10 unlogische Dinge bei Asterix Sieg über Cäsar

Damit kommen wir zum vierten Teil der Asterix-Teile. Ich hoffe, dass ihr auch dieses Mal genau so viel Spaß am Lesen habt wie ich und ich bin sehr gespannt, wie euch dieser Teil gefällt.

Zu Beginn möchte ich noch darauf aufmerksam machen, dass die Filme wahrscheinlich keine chronologische Reihenfolge haben, denn seit dem letzten Teil (Asterix erobert Rom) müssten die Gallier eigentlich ihr Leben in Frieden leben. Julius Cäsar ist nicht länger der Herrscher von Rom und hat seine Pläne, die Gallier besiegen zu wollen, aufgegeben.

Eigentlich ein schöner Schluss für die Asterix-Filme. Aber offensichtlich sind die Gallier so beliebt, dass man sich nicht vorstellen konnte es bei der Trilogie zu belassen und brachte noch ein paar Filme heraus (und ich muss sagen: HURRA!). Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir noch ein paar Asterix-Klassiker zu Gesicht bekommen, mit ihnen lachen, Spaß haben und uns fallen lassen können.

Aber auch hier haben sich die einen oder anderen unlogischen Fehler eingeschlichen. Ich wünsche euch, wie immer viel Spaß und ich hoffe, dass ihr etwas zu lachen habt.

1. Unlogisches aus Aremorica und Umgebung

Auf der Jagd nach Wildschweinen begegnen Asterix und Obelix der wunderschönen Falbala, eine blonde, langhaarige Schönheit, die… völlig alleine und ohne Zaubertrank in den Wald gegangen ist? Hat sie keine Angst von Wildschweinen oder anderen wilden Tieren, gar von Römern angegriffen zu werden? Und warum gehen schöne Frauen an den Helden immer mit geschlossenen Augen vorbei? Was ist das überhaupt für eine Gangart? Ich habe noch keine Frau so langsam an jemandem vorbei gehen sehen – aber gut, wenn sie rennt, sieht sie wohl auch nicht so sexy aus.

Was ist überhaupt mit Obelix los? Vom Fleck weg verliebt er sich in die Schönheit und wird davon so blöd, dass er sich offenen Auges gegen den nächsten Baum wirft. Ehrlich, er hat den Baum gesehen und schmeißt sich mit Karacho dagegen. Warum?! Und wie schafft er es dann halb im Loch zu sitzen? Aber den letzten Trick, wie Obelix den Baum einfach wieder einpflanzt, ohne ihn mit der Erde richtig abzustützen, sodass der Baum aber punktgenau wieder richtig eingepflanzt ist, den Trick muss er mir verraten! Bitte?!

Obelix‘ Verliebtheit geht sogar so weit, dass er beim zweiten Zusammenstoß mit der schönen Falbala einfach die Wildschweine vor Asterix‘ Tür fallen lässt und ohne sie einmarschiert. Asterix fällt bei Obelix aber erst auf, dass er ohne die Beute ins Haus kommt, nachdem er eingetreten ist. Hat er da nicht gut genug über seine Tür geschaut? Und warum fällt Asterix erst nachdem er gegessen hat auf, dass Obelix sein Wildschwein nicht angerührt hat? Merkt man sowas nicht schon während des Essens? Und weshalb bindet sich Obelix ein Lätzchen um, wenn er sowieso nicht vorhat zu essen? Oder hat er es sich anders überlegt? Und im nächsten Cut ist das Lätzchen von Obelix‘ Hals verschwunden. Hatte er doch Hunger und hat das Lätzchen gegessen?

Selbst die Tiere sind nicht mit Logik beglückt. In einer Szene frisst ein Hirsch vom Baum. Sobald die Blätter aber vom Ast geknabbert sind, saust der Ast wieder nach oben – und zwar außerhalb der Reichweite des Hirsches. Er schaut den Blättern nach, bedient sich dann aber am Boden. Haben die Blätter jetzt doch so blöd geschmeckt, dass er es nicht mehr versucht? Oder was ist hier geschehen?

