„Es tut mir Leid“ in 7 Arten

Hin und wieder passiert es jedem von uns. Wir haben etwas wichtiges vergessen, wir haben etwas Verletzendes gesagt, wir haben jemandem etwas angetan oder wir haben uns nicht an das gehalten, was wir zugesagt haben. Das ist nicht nur schlecht für uns, weil wir uns in dem Moment schlechter machen als wir sind, sondern auch für die Mitmenschen, die unter dem Fehler zu leiden haben. Manchmal ist es aber mit einer simplen „Entschuldigung“ nicht getan, und wir müssen den Fehler wieder gut machen.

Während man bei einem schlecht gewählten Ausdruck oder einem vergessenen Artikel (wenn der andere im Supermarkt war) mit einer Entschuldigung alles wieder gerade biegen kann, ist es bei anderen Fällen nicht so einfach. Wenn Otto sich beispielsweise darauf verlässt, dass Marvin ihm rechtzeitig die Lern-CD gibt, damit Otto noch das fehlende Wissen zur Prüfung nachholen kann, Marvin dies aber nicht schafft und Otto im Gegenzug durchfällt, genügt es nicht einfach ein liebloses „Sorry“ zu faseln.

Aber wie stellen wir das klug an? Eine Entschuldigung kann man auf mehrere Arten zeigen. Hier sind die 7 besten Arten, wie man sich bei jemandem entschuldigen kann.

1. Fehler ausbaden

In vielen Fällen ist es möglich den Fehler wieder auszubaden. Beispielsweise indem man eine Rechnung nachträglich bezahlt, die Schuld auf sich nimmt oder sich anderweitig darum kümmert, dass doch noch alles klappen kann. Diese Art ist leider nicht immer möglich, aber wenn sie möglich ist, sollte man dies unbedingt in Erwägung ziehen.

Denn so kann man einen Fehler vielleicht sogar völlig ungeschehen machen.

2. Geschenk machen

Geschenke wie z.B. Blumen unterstützen Deine Entschuldigung

Bei einem Fehler, der nachträglich nicht mehr nachzuholen ist, oder bei dem eine simple Entschuldigung nicht genügt, kann man seine Bitte um Entschuldigung anders regeln. Zum Beispiel, indem man dem Betroffenen ein schönes Geschenk macht. Das Geschenk sollte dem Fehler angemessen sein. Bei einer verletztenden Wortwahl wäre beispielsweise ein neues Auto völlig übertrieben und wer jemand anderem eine wichtige Chance verbaut hat, kommt mit einer Tafel Schokolade nicht weit

Hier ein paar Vorschläge, die man eventuell nutzen könnte: Schmuck, Konzertkarten, ein Gutschein, ein Pflegeset, etwas passendes zum Hobby, Pralinen, ein Kleidungsstück oder ein paar Blumen. Bei vielen Dingen kann man den anderen auch mit dem Geschenk spontan überraschen und beispielsweise einen Entschuldigungsstrauß ins Büro schicken. Das muss weder teuer, noch von langer Hand geplant sein. Mit einem Blumenversand Vergleich kann man einen guten und günstigen Anbieter finden, der den perfekten Strauß für alle Anlässe fertigt und versendet.

3. Nachträglich da sein

Oftmals kann man seinen Fehler nicht direkt wieder gut machen. Wenn eine Prüfung vermasselt ist und man diese nachholen muss, wird die Entschuldigung eines Freundes nichts daran ändern. Oder wenn der Umzug bereits erledigt ist, kann man nicht nachträglich noch Kisten, Möbel oder Kleidung von der einen in die andere Wohnung räumen.

Aber man kann immer noch nachträglich da sein und dem Betroffenen helfen. Wie wäre es, wenn man bei dem Aufbauen von Schränken hilft oder anbietet für die Prüfung zu lernen? Es gibt viele Mittel und Wege dem Betroffenen individuell und dem Fehler angemessen zur Hand zu gehen. Oftmals hilft auch die Frage „Wie kann ich das wieder gut machen?“ um von dem Betroffenen auf die Art und Weise zu helfen wie er es gebrauchen kann. Schließlich ist gut gemeint nicht immer gut gemacht – wenn man weiß wie, dann hilft man dort, wo die Hilfe benötigt wird.

4. Überraschung!

Bei Partnern sieht man es immer wieder. In Filmen wie auch im echten Leben. Der eine hat etwas gemacht oder gesagt was bei dem anderen schlecht aufstößt. Wie kann man das wieder gut machen? Man überrascht den anderen. Heute hat man das Lieblingsessen des anderen gekocht, der Schatz wird in das Lieblingslokal eingeladen, es gibt eine Überraschungsfeier oder man hat sich besonders hübsch gemacht.

Nicht immer hat das Überraschen zu zweit etwas mit Sex zu tun – aber bei manchen Menschen ist es Gang und Gebe. Hierbei ist Vorsicht geboten. Wer jedes Problem mit Sex lösen möchte und den Fehler jedes Mal erneut begeht, wird irgendwann großen Ärger dadurch haben.Denn das Problem löst sich nicht, indem man den Fehler ständig wiederholt und ihn immer wieder versucht auf die gleiche Art zu beheben.

Wenn ich beispielsweise ständig verbal auf meinen Partner einprügel, ihn für alles Verantwortlich mache und selbst meine eigenen Fehler nicht reflektiere, gibt das zwischen meinem Schatz und mir irgendwann Krieg. Nicht nur, dass er sich so eine Unart nicht gefallen lassen würde; wenn ich derart verblendet wäre, würde ich anfangen mit ihm zu diskutieren. Wir würden das Problem mit Sex lösen und uns so vertragen. Und dann? Dann haben wir das Problem wieder. Und irgendwann – über kurz oder lang – platzt einem der Kragen.

