Die Freuden und Leiden des Umzugs

Wenn das Alter kommt, in dem man anfangen kann auf eigenen Füßen zu stehen, sind viele sehr begeistert und können es kaum erwarten aus dem Elternhaus zu ziehen und ihr Leben selbst in die Hand zunehmen. Die Vorfreude ist groß, und wer könnte es nicht erwarten das Elternhaus zu verlassen und auf eigenen Beinen zu stehen? Schluss mit den Regeln der Eltern, seine eigenen 4-Wände, die man nach eigenem Belieben dekorieren kann. Niemand, der einem vorschreibt was man zu tun und zu lassen hat. Das ist großartig!

Aber leider ist so ein Umzug keine Kleinigkeit. Es bedarf einiges an Zeit und in erster Linie viel Organisation um einen Umzug möglichst einfach und schnell abzuwickeln.

Ich habe bereits 7 Umzüge hinter mir und bei einem weiteren Umzug mit angepackt. Daher kann ich schon behaupten, dass ich Ahnung habe – zumal ich nicht nur innerhalb deutschlands, sondern im Ausland umgezogen bin und einmal sogar von Spanien nach Zypern,

Was sind die Vorteile bei einem Umzug

Ein Umzug ist immer wieder eine gute Gelegenheit sich von alten Sachen zu trennen. Meistens traut man sich nicht alte Sachen los zu werden, weil man das Gefühl hat, man bräuchte es noch – oder weil man viele gute Erinnerungen daran hat. Aber wenn man ehrlich ist, schaut man vieles schon lange nicht mehr an, es liegt in der Ecke, im Keller oder auf dem Dachboden, staubt vo rsich hin und wird nicht benutzt.

Da man beim Umzug aber nicht alles mitnehmen will (oder kann), ist es die ideale Möglichkeit sich von unnötigen Unterlagen, Möbeln, Küchengeräten, Reinigungsutensilien oder ähnlichem zu trennen und sie entweder durch neue zu ersetzen, oder mit dem Konsum an dieser Stelle aufhören.

Außerdem hat der Umzug den Vorteil, dass für gewöhnlich in ein besseres Haus, eine schönere Wohnung, eine bessere Gegend oder in eine günstigere Alternative zieht. Je nachdem aus welchen Gründen man umzieht. Dadurch bilden sich aber wieder neue Chancen und meist auch neue Eindrücke, die wiederum gut für’s Gehirn sind.

Worauf sollte man achten?

In erster Linie ist wichtig, dass man mit dem Packen der Umzugskartons nicht zu spät anfängt. Wenn man weiß, dass man gegen Monatsende die alte Bleibe verlässt und in die neue Unterkunft zieht, ist es sinnvoll nicht unbedingt zwei Tage vorher damit anzufangen. Gerade die Gegenstände, die man nicht ständig braucht, wie beispielsweise Feiertagsdekoration oder Gartenwerkzeuge kann man bereits Mitte des Monats gepackt haben. Jeden Tag eine Stunde Packen genügt völlig, um bis zum Monatsende alles in Kartons und Tüten verstaut zu haben. Je nachdem wie viel man mitnehmen möchte.

Hierbei kann man sich den Umzug noch einfacher gestalten, indem man die Kisten mit den entsprechenden Räumen beschriftet. Zum Beispiel „Büro“, „Bad“, „Küche“, „Kinderzimmer“, „Wohnzimmer“, „Esszimmer“ oder „Garage“. Dadurch kann man die die entsprechenden Kisten sofort in das gewünschte Zimmer bringen, ohne die Kisten jedes Mal öffnen zu müssen.

Aussortieren ist ebenfalls wichtig. Warum den alten Schund von vorher mitnehmen? Wieso unnützen Kram von der einen in die andere Wohnung verfrachten? Gleich aussortieren, verkaufen, verschenken, weg werfen und mit dem Verkauf en professionellen Umzug durch ein Umzugsunternehmen bezahlen oder sich davon einen schönen Urlaub gönnen ;). Denn alles was man einpacken und mitnehmen muss, kostet Zeit, Platz und zuweilen Geld.

Umzugsunternehmen oder selber machen?

Bei einem Umzug gibt es in der Regel immer zwei Möglichkeiten. Entweder man engagiert ein Umzugsunternehmen, das einem dabei hilft die Kartons und Möbel zu transportieren und aufzustellen oder man macht alles selbst und bittet Freunde, Bekannte und Nachbarn um Unterstützung. Beide Möglichkeiten sind auf den ersten Blick gut, haben aber ihre Vor- und Nachteile.

Bei Freunden und Bekannten ist es vorteilhaft, dass sie kein Geld kosten. Sie bieten freiwillig ihre Zeit an, um Kisten, Kartons, Möbel und Co. mit ihrem Auto oder einem gemieteten Transporter von A nach B zu verfrachten. Allerdings kann es passieren, dass die Freunde und Bekannte krank werden oder wegen unglücklicher Umstände (Probleme in der Familie) ausfallen oder dann doch keine Lust haben und absagen. Auch kurzfristig. Das ist natürlich blöd, wenn man von 5 Menschen eine Zusage bekommen hat und 4 von ihnen an Tag X ausfallen und im Vorfeld nicht absagen. Das ist sehr ärgerlich, da man so schnell niemanden mehr findet, der einspringen kann. Zumal bei einigen Freunden selten Verlass ist und es sich an genau diesem Tag wieder bewahrheitet. Das gilt natürlich nicht für alle Freunde, manche kommen wahrscheinlich auch zum Umzug, wenn sie todkrank sind – aber wenn so etwas passiert, ist es ärgerlich.