Naja, und die Wildschweine versuchen auf 2 Beinen zu flüchten, weil sie schleichen 😀 Ein bisschen Spaß ist ja immer drin.

Später, nachdem Mirakulix den beiden Falbala vorgestellt hat (die Nichte des Häuptlings, die der Häuptling seinem Dorf irgendwie gar nicht vorstellt wird, von wegen „Sie ist wieder da“ O.o) schlägt Asterix seinem Freund vor, ihr ein Geschenk zu machen, woraufhin Obelix im Eifer des Gefechts erst einmal einen Hinkelstein besorgt. Asterix rät davon ab und überredet Obelix zu ein paar Blumen. Obelix findet die Idee klasse und drückt Asterix den Hinkelstein in die Hand, die Asterix halten kann (zwar mit Mühe und Not, aber immerhin). Aber wieso kann er den gigantischen Stein halten?! Nun gut, später kann Asterix auch ohne den Zaubertrank einen Römer in Condate mühelos anheben.

Und wieso kriegt Obelix es nicht hin, nach dem Sammeln der Blumen die einzelnen Blütenblätter zu zupfen, und nicht etwa die ganzen Blumen weg zu werfen? Ist er wirklich so grobmotorisch?

Zum Schluss gehen Tragicomix und seine Verlobte Falbala in den Wald. Wieso kommt hierbei (alle sehen es) keiner auf den Gedanken ihnen etwas Zaubertrank mitzugeben? Kein Wunder, dass die beiden gefangen genommen werden. Und was hat Idefix überhaupt außerhalb des Dorfes gemacht? Geht ihm Falbala nicht sowieso auf den Keks, weil Obelix nur sie im Kopf hat? Oder ist er wirklich der herzensgute kleine Kerl? Falls ja, dann lasst mich ihn knuddeln!

2. Die Geschenklieferungen

Cäsar erhält zahlreiche Geschenke aus verschiedenen Ländern, darunter Geschenke aus Ägypten, Afrika und anderswo. Kein Wunder, Cäsar ist ein mächtiger Herrscher und die Menschen wollen sich mit ihm gut stellen. Aber einer der Lieferanten bringt einen angeschnittenen Käselaib und rollt den über den Boden! Junge! Das wird doch dreckig und gammelt auf dem Weg bis nach Rom! Das will doch dann niemand mehr essen!

3. Der Schwachkopf und andere Römer

Einer der Römer ist neu beim nahe gelegenen Lager angekommen und will die Gallier fangen. Er ist engagiert und geht bei dem ersten Versuch auf eigene Faust los, wobei er von Obelix direkt zurück in den Ausguck geschleudert wird. Beim zweiten Versuch nimmt er ein paar Legionäre zur Unterstützung mit, ist aber als einziges nicht verkleidet. Alle verkleiden sich als Sträucher, nur der Schwachkopf bindet als einziges eine kleine Blume auf seinen Helm – mehr nicht. Sehr gute Tarnung!

Wie macht sein Vorgesetzter es überhaupt, dass das Tuch so in seinem Gesicht landet, dass es links und rechts überklappt und sein Gesicht einwickelt? Der Vorgesetzte wäscht seine Hände, trocknet sie ab und wirft das feuchte Tuch dem Schwachkopf ins Gesicht, sodass es mittig landet und gleichmäßig umklappt. Das kann auch nicht jeder!

Über die Kampfszenen brauchen wir gar nicht groß diskutieren. Wenn die Römer auf die Nase kriegen, dann halten sie zum Teil einfach still und warten sogar, bis der Gallier sich entschieden hat, welchen von beiden er zuerst prügelt. Römer haben sogar die erstaunliche Fähigkeit perfekt diagonal in der Luft zu hängen, obwohl der Griff der Gallier alles andere als ideal ist, um in der Position zu verharren. Alle Achtung!

 

 

Wie ist es überhaupt möglich, nachdem der Schwachkopf in der Wüste bei Zenturio Aerobus landet, dass sein Helm so fest auf seinem Kopf sitzt, dass er nichts sehen kann? Ist der Helm für ihn zu klein, oder wie? Aber er ist zuvor doch von seinem Kopf gesegelt, als Wind aufkam!

