Auto mieten, besitzen oder doch leasen? Was lohnt sich?

Hallo allerseits. Heute möchte ich mich mit einem sehr interessanten Thema rund ums Auto beschäftigen, denn hierbei tun sich viele Fragen auf. Was ist der Unterschied zwischen Leasing und Mieten? Welche Form des Autobesitzes lohnt sich mehr? Was sollte man beim Autokauf beachten und vieles mehr!

Fangen wir gleich mal mit den einzelnen Fragen an.

Frage 1: Was ist der Unterschied zwischen Leasing und Mieten?

Leasen und Mieten haben ein paar Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel, dass der Besitz des Leasings- beziehungsweise des Mietobjekts beim Leasinggeber, beziehungsweise Vermieters liegt. Der Mieter (oder auch Leasingnehmer) zahlt für einen bestimmten Zeitraum, damit er dieses Miet- oder Leasingobjekt fahren darf. Allerdings ist der Vermieter für sämtliche Rechte, Risiken, Pflichten und den Ausfall des Fahrzeuges haftbar. Bei dem Leasingobjekt ist es hingegen so, dass der Leasingnehmer Beschädigungen und den Ausfall des Fahrzeugs bezahlen muss.

Frage 2: Was lohnt sich mehr? Mieten? Leasen? Oder doch Besitzen?

Die Frage lässt sich schwer beantworten, da es viele verschiedene Faktoren gibt, die man hierbei beachten muss. So lohnt sich beispielsweise nicht für jeden ein Autokauf und nicht für jeden ein Leasingangebot. Wer zum Beispiel ein festes Auto haben möchte und ausreichend finanzielle Mittel hat, sollte sich gleich ein Auto kaufen. Das kommt über die Jahre gesehen günstiger, als über mehrere Monate (oder gar Jahre hinweg) ein Auto zu mieten oder zu leasen. Aber auch wenn man nicht die notwendigen finanziellen Mittel hat, gibt es die Möglichkeit das Auto auch über eine Finanzierung zu bekommen.

Das Mieten eines Fahrzeuges lohnt sich nur bei einem kurzen Zeitraum, wie beispielsweise bei einem Urlaub oder wenn das eigene Auto für eine Weile in der Werkstatt ist und man in der Zwischenzeit aber dennoch ein Auto benötigt. Auf lange Sicht gesehen rentiert sich das Mieten jedoch überhaupt nicht, insbesondere, da die Preise in der jeweiligen Saison ziemlich hoch sind. Während man in den Zeiten mietet, in denen keine Touristen kommen, kostet das Auto monatlich zuweilen gerade mal 150 Euro. Sobald aber das Wetter schön ist und die Leute in Scharen kommen, ist der Preis zum Teil (je nach Fahrzeugmodell) auch bis zu 700 Euro hoch. Wie gesagt, für einen kurzen Zeitraum ist eine Miete sinnvoll. Wer jedoch für ein Jahr und länger ein Auto braucht, sich aber keins zulegen will/kann, der sollte mit Leasing gehen.

Zwar ist man beim Leasen mit mehr Pflichten konfrontiert als beim Mieten, doch anders als bei der Miete, ist der Preis beim Leasen nicht abhängig von der Saison, sondern lediglich vom Modell, dem Alter des Autos und ein paar anderen Kleinigkeiten. Günstige und passende Leasing Deals gibt es im Internet zu Hauf.

Frage 3: Welche Form des Autobesitzes lohnt sich mehr?

Was sich lohnt und was nicht, hängt von vielen Faktoren ab. Wer beispielsweise als Firma eine Langzeitmiete eingehen kann, spart sich viele Kosten, wie etwa die Steuern oder den TÜV. Andererseits ist es so, dass man stattdessen für jeden Schaden ab einer bestimmten Größe ordentlich zur Kasse gebeten wird. Wenn die Firma hingegen Transportfahrzeuge besitzt, kostet das zwar Steuern und Miete, doch kleinere Schäden können ignoriert und in der eigenen Werkstatt ausgebessert werden. Wer Single ist und ein paar Autos ausprobieren will, weil er sich selbst nicht sicher ist, welches Auto sich am besten eignet, sollte anstelle des Mietens mit dem Leasing einen Versuch starten, da die Leasingraten günstiger sind. Erst dann, wenn man sich ein Auto ausgesucht hat, sollte man über den Kauf oder eine Finanzierung nachdenken.

Wer bereits eine Familie hat, besitzt womöglich nicht so viel Zeit die einzelnen Fahrzeugtypen auszuprobieren, sondern muss sich nach dem orientieren, was Privatpersonen, Gebrauchtwagenhändler und Autohändler anbieten. Zwar kann man mit den Vorführmodellen auch mal eine Probefahrt machen, aber eine einzelne Probefahrt simuliert nicht den typischen Alltag, den man mit dem Fahrzeug hat. Zum Beispiel den Einkauf, eine Fahrt in die Berge, oder eine längere Fahrt mit der ganzen Familie. Allerdings lohnen sich bei einer Familie weder Leasing, noch Miete, denn abgesehen davon, dass man in beiden Fällen für Schäden am Fahrzeug haftet, sind die zusätzlichen Kosten, wie die Kaution und die monatlichen Beiträge nicht lohnenswert, während man bei einer Finanzierung das Auto bereits besitzt, es aber nur noch abzahlen muss.