5. Brief

Manche Menschen können sich nicht so ausdrücken wie andere. Alleine der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist enorm. Während Männer durchschnittlich ein Vokabular von etwa 7.000 Wörtern besitzen, greifen Frauen auf ein Repertoire zurück, das im Durchschnitt 20.000 Wörter beinhaltet (also fast 3 x größer ist, als das der Männer).

Man merkt bei vielen Frauen auch, wenn sie sich mit anderen Frauen unterhalten, können sie stundenlang die Telefonleitung belegen – dies fällt sehr stark in Haushalten auf, in denen die Tochter im Teenager-Alter ist. Sie kann stundenlang mit einer Freundin reden und dabei etliche Themen ansprechen, auch wenn sie sich am nächsten Tag wieder treffen.

Männer haben hingegen kein Verlangen Dinge in epischer Länge zu formulieren und halten sich meist eher kurz und knapp. Wenn sie etwas am Telefon regeln, ist das für gewöhnlich nach wenigen Minuten geklärt.

„Treffen wir uns um 8 in der Bar?“ „Ja.“ „Okay, bis später.“ Sie verwenden dabei keine (für sie) irrelevanten Floskeln und Höflichkeiten. Auch mit dem Formulieren ist nicht jeder gleichermaßen begabt. Deswegen ist es manchmal sinnvoll seine Entschuldigung schriftlich zu formulieren, um sich so auszudrücken wie man möchte, ohne Druck und ohne Panik. Oft hilft das Verfassen eines solchen Briefes auch tiefer in sein Innerstes zu schauen und sich selbst zu reflektieren.

6. Persönlich

Die beste und schönste Variante ist und bleibt die persönliche Entschuldigung, bei der man sich vor den anderen stellt, seinen Fehler offen und ehrlich eingesteht und dafür um Verzeihung bittet. Ohne Ablenkung, ohne einen Zwischenmann und völlig ohne Ausreden. Klar und direkt, mit Augenkontakt und dem Vorsatz diesen Fehler nicht zu wiederholen.

7. Gesten

Nicht jedem fällt es leicht die einfachen Worte „Es tut mir leid“ oder „Bitte verzeih mir“ auszusprechen. Bei manchen Menschen wirkt es so, als täten diese Worte beim Aussprechen weh – weswegen es ihnen schwer fällt den Mund auf zu machen. Sie zeigen ihre Reue auf andere Weise und entschuldigen sich mit einer kleinen Geste. Das könnte das Wiedergutmachen, ein kleines Geschenk oder einfach nur eine normale Umarmung sein.

Bei Menschen, die so ticken, bedeutet dies ein großer Schritt – und den sollte man anerkennen. Auch wenn das Problem nicht gelöst ist, es bedeutet viel, wenn ein Mensch sich so weit öffnen und seinen Fehler eingestehen kann.

Wichtige Grundregeln

Wichtige Grundregeln

Für die Entschuldigung möchte ich noch ein paar grundlegende Basisregeln anmerken, die bei jeder der oben genannten Arten unbedingt dazu gehört.

Punkt 1: Aufrichtigkeit. Egal was man sagt und wie man es sagt, man sollte es immer aufrichtig und ehrlich machen. Eine unaufrichtige Entschuldigung ist genauso wertlos wie ein nicht ernst genommenes Versprechen. Entweder man meint es wie man es sagt, oder man soll es bleiben lassen.

Punkt 2: Fehler einsehen. Es ist wichtig, dass man seinen eigenen Fehler einsieht und dies in seine Entschuldigung einfließen lässt. Jeder macht mal Fehler und es gehört viel Courage dazu seine Fehler einzugestehen. Das bedeutet gleichzeitig, dass man über sich hinauswachsen und es für die Zukunft besser machen kann.

Punkt 3: Wiederholungen vermeiden. Wenn man weiß welche Aussagen oder Handlungen (bzw. Nicht-Handlungen) zu einem Problem führen, kann man diesem Problem für die Zukunft aus dem Weg gehen, indem man den Fehler nicht wiederholt. Wenn es den Partner stört, dass die Wäsche auf dem Boden liegt – einfach nicht mehr auf den Boden werfen. Wenn der Chef sich beschwert, dass man zu wenig auf die Rechtschreibung achtet – einfach ein wenig an sich arbeiten. Wenn ein Freund es satt hat, dass man immer zusagt und dann wegen „keine Lust“ absagt – entweder überwinden und mitmachen oder keine Zusagen tätigen, wenn man ohnehin keine Lust hat.

Punkt 4: Fehler nicht auf andere schieben. Manche Fehler entstehen nicht durch das Versagen eines einzelnen Menschen, sondern durch den Fehler und mangelnde Unterstützung mehrerer Personen. Dennoch sollte man so viel Rückgrat haben für seine Fehler gerade zu stehen und nicht mit dem Finger auf andere deuten, getreu dem Motto: „Sein Fehler war aber schlimmer.“ Damit wird die Situation auch nicht besser – und man zeigt sich von einer miesen Seite. Genauso schlimm fängt eine Unterhaltung an, wenn man mit dem Finger auf denjenigen zeigt, der die Entschuldigung verdient hat und anfängt alte Kamellen aufzutischen.

Wie läuft es bei euch?

Wie entschuldigt ihr euch bei euren liebsten? Wie entschuldigen andere sich bei euch? Was war die beste oder gar die schlechteste Entschuldigung, die ihr je bekommen habt? Was gehört bei euch zu einer vernünftigen Entschuldigung dazu und wie schwer oder leicht fällt es euch einen Fehler einzusehen?

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Verena Walter

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