In Rom scheinen die Diener aber auch nicht viel schlauer zu sein. Der eine will Obelix niederknüppeln, was ihm nicht gelingt (und was Obelix aus irgendeinem Grund gar nicht merkt) und probiert den Knüppel… bei seinem Kollegen aus? Prima Idee! Und den Knüppel kurz darauf auf seinen eigenen Kopf zu hauen ist auch fantastisch!

4. Mirakulix und der Zaubertrank

Schön auch der allseits beliebte Mirakulix, der am Ast hängen bleibt und dann kurz in der Luft stehend die Schultern zuckt, bevor er endgültig runter fällt. Es kommt auch keiner der Gallier auf die Idee Mirakulix zu helfen, damit er nicht runter fällt. Er ist schon deutlich älter, der könnte sich beim Sturz die Knochen brechen, das scheint aber niemanden zu jucken. Es wird im Film deutlich, dass Mirakulix schon etwas älter ist, nicht nur, dass er schwer hört, er vergisst in der Sekunde, dass er einen Wachstumstrank in der Hand hat und gießt fast den ganzen Inhalt auf seinem Rasen aus.

Daraus ergeben sich sogar noch mehr Fragen: Warum ist es falsch, wenn er mehr Tropfen auf die Tomatenpflanzen gießt und sie gleich so groß werden? Zitat: „Das war wohl ein Tropfen zu viel“ Und warum macht er das nicht ständig? Das ganze Dorf scheint sich nur von Wildschwein zu ernähren. Und warum um alles in der Welt schüttet Mirakulix die restlichen Tropfen seines Tranks gleichgültig auf den Boden? Er schaut ja nicht mal hin und gießt sich das Wachstumsmittel auf den Fuß. Sicher, dass er den Galliern noch den Trank brauen sollte? Oder hat er die Nacht einfach nicht gut geschlafen? Er wirft sogar die Flasche einfach hinter sich und marschiert mit Asterix los, wobei sein Fuß auf halber Strecke wieder normal ist. Wobei die komische Biene, die vom Trank nascht nicht konsequent groß bleibt, sondern immer kurzzeitig dick aufploppt. Ist die Wirkung von dem Mittel im Organismus eines Lebewesens so anders?!

Später macht Mirakulix seinen bekannten Zaubertrank fertig und schaut zum Teil nicht mal auf die Sachen, die er sich greift und gießt es einfach in den Trank hinein. Spielt es zuweilen keine Rolle was wann rein kommt?! Und überhaupt: Wieso sieht sein Trank eigentlich jedes Mal wieder anders aus? Mal sieht es aus wie Wasser, ein anderes Mal steigt bunter Dampf aus und in diesem Teil sieht es im Topf sogar aus wie Lava!

Interessant ist vor allem aber Mirakulix‘ Aussage, auf Asterix‘ und Obelix‘ Fund. „Mirakulix? Schau! Die Römer haben Falbala entführt.“ Und was antwortet Mirakulix darauf? „Ja, ja, ich habe mir schon so etwas gedacht.“ … Warum?! Er ist doch direkt nach seiner Zutatensuche in sein Haus gegangen und hat mit dem Brauen des Zaubertranks begonnen, oder hat ihn wer zwischendurch nach Falbala gefragt?

Übrigens: Mirakulix probiert einige Male von dem Zaubertrank (in diesem Film und in anderen Filmen auch) – hat er dann nicht auch bärenstarke Kräfte? Oder wirkt der Zaubertrank bei Druiden nicht?!

Und mir stellt sich noch die Frage, nachdem Asterix und Obelix in Erfahrung bringen, dass Falbala und Tragicomix fort geschickt wurden, weshalb Mirakulix plötzlich auch im Lager der Römer ist, um Asterix eine Trinkflasche mit Zaubertrank mitzugeben?! Immerhin geht er für die Schlägereien doch sonst nie mit, oder war diesmal die Gefahr zu groß, dass man ihn entführt?

