Die richtigen Glaubenssätze – die richtige Einstellung

Kennt ihr euch mit dem Thema Glaubenssätze aus? Habt ihr davon schon mal etwas gehört? Die Glaubenssätze beschreiben die innere Einstellung die wir zu bestimmten Themen haben. Sei es Geld, eine Beziehung, die Arbeit, unserer Ernährung und allen anderen Dingen. Je nachdem welche Verbindung wir mit welchen Dingen verknüpfen, dementsprechend verhalten wir uns. Haben wir zum Beispiel aus diversen Sendungen, von Freunden und Verwandten, sowie von Lehrern und aus Zeitschriften gelernt: Geld ist böse – dann werden wir alles tun, aber kein Geld verdienen.

Seltsame Glaubenssätze

Viele Glaubenssätze sind weit verbreitet und unfassbar bescheuert. Sorry, aber diese Glaubenssätze sind nicht schlüssig.

Hier ein paar Beispiele:

Geld verdirbt den Charakter – Niemand mag/liebt mich – Ich bin so blöd – Keiner beachtet mich – Ich bin nichts wert – Ich kriege den Job doch eh nicht – Man muss ein Arschloch sein, um voran zu kommen – Es gelingt mir eh nicht – Gott, was bin ich hässlich.

Warum denkt man so etwas? Weil man sich das hat einreden lassen. Und warum ist das so?

Warum wir denken, wie wir denken

Bei jedem haben sich die Glaubenssätze aus anderen Gründen manifestiert. Bei einigen hat es den Ursprung bei den Ansichten der Eltern – die für uns in diversen Altersstufen und Situationen als Vorbild gelten, weshalb wir ihre Definitionen schnell übernehmen -, der Sichtweise unserer Großeltern oder Verwandten, die uns am Herzen liegen, oder der Meinung der Freunde, weil man bei ihnen nicht anecken will.

Nicht, dass die Eltern, Großeltern, Verwandten und Freunde allesamt falsch liegen, aber sie haben eben auch nicht immer Recht. Manchmal meinen Eltern es mit einem gut, wenn sie sagen: „Tu es nicht, du fällst damit nur auf die Nase“. Aber nur weil es ihre Ansicht ist, entspricht es nicht automatisch der Wahrheit. Vielleicht ist man für diese und jene Situation gut präpariert, hat sich Gedanken gemacht und sich auf alles vorbereitet – wodurch die Bedenken der Familie unbegründet sind? Oder in sensiblen Momenten haben wir die Meinung von anderen angenommen, als sie uns ausgelacht haben, uns als blöd betitelten oder wir aufgrund eines Vollidioten in unserer Umgebung nieder gemacht wurden, weil wir nicht waren wie die anderen.

TV, Zeitung und Co.

Sowohl bezüglich des Geldes als auch bezüglich der Ernährung und hinsichtlich der Schönheit wird uns von allen Seiten erzählt, was richtig und was falsch ist. Modeexperten sprechen über die Dinge, die in und out sind, Beauty-Experten quatschen über den Style der Haare und das richtige Make-up, Sendungen wie Germanys Next Topmodel zeigen eine Frau, die anderen Frauen mit Traummaßen sagt, dass sie zu kräftig, zu dick, nicht schön genug sind, und und und. Wie soll man da (besonders als heranwachsende Frau – das heißt… Männer sind auch betroffen, in der Regel aber deutlich weniger als die Ladies) nicht mit Komplexen aufwachsen? Wenn Statistiken über Schönheit gemacht werden (bezüglich der Symmetrie und anderen Punkten), wenn sich sämtliche Menschen über andere auslassen dürfen und dabei nicht immer freundlich sind, weil man nicht herum läuft wie ein Modepüppchen (vielleicht weil es auch nicht der eigene Stil ist), dann ist es doch keine gute Message. Zumal man dann vermutlich auch glaubt, dass man nur was werden kann, wenn man die richtige Kleidung anzieht. Ich meine, insofern stimmt es ja: Kleider machen Leute – und bei einigen Berufsgruppen herrscht eine gewisse Kleiderordnung. Aber das bedeutet weder, dass man 24/7 geschminkt sein muss, noch dass man jeden Tag im Cocktailkleid und hochhackigen Pumps unterwegs sein braucht, dass man nicht einmal die Woche zum Frisör rennen muss, um schön und beliebt zu sein, oder gar um anerkannt zu werden.

