Berufskraftfahrer – vielseitig und nützlich

Berufskraftfahrer ist ein Job, der genauso wie viele andere Jobs sehr vielseitig ist und zahlreiche Möglichkeiten bietet. Denn als Berufskraftfahrer kann man nicht nur einen Job, sondern mehrere Arbeitsbereiche entdecken.

Was es darüber alles Interessantes zu wissen gibt, klären wir hier und heute in diesem (für euch hoffentlich spannenden) Artikel.

Welche Jobs kann man ausüben?

Wer eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer gemacht hat und über einen entsprechenden Führerschein verfügt, kann eine Vielzahl an Berufskraftfahrer Jobs kennenlernen.

Menschen mit einem Führerschein der Klasse D1, D1E, D, DE oder einer gleichwertigen Klasse, dürfen die Personenbeförderung machen. Das bedeutet, sie dürfen Busse und Taxis bedienen. Geht es hingegen um die Fahrerlaubnis für die Güterbeförderung, ist ein Führerschein der Klassen C1, C1E, C, CE oder eine gleichwertige Klasse für den Güterkraftverkehr vonnöten. Wer zusätzlich geeignet sein möchte für den Transport von Gefahrgut, braucht eine ADR-Bescheinigung. Dabei handelt es sich um den Gefahrgutführerschein. Dieser kann nur bei ausgewählten Schulungsveranstaltern durch die Teilnahme an einem solchen Lehrgang erworben werden und ist für 5 Jahre gültig. Hierfür ist eine Prüfung der IHK notwendig.

Wichtig zu wissen: Es gibt neun unterschiedliche Gefahrgutklassen und für die Klassen 1 und 7 sind besondere Voraussetzungen notwendig.

Informationen zu den Gefahrgutklassen:

Wie gesagt gibt es 9 verschiedene Gefahrgutklassen, die nicht alle Bestandteil des Basiskurses sind. Nur die Stück- und Schüttgutklassen 2 bis 6, sowie 8 und 9 fallen unter dem Basislehrgang. Tanktransporte, sowie die Klassen 1 und 7 müssen mit einem anschließenden Aufbaukurs nach dem Lehrgang genehmigt werden.

Die Klasssen im Überblick:

Klasse 1: explosive Stoffe und Gegenstände

Klasse 2: Gase

Klasse 3: brennbare Flüssigkeiten

Klasse 4: entzündbare feste Stoffe (4.1), selbst erhitzende Stoffe (4.2), Stoffe, die in Verbindung mit Wasser gefährliche Gase bilden (4.3)

Klasse 5: entzündend, oxidierend wirkende Stoffe (5.1), organische Peroxide (5.2)

Klasse 6: giftige Stoffe (6.1), ansteckungsgefährliche Stoffe (6.2)

Klasse 7: radioaktive Stoffe

Klasse 8: ätzende Stoffe

Klasse 9: verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände, die nicht in eine der vorherigen Klassen passen

Fernfahrer

Fernfahrer, auch Trucker, ist eine Berufsgruppe bezeichnet, bei der ein Fahrer nicht nur innerhalb Deutschlands die Güter transportiert, sondern teilweise auch europaweit zustellt. Für den Fernfahrer gelten strickte Auflagen bezüglich der Lenk- und Ruhezeiten, sowie die Geschwindigkeiten und andere Daten, die in einem Kontrollgerätes erfasst werden. Dabei handelt es sich um einen digitalen Tachograf.

Der Fernfahrer ist durch seine Arbeit oft lange von seiner Familie getrennt und muss das Sonntagfahrverbot einhalten. Bedauerlicherweise sind die Touren aber meist nicht so berechnet, dass der Fernfahrer pünktlich für den Sonntag Zuhause sitzt. Wenn das Fahrtziel weit weg ist, kann es sein, dass er die Zeit des Fahrverbots absitzen und erst sonntagnachts weiter fahren dürfen, um montagmorgens pünktlich beim Kunden anzukommen.

Dies bedeutet wiederum, dass der Fernfahrer auch Nachtschichten fährt, was seinen Rhythmus durcheinander bringt und zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Ein gestörter Tag-/Nachtrhythmus und Übermüdung sind keine Seltenheit unter Fernkraftfahrern und eine weit verbreitete Ursache von Unfällen. Um nun auch die Nacht möglichst angenehm zu überstehen, besitzt die Fahrerkabine eine Schlafkabine.

Wie lange sind die Lenkzeiten und Ruhezeiten für Fernfahrer?