5. Die Suche nach Falbala und Tragicomix

Asterix und Obelix gelangen nach Condate und suchen dort die Auskunft nach den zwei Gefangenen. Dabei tritt Asterix eine schwere Eisentür ein, die erstaunlich weich ist. Nicht nur, dass sie bei Asterix‘ Gewicht nachgibt (was mag der Mann wiegen? 50 Kilo?)! Nein, das Gesicht des Römers unter der Tür hat sich tief in die Tür gegraben und eine dicke Delle hinterlassen. Das Gesicht des Römers ist aber so gut wie unbeschadet. Ich wusste gar nicht, dass die Gesichter von manchen Römern kräftiger ist als eine Eisentür.

 

 

Und weswegen noch gleich ruft der klügste aus dem Dorf Obelix in das Verwaltungsgebäude, um dann zu lesen, dass sie sich draußen sowieso anstellen müssen?! Hätte er das nicht gleich tun und Obelix dann einfach Bescheid geben können?

Nachdem sie herausgefunden haben, dass die Gefangenen nach Afrika gebracht werden, gibt es für sie nur die Chance sich bei den Römern als freiwillige Rekruten einzuschreiben (wobei an der Stelle nicht erklärt wird wieso). Alle Freiwilligen werden namentlich eingetragen, wobei es bei der Eintragung nur ein Brite, ein Spanier und die zwei Gallier sind, später, nach der Ausgabe und der Einkleidung in die Rekrutenuniform sind es aber mehrere. Und warum lassen die Römer die Bärte und Zöpfe und alles dran? Sind Römer nicht sonst immer blank rasiert?

Mir stellt sich auch die Frage, was ein Brite bei den Römern will, wenn er die Hälfte doch offensichtlich sowieso nicht versteht? What does he say?

Und warum gestattet man den Neulingen sich zu benehmen wie kleine Kinder, die laufend mit dem Besteck auf den Tisch schlagen und laufend nach „Suppe! Suppe! Suppe!“ zu brüllen? Und was für eine Suppe ist das, die so dick und schleimig wie Kleister ist? Und ist das der Teller von Idefix, der wieder nach oben geflogen und vor Asterix gelandet ist? Wieso hat sich der Teller beim Flug wieder gefüllt? Der war doch auf dem Boden so gut wie leer?

Es interessiert die Römer offensichtlich in ihrer „Zivilisation“ kein Stück, wenn die Lehrlinge den Küchenchef verprügeln. Und anstatt, dass der Küchenchef das seinen Vorgesetzten erzählt, oder gar aus dem Topf gekrochen kommt, weist er seine Küchenhilfe an, Wildschweine, Rebhühner und Créme Fraîche (wtf?) zu besorgen und will nichts weiter, als dass er das Feuer unter dem Topf ausmacht. Warum kommt er nicht raus? Ist es gemütlich da drin?!

Komischerweise reicht es für die Übungen im Anschluss, wenn Obelix mit dem Speer auf den Sack zielt und sonst keiner. Vermutlich, weil Obelix den Sack kaputt gebohrt hat – aber gibt es dafür nicht ein Ersatzziel? Und warum nutzen die oberen Befehlshaber bei dem Marsch nach Massilia nicht einfach die Kutsche, die sie dabei haben?

Und wie verpeilt sind bitte die Mannen auf dem Schiff? Nach der Aussage „Leinen Los“ werden nicht nur die Leinen gelöst, man lässt das komplette Segel vom Mast fallen, den Anker ins Wasser plumpsen, bis die Kette reißt und die Ruder wackeln unkoordiniert hin und her. Haben die erst gestern mit der Schifffahrt begonnen?!

6. Die Suche geht weiter

Während die Helden auf der Reise von Massilia nach Afrika sind, wird Falbala von den Römern bei ihrer Kellnerarbeit belästigt. Das bekommt ihr Verlobter mit und eilt ihr zur Hilfe. Sie schnappen sich die kleine Kutsche des Zenturios und verschwinden durch das offene Tor in die Wüste. Natürlich ist keiner der beiden Gefangenen mit Ketten befestigt, noch gibt irgendwer auf den männlichen Gefangenen Acht. Die beiden können entkommen, allerdings zerbricht ihre Kutsche mitten in der Wüste und sie müssen zu Fuß weiter.