Die Sache mit dem Geld ist genau die gleiche – in wie vielen Sendungen und Filmen wird Geld verteufelt? Da ist der große böse Geschäftsmann (oder Geschäftsfrau), der gierig ist und reicher werden will und dementsprechend alles tut, um sein Ziel zu erreichen, dafür die schöne Natur zerstören will, anderen das Leben schwer macht und (je nach FSK) auch mal über Leichen geht.

Um mal ein kleines Beispiel zu diesem Thema zu geben, habe ich mich für einen kleinen, aber interessanten Beitrag von Fernsehkritik TV entschieden. Viel Spaß!

Und um noch auf den letzten Punkt in diesem Abschnitt zu sprechen zu kommen (die Ernährung), dank kritikfreier Werbung, von wegen „Man benötigt nur diese und jene Tablette, und schon wird man die überschüssigen Pfunde los“, wird uns weisgemacht, dass man keine Diät oder eine vernünftige Lebensweise benötigt (was aber dann doch meist in der Verpackungsbeilage solcher Hilfsmittel steht), sondern nur diese Tabletten schlucken muss. Oder aber man wirft sich jedes Jahr in eine neue Diät, die auf den Markt kommt, weil man meint: Alle müssen gertenschlank sein, damit sie hübsch, attraktiv und erfolgreich sind. Und natürlich ist jede Diät eine gute Diät, solange sie funktioniert. Dass die meisten Diäten für die Tonne sind, wird nicht gesagt – und wenn man blind den Dingen glaubt, die einem gesagt werden, dann informiert man sich auch nicht.

Glaube versetzt Berge

Wenn ich glaube, dass ich nichts wert bin, dann werde ich auch so behandelt. Woran liegt das? Weil ich aufgrund meiner Körperhaltung, meinem Wortlaut und meinen Gesten den Menschen in meiner Umgebung signalisiere: „Ich bin nichts wert, und das weiß ich auch.“ Deshalb behandeln andere einen auch wie Dreck. Nicht alle, es gibt auch eine gute Hand voll Menschen, die den Menschen neutral gegenüber steht oder ihren Mitmenschen in Not zur Hilfe eilen. Aber wie dieser Glaubenssatz, funktionieren auch alle anderen. Ich halte Geld für böse, also verdiene ich keins; Ich bin der Meinung, dass alle Beziehungen anstrengend sind, also werden die Beziehungen anstrengend; ich bin davon überzeugt, dass ich den Job nicht kriege, dann kriege ich ihn auch nicht. Das liegt auch daran, wie ich mich verhalte – und wenn ich davon ausgehe, dass etwas nicht funktioniert, dann lege ich auch keine Mühe und keinen Elan in die Sache, und dann ratet mal: Richtig, dementsprechend komme ich rüber und demzufolge klappt es auch nicht.

Wie soll man denn von sich überzeugen, wenn man von sich selbst so eine schlechte Meinung hat? Wie soll es einem gelingen finanzielle Freiheit zu erlangen, wenn man zu der Überzeugung gelangt ist, dass Geld nur was für den Charakter verdirbt, stinkt und nur von skrupellosen Menschen erarbeitet worden ist, weil sie über Leichen gegangen sind? Warum sollte man bei einer Diät Erfolg haben, wenn man sich sicher ist, dass die Diät ohnehin nicht funktioniert? Und wie um alles in der Welt soll man glücklich werden, wenn man die Ansicht hat, kein Glück zu verdienen?

Habt ihr auch negative Glaubenssätze? Dann solltet ihr unbedingt etwas dagegen tun. Schreibt euch alle negativen Glaubenssätze auf und dreht alle negativen Glaubenssätze in was Positives. Wenn ihr der Meinung seid: „Nur Arschlöcher kommen weiter.“, dann schreibt stattdessen: „Freundliche und herzensgute Menschen kommen weiter und bekommen viel von ihrer Gutherzigkeit zurück.“

PS: Ich rede nicht von einer naiven Denkweise, wenn ihr aus guten Gründen mit bestimmten Menschen durch seid, dann hat sich das Thema erledigt. 🙂

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Verena Walter

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