Die Ruhezeiten für den Fernfahrer müssen mindestens 11 Stunden betragen, wobei man dreimal inmitten von zwei wöchentlichen Ruhezeit die Pausenzeit auf 9 Stunden verkürzen darf. Die wöchentliche Ruhezeit beträgt 45 Stunden.

Die Lenkzeiten sind ebenfalls festgelegt. So darf man täglich maximal eine Lenkzeit (sprich Fahrten, Be- und Entladen, Standzeiten aufgrund von Stau und ähnlichem) von 9 Stunden haben. 2 x wöchentlich gilt eine Ausnahme von 10 Stunden. In der Woche sollte man nicht länger als 56 Stunden und in einem Zeitraum von 2 Wochen sollt man nicht länger als 90 Stunden arbeiten.

Wichtig ist hierbei, dass die Ruhezeiten clever und für den Fahrer angenehm abgestimmt sind. Es gibt nämlich keine gesetzlichen Vorgaben nach welcher Zeit der Fahrer eine Pause zu machen hat. Er kann also nach einer Stunde bereits eine So wird oftmals empfohlen nicht die Pausenzeit an einem Stück abzusitzen, sondern die Pausen in kleine Blöcke zu unterteilen.

So kann man beispielsweise 4,5 Stunden fahren, dann macht man eine Pause von 3 Stunden, fährt weitere 4,5 Stunden und hat dann eine Schlafenszeit von 8 Stunden. Generell ist das eine gute Regelung, aber dennoch kann dadurch ein gestörter Tag-/Nachtrhythmus entstehen.

Wie lukrativ sind die Berufskraftfahrer Jobs?

Unter den Berufskraftfahrer Jobs gibt es nicht nur im Beruf viele Unterschiede, sondern auch zeitliche und finanzielle Verschiedenheiten. In der Ausbildung beschränkt sich das Gehalt im ersten Lehrjahr auf 530 bis 670 Euro. Im zweiten Lehrjahr steigert sich der Verdienst auf 560 bis 720 Euro und im dritten und letzten Lehrjahr kann man mit einer Einnahme von 600 bis 800 Euro rechnen.

Ist man ausgebildet und steigt ins Berufsleben ein, liegt der Verdienst zwischen Minimum 1.700 Euro und maximal 2.300 Euro. Vergleichsweise verdient ein Bussfahrer des öffentlichen Dienstes Minimum 1.600, maxima 2.300 Euro. In diesem Fall ist der Unterschied nicht so groß. Vergleicht man das aber mit dem Gehalt eines Meister im Kraftverkehr, erhält man einen Mindestlohn von 1.900 Euro und kann bis zu 4.000 Euro monatlich verdienen.

In einigen Jobs kann es auch sein, dass man nach Alter vergütet wird. So verdienen Berufskraftfahrer unter 30 Jahren etwa 150 Euro weniger, als ide älteren Kollegen zwischen 30 und 40 Jahren.

Ein Dank an alle Berufskraftfahrer

An dieser Stelle möchte ich den Berufskraftfahrer aller Altersklassen, jeden Geschlechts und in jeder Region ein herzliches Dankeschön für die Mühe aussprechen. Zwar gehört ihr nicht zu dem Berufskreis, die Menschen das Leben retten, ihr bekommt kein Bundesverdienstkreuz und ihr seid auch zuweilen nicht sehr beliebt bei anderen Verkehrsteilnehmern. Aber lasst mich euch sagen: Eure Arbeit ist genauso wichtig. Wo wären wir denn ohne den Transport verschiedener Güter? Wo wären wir denn ohne die LKWs, die die Geschäfte, Krankenhäuser, Apotheken und andere Geschäfte mit Waren versorgen? Wo wären wir ohne die Menschen, die die Mühe auf sich nehmen, um dieser wertvollen Arbeit nachgehen, um uns rundum zu versorgen?

Dementsprechend möchte ich euch danken, das ihr jeden Tag dieen Knochenjob auf euch nehmt.

Wie denkt ihr über diese Arbeit?

Haltet ihr sie für lukrativ und interessant? Welche Richtung würdet ihr gerne einschlagen oder würdet ihr lieber etwas anderes machen? Könnt ihr euch vorstellen was in der Ausbildung alles abgearbeitet wird oder kennt ihr wen, der so eine Ausbildung bereits gemacht hat?

Ich wünsche euch allen zusammen einen wunderschönen Tag und bis zum nächsten Mal!

Berufskraftfahrer – vielseitig und nützlich
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Verena Walter

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