Asterix und Obelix kommen zwischenzeitlich mit den restlichen Rekruten im Quartier von Zenturio Aerobus an und helfen beim Aufbau der Palisaden. Sie erfahren, dass die Gefangenen entkommen sind und Asterix wirft den Römerhelm hin. Er gibt dabei noch einem Römer was auf die Glocke und als Obelix nachhakt, warum er einen ihrer Freunde schlägt (durch die Zusammenarbeit mit den Römern um nach Afrika zu kommen, meint Asterix nämlich, dass sie aktuell Freunde und keine Feinde sind) hat Asterix den Helm plötzlich wieder auf. Dabei wirft er doch das Römerdasein hin, oder wie jetzt? Im nächsten Cut hat Asterix den Helm auch nicht mehr auf und in dem danach, als Obelix die Palisaden kaputt macht, sitzt der Helm auf Asterix‘ Kopf wieder wie eine Eins. Weiß er selber nicht was er will?

7. Die Zeit in der Wüste

Falbala und ihr Verlobter müssen in der Wüste ausharren und wachen am nächsten Morgen auf. Eine Karawane kommt des Weges und seltsamerweise, obwohl die beiden kaum etwas anhaben und es in der Wüste eisig wird, sind beide noch am leben, sogar kerngesund. Die Karawane nimmt sie mit, um sie später als Sklaven zu verkaufen. Hierbei ist es interessant zu beobachten, wie beide aneinander gefesselt auf dem Höcker eines Dromedars sitzen und nicht runter fallen. Und so wie sie gefesselt wurden (Tragicomix schaut nach vorn, Falbala nach hinten), könne sie unmöglich einen Sitz haben.

Und wie es der Zufall solcher Filme will, treffen unsere Helden auf genau die gleichen Sklavenhändler, die bereits Tragicomix und Falbala verkauft haben. Sie erfahren, dass die Sklavenhändler die beiden am Meer verkauft haben und verprügeln die Händler. Es ist mal wieder erstaunlich, wogegen der Zaubertrank offensichtlich noch alles hilft, denn weder Obelix noch Asterix haben Schwierigkeiten zwei Nächte in der Wüste klar zu kommen und allein der Fußmarsch nach Massilia hat mehrere Tage gedauert – und trotzdem hat Asterix etwas Zaubertrank übrig. Nimmt er nur Mäuseschlückchen? Oder wirkt die Flasche nur so klein?

Asterix vermutet darüber hinaus, dass ihre Freunde nach Rom gebracht wurden – wobei es dafür keinen Anhaltspunkt gibt.

8. Unlogisches in Rom

Cäsar will sicher gehen, dass alles rechtzeitig fertig ist und erkundigt sich bei Gaius Obtus (er soll seine Siegesfeier ausrichten) wie er mit den Plänen voran kommt. Gaius Obtus verkündet Cäsar seine Pläne und stellt ihm zwei der unbeugsamen Gallier vor, die beim Kolosseum mitwirken sollen. Wobei mir nicht ganz klar ist, wieso jeder Hans und Franz von vorn herein weiß, dass sie aus Aremorica stammen. Sagen Falbala und Tragicomix das jedem, der ihnen über den Weg läuft? Oder sieht man ihnen an, dass sie aus der Gegend kommen?

Cäsar weist an, dass die beiden in einer Zelle im Kolosseum untergebracht werden sollen und… man packt sie in zwei unterschiedliche Zellen. Wie? Das hat Cäsar doch gar nicht angewiesen? Haben die Untergebenen von Cäsar ihrem Herrn wirklich nicht gehorcht?