Frage 4: Was sollte man beim Autokauf beachten?

Wer ein Auto kauft, sollte ein paar Dinge im Vorfeld beachten. Natürlich gibt es beim Direktkauf vom Händler nicht viel zu beachten, außer, dass man vielleicht bei der Ausstattung guckt, was man davon wirklich braucht. Bei den Autos gibt es verschiedene Level der Ausstattungen. Die Standardausstattung bietet heutzutage viel Luxus, wie etwa eine Klimaanlage, einen USB-Port, automatische Fensterheber und vieles mehr. Je nachdem wie viele Extras das Auto haben soll, staffelt sich der Preis. Bei einer normalen Grundausstattung kostet der Nissan Quashqai beispielsweise 20.500 Euro. Wenn man aber die komplette Luxus-Vollausstattung bei dem Wagen nimmt, kostet das Auto ohne weiteres 38.000 Euro. Also fast das Doppelte.

Natürlich kann es auch den einen oder anderen Händler geben, der einem ein Auto aufschwatzen will, das ihm eine höhere Kommission einbringt. So kann es auch vorkommen, dass der eine oder andere Autohändler versucht dem Kunden die eine oder andere Ausstattung schmackhaft zu machen, aber achtet nicht darauf, was der Kunde wirklich benötigt.

Abgesehen davon hat man beim Händler nichts zu befürchten, da es sich hierbei um Neuwagen handelt, die natürlich immer im Top-Zustand sind. Wer jedoch etwas weniger bezahlen will, kann sich erkundigen, ob man den bereits eingefahrenen Testwagen haben kann. Einige Autos sind zwar immer noch wie neu, dienen aber als Testfahrzeug, weswegen sie bereits ein paar Kilometer runter haben und somit auch preiswerter sind. Außerdem kann man immer versuchen etwas zu handeln, beispielsweise den Preis runter handeln oder versuchen ein paar Winterreifen aufs Haus zu bekommen.

Kann man sich keinen Neuwagen leisten und ihn auch nicht über die Bank finanzieren, muss man ein Auto Second Hand kaufen. Das geht beispielsweise beim Gebrauchtwagenhändler oder bei einer Privatperson. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten, denn hierbei gibt es immer mal wieder schwarze Schafe, die ihr Auto besser darstellen wollen, als es ist. Es gibt unter anderem Menschen, die den Tacho zurückdrehen, um das Auto wertvoller erscheinen zu lassen. Einer Statistik zufolge macht das allein in Deutschland jeder Dritte. Aber wenn man etwas im Internet recherchiert, findet man ein Gerät, das man mit dem Laptop koppeln kann, und dann lässt sich herausfinden, ob der Tacho verstellt wurde. Das was intern änderbar ist, wird meist nämlich nicht geändert, weil das viel komplizierter ist und sich von den meisten Kunden nicht überprüfen lässt.

Ebenso gibt es Fälle, in denen beispielsweise der Motor wie Geleckt aussieht. In diesem Fall will der Verkäufer oft etwas verstecken, denn eigentlich ist der Motor nicht so sauber und poliert, dass man sich drin spiegeln kann. Dies kann ein Zeichen sein, dass man etwas ersetzt oder umgebaut hat, was man nicht sehen soll. Zudem sollte es immer möglich sein zu einer Vertrauenswerkstatt zu fahren, um das Auto überprüfen zu lassen (es sei denn, man schaut sich ein Auto in Augsburg an und will zur Vertrauenswerkstatt in Hamburg).

Hierbei sollte man viele Dinge im Vorfeld überprüfen, wie etwa die Federung, der Gurt, die Bremse, der Rückwärtsgang und vieles mehr. Je schlechter der Zustand ist, desto eher kann man das Auto runter handeln. Achtet vor allen Dingen auf die TÜV-Plakette und auf das Alter des Autos. Es gibt das eine oder andere Alter, das für ein Auto nicht weiter von Bedeutung ist. So ist ein Auto mit einem Alter von 5 Jahren immer noch für viele Jahre nutzbar. Wenn das Auto jedoch schon 25 Jahre hinter sich hat, ist es trotz eines günstigen Kaufpreises vielleicht nicht die beste Wahl. Natürlich kommt es auch darauf an, wie gut man auf sein Fahrzeug geachtet hat, denn wer mit seinem Hab und Gut sorgsam umgeht, der wird viel länger seine Freude dran haben, als jemand, der es regelrecht verkommen lässt.

Welche Punkte fallen euch noch zum Thema Autokauf, Automieten oder Auto-Leasing ein? 

Welches System nutzt ihr? Welches Prinzip gefällt euch am besten und welche Art von Auto gefällt euch am Besten? Was ist oder war euer erstes Auto? Wie viele Extras wollt oder braucht ihr in einem Fahrzeug und gibt es die eine oder andere Marke, die ihr besonders mögt (oder auch nicht mögt)?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen, Ansichten und Geschichten in den Kommentaren und freue mich auf eure Beiträge. Wenn ihr mit dem Artikel Freude habt, könnt ihr ihn positiv bewerten und mit Freunden und der Familie auf Facebook teilen.

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Verena Walter

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