Fahrrad fahren mit Hund

Fahrrad fahren mit Hund

Wer einen Hund hat, geht mit seinem treuen und geliebten Vierbeiner sicher gerne vor die Tür. Mindestens drei Mal am Tag muss man mit dem treuen Gefährten an die frische Luft gehen – und das ist auch gut so. Aber viele möchten aus ihrem Sport gerne mehr raus holen und noch effektiver mit dem Hund vor die Tür gehen, da ihnen anderweitig die Zeit fürs Training fehlt.

Dementsprechend kommt vielen Menschen in den Sinn mit dem Hund nicht nur Spazieren zu gehen, sondern gleichzeitig mit dem Fahrrad zu fahren. Das ist per se eine großartige Idee, denn das Fahrrad ist nicht nur gut für die Gelenke, sondern je nach Fahrradart auch ein spitzenmäßiges Trainingsgerät. Man kann damit Berg- und Talfahrten machen, lange Strecken zurück legen und die Schwierigkeitsstufe beim Fahrrad einstellen, sodass das Training besonders locker oder intensiv ist.

Allerdings will das Fahrradfahren mit dem Hund gelernt sein.

Was ist beim Fahrrad fahren mit dem Hund zu beachten?

Der Hund ist das Fahrrad fahren in der Regel nicht gewöhnt und wird sich womöglich erst mal erschrecken – insbesondere wenn man den Hund nicht als Welpen bereits ans Fahrrad gewöhnt, sondern erst viel später. Hierbei ist nicht nur Geduld gefragt, sondern auch Vorsicht geboten. Denn der Hund kann womöglich an der Leine ziehen und man muss dann genügend Kraft haben, sich nicht mitreißen zu lassen.

Das ist auf dem Fahrrad jedoch doppelt so schwierig, da man keinen eigenen Halt hat, sondern sich bereits auf dem Fahrrad balancieren muss, um nihct umzufallen. Hierfür wird beispielsweise empfohlen erst mal eine kurze Strecke um den Block zu fahren (oder anderswo, wo es sicher ist). Dort kann man den Hund dann an einem Stock etwas weiter weg vom Fahrrad führen, damit er dem Fahrrad nicht zu nahe kommt und einen sicheren Abstand einhält. Mit einer Leine wäre das wiederum schwierig, da sie sich zwar mit der Entfernung feststellen lässt, damit der Vierbeiner nicht zu weit weg läuft, aber der Abstand lässt sich jederzeit verkürzen und nicht verlängern.

Im Idealfall ohne Leine

Hund ohne Leine

Am besten ist es, wenn der Hund gelent hat „beifuß“ zu laufen, ohne eine Leine nutzen zu müssen. Aber Vorsicht – hierbei muss der Hund so gut gehorchen können, dass man auch ohne die Leine sicher sein kann, dass er nicht plötzlich auf die Straße läuft, andere Verkehrsteilnehmer oder Hunde attackiert. Wenn man sich nicht hundertprozentig sicher sein kann, dass der Hund das nicht kann, sollte man ihn nicht ohne Leine laufen lassen, denn auch wenn man schnell fahren kann, wird der Hund schneller sein.

Zu einem sicheren Platz fahren

Es gibt viele Plätze, an denen man sicher mit seinem Hund üben kann – wenn sich dieser Platz nicht in deiner unmittelbaren Umgebung befindet, solltest du mit deinem Hund und dem Fahrrad zu einem anderen Ort fahren. Hierfür eignen sich Lastenfahrräder für Hunde. Ein Anhang fürs Fahrrad, bei dem Der Hund wie bei einem Auto quasi im Kofferraum sitzt und bequem und einfach von A nach B gefahren werden kann. Das erspart dir das Verstauen des Fahrrads und des Hundes im Auto und jede Menge Benzin.

Viel loben

Bei einem Hund und der Hundeerziehung ist es immer wichtig, dass das Tier weiß wann es etwas gut gemacht hat und wann nicht. Es sollte immer eine gute Balance entstehen, sodass der Hund nicht übermäßig geschimpft wird aber auch nicht übertrieben viel Lob erhält. In vielen Fällen ist es so, dass der Hund auch gar keine Bestätigung braucht.

Das gilt beispielsweise, wenn man an einem Tor mit anderen bellenden Hunden vorbei geht – In diesem Fall ist es besser gar nichts zu sagen und den Hund auch nicht im Anschluss zu loben, wenn er es richtig macht. Denn das soll der Hund als normal empfinden, dass andere Hunde bellen und dass er an ihnen schweigend vorbei geht. Je mehr Aufmerksamkeit man den bellenden Hunden schenkt und auch dem eigenen Hund einredet, er soll „still“ sein, desto mehr Aufregung legt man in die Sache hinein.

Es ist das gleiche Prinzip wie beim Tierarzt. Der Hund soll sich hinlegen und still sein. Wenn man ihn beim Zittern streichelt, weil man denkt, man würde ihn beruhigen, fördet man hingegen seine Angst und bestätigt ihn darin, dass er sich fürchten muss. Generell gilt aber, wenn der Hund einen Befehl bekommt und gehorcht, dann bekommt er ein Leckerchen und Streicheleinheiten zur Bestätigung. Gehorcht der Hund nicht, muss man ihn ignorieren.

Hilfe vom Profi

Wenn man mit seinem Hund bei dem Versuch das Fahrrad fahren zu trainieren nicht allein weiter kommt, ist es wichtig, dass du dich an einen Profi wendest, der genau weiß worauf es ankommt. Geh zur Hundeschule in deiner Umgebung, such nach einem professionellen Hundetrainer oder frage die Menschen in deine Umfeld, die es bereits geschafft haben mit ihrem Hund eine Radtour machen zu können.

Immer wenn du nicht alleine weiter weißt, gibt es immer irgendjemanden, der dir helfen kann – sofern du willst. Natürlich ist der Profi für das Hundetraining nicht kostenlos – aber es lohnt sich, wenn du seine Tipps befolgst und diszipliniert mit deinem treuen Vierbeiner übst. Bedenke die Möglichkeiten, die dir und deinem Hund zur Verfügung stehen, wenn er jeden Morgen oder Abend so einfrig mit dir trainieren kann, wie effektiv du was für deinen Körper und deine Gesundheit tust und wie viel Zeit ihr an frischer Luft verbringen könnt. Insbesondere, wenn du nicht gut zu Fuß bist und dich besser mit dem Fahrrad bewegen kannst, profitiert ihr beide enorm davon.

Wie sehr liebst du das Fahrrad fahren und was ist deine liebste Hunderasse?

Bist du ein großer Fan von großen und stämmigen Hunden, wie Dobermännern, Bulldoggen oder Schäferhunden oder bevorzugst du eher kleine Hunderassen wie ein Mini-Spitz, Shih Tzu oder Dackel?

Wie fährst du am liebsten Fahrrad? Gemütlich, schnell oder magst du es, wenn es viele Berg- und Talfahrten gibt?

Hinterlass uns gerne einen Kommentar mit deinen Ansichten, deinen Erfahrungen und deinen Fragen zu diesem Thema. Wenn dir noch ergänzende Informationen einfallen oder du konstruktive Krtitik übrig hast, freuen wir uns ebenfalls sehr von dir zu lesen.

Wir wünschen dir auf alle Fälle viel Erfolg beim Training, viel Spaß mit deinem Vierbeinre und jede Menge Gesundheit.  

About the author

Verena Walter

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