Jedenfalls gelangen Asterix und Obelix wie durch ein Wunder pünktlich nach Rom. Wobei nicht erläutert wird, wie sie da überhaupt hingekommen sind. Eins ist klar, mit den „geborgten“ Kamelen sicherlich nicht, denn zwischen Afrika und Rom liegt das Tyrrhenische Meer. In Rom angekommen finden wir das nächste unlogische Ereignis. Man sieht ein Bauwerk mit 3 Toren, mitten in Rom. Man kann bei dem Einblick in die großen Tore erkennen, wie das Gebäude steht, aber müsste der Rand – also die seitliche Wand – nicht auch in der 3-D Version zu sehen sein? Warum sieht es an der Seite so aus, als wäre es nur eine Pappwand? Oder ist das einfach nur ein riesengroßes Plakat, damit Rom imposanter wirkt?

Natürlich sprechen die beiden rein zufällig den richtigen Händler in Rom an und derjenige baut auch jetzt erst seinen Stand ab. Offenbar hat er trotz der Einwände von Gaius Obtus (Steuern, Lizenzverlängerungen etc.) noch ein paar Leute für seine restlichen Sklaven gefunden? Wären das die einzigen Sklaven gewesen, die er verkaufen konnte, wäre der Stand schon längst weg.

Nach der Auskunft des Sklavenhändlers machen sich Asterix und Obelix im Thermalbad auf die Suche nach dem Gaius Obtus. Dabei werden sie vom Aufseher darum gebeten sich zu entkleiden, was sie auch tun und Obelix merkt an, dass es mit Handtuch bekleidet „oben rum“ ziemlich kühl ist. Verzeihung, Obelix. Aber bist du nicht IMMER oben rum unbekleidet? Oder meintest du deine Füße? Die sind aber unten.

Und Asterix, was ist falsch mit dir? Sie kommen ins Bad (wo man offensichtlich nicht seine übliche Kleidung tragen kann/soll/darf) und nachdem zwei Aufpasser verprügelt werden, meint er: „Naja, wie dem auch sei, ich sehe jedenfalls keine weiße Toga hier drin. Gehen wir.“ Asterix, wenn du und Obelix nicht eure üblichen Kleidungsstücke anbehalten dürft und abgesehen von den Aufpassern alle anderen auch nur Handtücher tragen (was man bei Gaius Obtus prima sehen kann), wieso erwartest du da Menschen mit weißer Toga?!

Und was wären Filme mit dicken Personen, wenn nicht mindestens einmal einer bei so einer Gelegenheit das komplette Becken trocken kriegt, indem er ins Wasser hüpft? Und… Ach du Schande! Was haben die beiden für ein Lungenvolumen?! Asterix brüllt und der komplette Vorhang bewegt sich! Bei Obelix versteht man das noch, durch den Unfall zwischen ihm und dem Zaubertrank in seiner Kindheit hat er mit Sicherheit auch das größte Lungenvolumen, aber Asterix? Wow!

Achja und die Haltung der Pferdestatue zu Ehren Cäsars ist doch ein wenig schief geraten, oder?

9. Wo ist Asterix?

Nachdem die Handlanger von Gaius Obtus Asterix gefangen genommen haben. Hat Obelix keine andere Idee, als beim Eingang auf Asterix zu warten. Aber halt, war Asterix nicht vor ihm gegangen? Was glaubt er denn, was Asterix die ganze Zeit macht? Obelix ist bald darauf sogar vor dem Thermalbad eingeschlafen und wird erst durch ein herannahendes Unwetter wieder wach.

Die Reinigungskraft vom Thermalbad macht derweil alles sauber und entsorgt den Zaubertrank von Asterix sowie eine alte Sandale durch eine Klappe ins Abwasser. Ich meine, das ist doch das Abwasser, oder? Und wo kommt das raus? Aus einem Brunnen?? Wenn das wirklich das Abwasser ist, dann will ich gar nicht wissen, wie gut Rom duften muss, wenn dort all das Abwasser durchfließt – denn das läuft noch lange Rinnen in die Kanalisation über.

