den neuen Dachboden oder in den neuen Keller verfrachtet und dort wieder nicht angeschaut? Wie lange möchte man noch den völlig überfüllten Kleiderschrank nach den 2 Oberteilen durchforsten, die man wirklich anzieht und dabei alte und nicht mehr schöne (oder nicht mehr passende) Hosen von links nach rechts schubsen?

Damit man weniger transportiert und sich in der neuen Wohnung nicht wieder ärgert so viel Mist mitgenommen zu haben, bietet es sich immer an, die ganzen überflüssigen und unnötigen Dinge zu verkaufen. Das geht zuweilen in einem Second Hand Shop, über E-Bay, mithilfe der Zeitungsannoncen oder auf einem Flohmarkt.

Will die Sachen am Ende niemand kaufen, kann man es immer noch spenden, verschenken oder (wenn man es nicht mehr haben will) wegwerfen.

Sparmethode 5: Selbsttransport

Fährst du öfter in die Richtung der neuen Wohnung oder hast du einen Freund, einen Verwandten oder einen Nachbarn, der regelmäßig dort hinfährt? Dann könnte man einen großen Teil im Vorfeld bereits in die neue Wohnung fahren – oder man nimmt sich ein paar Wochenenden Zeit dafür. Von der Kündigung bis zum vollständigen Umzug vergeht noch eine Weile – und wer rechtzeitig anfängt, kriegt alles an Tag X viel schneller über die Bühne.

Sparmethode 6: Verkauf und Neukauf

Wie sieht es mit den alten Möbeln aus? Machen sie dir noch Freude? Oder werden die alten Möbel langsam unbequem oder sehnst du dich allgemein nach etwas neuem? Wenn die Möbel noch in gutem Zustand sind und du keine Lust hast alle Möbelstücke in die neue Wohnung zu bringen (vielleicht auch, weil sie von der Größe unpassend sind oder du dir lieber neue Möbel zulegen möchtest), dann überlege sie zu verkaufen. Auf zahlreichen Internetplattformen kannst du die Möbel schnell und einfach an den Mann bringen.

Kleiner Tipp: Biete nicht zusammengehörige Möbel nicht zusammen an, sondern lieber einzeln. So kannst du mehr rausbekommen und die Menschen fühlen sich nicht genötigt alles kaufen zu müssen, obwohl sie vielleicht nur eine Sache haben wollen. Wenn du gut verhandeln kannst, kannst du nicht nur viel Geld erwirtschaften, sondern sogar noch einiges für den Umzug bereit haben.

Wenn du in eine neue Wohnung ziehst und diese sogar möbliert ist, sparst du zusätzlich Geld für neue Möbel.

Sparmethode 7: Freunde und Verwandte bitten

Die günstigste Methode ist natürlich die Unterstützung von Freunden und Familienmitgliedern. Die musst du nicht bezahlen, sie helfen dir wo sie können und bleiben bis zum Schluss. Problematisch ist es nur, wenn der Umzug unter der Woche stattfindet und deine Freunde und Verwandten arbeiten gehen müssen oder wenn du einige unzuverlässige Menschen in deinem Umkreis hast. Stell dir vor, du planst mit 10 Umzugshelfern aus dem Freundes- und Verwandtenkreis und wenn der große Umzug stattfinden soll, kommt nicht mal die Hälfte.

Dieses Problem habe ich bei einer Freundin schon öfter gehört – das ist nicht nur schlecht für die Beziehung zu den jeweiligen Menschen (insbesondere, wenn sie absagen, weil sie am Vortag saufen waren oder zu wenig geschlafen haben – schließlich wusste man ja Bescheid), sondern auch unnötig stressig in der Gesamtsituation.

Nun zu euch!

Was habt ihr für einen Umzug bislang ausgegeben und wie viele Umzüge habt ihr selbst gemacht? Habt ihr schon öfter Freunden oder Verwandten beim Umzug geholfen und welche Geschichten habt ihr zu dem Thema zu erzählen? Welche Sparmethoden kennt ihr beim Umzug noch und was könnt ihr auf gar keinen Fall weiterempfehlen? Erzählt von eurer Meinung und euren Erlebnissen in den Kommentaren, ich freu mich.

Günstig umziehen – 7 einfache Wege auch beim Umzug Geld zu sparen
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Verena Walter

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