Mit einem Umzugsunternehmen hingegen hat man qualifizierte und kräftige Menschen, die zusätzlich mit technischen Geräten helfen können schwere Gegenstände mit einem Kran über den Balkon Möbel in eine Wohnung hinein zu verfrachten oder aus der Wohnung raus zu holen. Und Gesetz den Fall, dass ein Mitarbeiter krank geworden ist, wird sich ein anderer Mitarbeiter finden, sodass der Umzug problemlos stattfinden kann. Aber ein Umzugsunternehmen ist natürlich nicht ganz billig. Immerhin kostet ein Umzug ohne Weiteres mehrere 100 Euro – je nachdem wie viel transportiert werden muss und welche Umstände gegeben sind.

Müssen mehr Maschinen und Geräte aufgefahren werden oder müssen die Mitarbeiter mehr Handgriffe machen (weil vielleicht noch nichts eingepackt ist), kostet es mehr, als wenn nur 4 Möbelstücke und 4 Kartons verladen werden müssen.

Fehlt bereits das nötige Equipment, wie ein Kran, um die Möbelstücke über den Balkon nach unten zu verfrachten, wird man um ein Umzugsunternehmen nicht herumkommen. Eventuell müssen die Möbel auch erst auseinander gebaut werden und in der neuen Wohnung zusammengebaut werden, was natürlich mehr Zeit und damit mehr Geld kostet. Zieht man innerhalb Deutschlands um, nimmt man in der Regel Möbel mit, zieht man hingegen ins Ausland muss es genau überlegt werden, ob es sich Kosten mäßig rechnet, die Möbel mitzunehmen.

Umzug im Ausland – Deutsche Umzugsunternehmen oder einheimische Umzugsunternehmen

Theoretisch kann man sein Umzugsunternehmen mit jedem beliebigen Umzugsunternehmen machen. Es spielt keine Rolle, ob die Heimat des Umzugsunternehmen Hannover oder Madrid ist. Beauftragen kann man in erster Linie jeden, der dafür in Frage kommt. Ob es ein Umzugsunternehmen aus der alten Heimat ist oder einer aus dem künftigen Zielort spielt keine Rolle. Allerdings haben wir es immer als angenehm empfunden, wenn wir einen deutschsprachigen Dienstleister in Anspruch genommen haben, da wir zum einen mehr verstanden haben und zum anderen keine Missverständnisse aufkommen konnten. Allerdings gibt es überall schwarze Schafe, bei deutschen Umzugsunternehmen wie auch bei ausländischen Dienstleistern. Daher ist es immer empfehlenswert online nach Rezensionen oder Erfahrungsberichten Ausschau zu halten. Die Rezensionen der letzten 3 Monate sind besonders ausschlaggebend.

Auch preislich gibt es enorme Unterschiede, weshalb man sich am besten Angebote von verschiedenen Anbietern einholen sollte, am einfachsten geht dies über Webseiten, wo sich Umzugsunternehmen um den Auftrag bewerben können, statt mühsam selbst bei verschiedenen Umzugsunternehmen sich nach einem Angebot zu erkundigen.

Was Umzüge ins Ausland betrifft, gibt es verschiedene Möglichkeiten, man kann sich mit DHL das Notwendigste per Post schicken lassen oder Speditionen nehmen die Kisten als Beiladung oder Übergepäck im Flugzeug mit oder man beauftragt ein professionelles Umzugsunternehmen sich um Alles zu kümmern. Manchmal teilen sich auch Auswanderer einen ganzen Container.

Es kommt eben darauf an, wie viel Umzugsgut man hat und ob es ins Festland oder auf eine Insel geht.

Was habe ich aus Umzügen gelernt?

Umzüge sind ziemlich hart und rauben jede Menge Kraft – vor allen Dingen, weil es sehr anstrengend ist, alles einzupacken, zu verladen und wieder auszuräumen. Je weniger man mitnehmen muss, desto einfacher und schneller gelingt der Umzug und desto günstiger kommt man mit einem Umzugsunternehmen davon. Ein Umzug ist daher die perfekte Gelegenheit, Überflüssiges zu Geld zu machen, anstatt es mit in die nächste Wohnung zu nehmen.

Aber leider leider gehöre ich zu den Sammlern und Bunklern, die immer zu viel im Haus hat und dementsprechend die Freude des Lola-Prinzips noch lernen muss. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Wie ergeht es euch mit Umzügen?

Wie oft seid ihr schon umgezogen? Wie habt ihr diesen Akt empfunden? Ward ihr danach immer kaputt und gestresst oder ging es euch hervorragend, weil alles gut organisiert war? Wie lange braucht ihr für einen Umzug und habt ihr vor euch ins Ausland zu verabschieden? Erzählt mir von euren Geschichten am besten in den Kommentaren.

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Verena Walter

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