Und Asterix? Der muss in seiner Gefängniszelle ausharren, bis Obelix ihn retten kommt. Durch die tiefere Position der Zelle, sammelt sich darin auch noch das Wasser aus der nahe gelegenen Dachrinne. Und wie? Auf dem Dach des gleichen Gebäudes hat sich vom Regen offensichtlich jede Menge Wasser gesammelt. Das Dach wurde vom Blitz getroffen und beschädigt. Nun läuft das Wasser großzügig dort in die Zelle. Aber halt. Wenn ohnehin so viel Wasser runter kommt, dass es aus der Rinne in die Zelle läuft, warum sammelt sich nicht auch von alleine so viel Wasser auf der Straße dass es die wenigen Treppenstufen in die Zelle fließt? Zumindest ist keine Straße und kein Rinnsaal betroffen, dass es überläuft oder dergleichen.

Später erkennt Idefix bei der Suche nach Asterix in einem der Wasserwege seine Flasche (wobei ich nicht genau weiß, woran er erkennen will, dass es seine ist. Hätte ja auch eine andere Flasche sein können) und folgt ihr. Dabei landet er in der Kanalisation und muss sich mit Ratten um die Flasche schlagen.

Obelix kann Asterix noch rechtzeitig vor dem Ertrinken retten, wobei nicht klar ist, wieso der sonst so sportliche Asterix nicht versucht zu schwimmen oder sich auf den Fenstersims stellt, um seinen Kopf aus dem Wasser zu halten – das Fenster ist doch nicht größer als er! Und über Obelix kann man nur staunen, dass er durch das schmale Loch (wo vorher die Gitter vom Fenster waren) durch passt!

10. Die Gladiatorenschule und das Finale

Ein Mann sitzt mit seinem Hund am Straßenrand und lauscht den Gesängen Falbalas. Asterix und Obelix kommen hinzu, der Regen hat wie durch ein Wunder aufgehört, und sie fragen den Mann, seit wann im Kolosseum gesungen wird. Der Mann weiß aus unbekannten Gründen, dass es eine singende Gallierin ist, die am Tag der Siegesfeier den Löwen vorgeworfen werden soll. Er weiß auch, dass nur Gefangene, Gladiatoren und wilde Tiere Zugang zum Kolosseum haben, weswegen Asterix beschließt mit Obelix in die Gladiatorenschule zu gehen.

Gaius Obtus schickt derweil seine Männer noch einmal los die beiden Gallier zu fangen, wobei einer der Handlanger es beinahe hingekriegt hat eine Statue von Cäsar umzuwerfen – aber nur fast. Die Statue wackelt und dreht sich so lange, bis sie wieder sicher steht. Nicht schlecht!

Kurz darauf kommen die Helden bei Gaius Obtus an und Obelix wirft die liegen gebliebene Münze durch ein großes Loch in der Decke. Ist das damals schon Absicht gewesen? Und wie schnell trinkt Obelix den angebotenen Kelch leer?

Gaius Obtus ruft den Lehrmeister für die Gladiatoren rauf und dieser wird von Obelix nach unten befördert, sodass dieser auf dem Hosenboden die Treppenstufen hinunter hüpft. Ich frage mich bloß, wie er es schafft bei der Wendeltreppe weiterhin die Treppenstufen hinunter zu plumpsen. Hätte er nicht mal zwischendurch gegen eine Wand knallen müssen? Und überhaupt, was ist das für ein komischer Pelz, den der Lehrmeister auf den Schultern und um den Hals herum trägt? Und wieso springt er aus dem Fenster, nachdem Asterix und Obelix sämtliche Gladiatoren vermöbelt haben? Wollte der Typ allen Ernstes Selbstmord begehen?!

Wie nicht anders zu erwarten, dürfen die beiden bei den Wettkämpfen im Kolosseum mitmachen und das Publikum freut sich auf die bevorstehende Schau und hat schon mal die Augen… geschlossen. Das GESAMTE Publikum! Und überhaupt, warum sehen so viele Römer aus wie ein Ei dem anderen?!

Die Sklaven werden durch die Arena geführt und kurz vorgestellt, unter anderem auch Falbala und ihr Verlobter. Mit Seilen gefesselt werden sie auf einer Kutsche im Kreis kutschiert und man bringt sie in eine der Räume mitten in der Arena. Sie gehen gefesselt rein und sind einen Cut später… nicht mehr gefesselt. Haben sie sich in 2 Sekunden selbst entfesselt?

Im Kolosseum beginnt es mit dem Wagenrennen, bei dem Asterix und Obelix aus unbekannten Gründen nicht bei den Gladiatoren warten, sondern kurzerhand als Fahrer einspringen. Die vier Pferde müssen aber besonders kräftig sein, denn obgleich immer betont wird, dass es mit Obelix sehr schwer ist (gut zu sehen in der Wüste mit dem Kamel), ist ihr Wagen verdammt schnell. Wie ist es überhaupt dem Ägypter gelungen mit seinen Füßen so tief im Sand zu landen? Wäre es nicht logischer, dass er auf der Nase landet? Und wie schafft man es, den Kerl, der die Runden anzählt, so mit einem Pferderennwagen zu treffen, dass weder die beiden Männer, die die Trage halten, betroffen sind, noch die übrig gebliebenen Stiele, die sie in den Händen halten?

Weiterhin interessant: Julius Cäsar scheint die beiden Gallier im ersten Moment gar nicht wiederzuerkennen, dass er nichts über ihre Anwesenheit sagt. Im zweiten Asterix-Teil kannte er sie sogar beim Namen!

Und was erzählt Gaius Obtus von einem Joghurt, den die Löwen am Tag bekommen haben? Das glaube ich wohl weniger.

Es kommt zum Kampf. Idefix bringt noch rechtzeitig den Zaubertrank zu ihnen und während Tragicomix die Löwen zusammenhaut, bringt Obelix versehentlich das halbe Kolosseum zum Einsturz. Die Massen flüchten aus der Arena und dem Kolosseum – auch dort, wo gerade riesige Steinbrocken runter fallen – macht doch nichts, das Publikum kann offenbar DURCH die Steinbrocken laufen.

Auch hier wird Julius Cäsar am Ende nicht verprügelt, sondern Asterix bittet um Gnade für die zwei mutigen Sklaven. Und anstatt dass Cäsar ihnen die Schuld am ruinierten Programm gibt, schenkt er den Galliern die Freiheit und lässt dafür Gaius Obtus mit dem Löwen „spielen“, der offenbar ständig nur neben die Beine schlägt und stattdessen den bereits zerfetzten Umhang trifft.

Der Spuk ist aus, die Gallier kehren wieder in ihre Heimat zurück und feiern die Rückkehr der Entführten und die Rückkehr ihrer Helden. Obelix genießt sein geliebtes Wildschwein und verzehrt es sogar in einer kurzen Drehung, wobei am Ende nur noch ein Knochen übrig bleibt. Hat er die übrig gebliebenen Knochen alle gegessen?! Falls ja, warum dann den einen nicht?! Auch Majestix bekleckert sich nicht mit Ruhm, als er beim Wandern AUF dem Tisch nicht hinsieht, an einer Würstchenkette (warum gibt es da Würstchenketten?!) hängen bleibt, auf Fässern landet (die wegen Grund X auf dem Tisch stehen) und damit über den runden Tisch rollt – also um die Kurve. Alle Achtung.

Außerdem scheint Obelix seine Verliebtheit überwunden zu haben, aber nach einem kleinen Kuss von Falbala (den sie natürlich nur Asterix zukommen lässt, und nicht etwa Obelix) ist der mit einem mal in die schöne Frau verschossen. Und wie macht er das, dass seine Flügel am Helm sich wie ein Propeller drehen und ihn fliegen lassen? Nicht nur, dass sich dann der ganze Helm drehen müsste, die Flügel sind doch gar nicht lebendig! Gar zu ihm selbst zugehörig! Aber gut, die bewegen sich ohnehin ständig mit (was eigentlich auch nicht geht).

10 unlogische Dinge bei Asterix Sieg über Cäsar
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Verena Walter

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