10 plausible Gründe gegen ein Kind

Gibt es gute Gründe gegen ein Kind?

Kinder machen viel Spaß, sind aber nicht nur ein Ausbund an Freude und ein Quell der Glückseligkeit, für manche ist der Job als Eltern mehr als schwierig und das Leben mit einem Kind alles andere als einfach. Nachdem die guten Gründe für ein Kind beleuchtet wurden, hier einmal eine Liste, die gegen Kinder spricht:

 

1. Kinder kosten Geld

Und das nicht zu knapp. Auch wenn man von Freunden und Verwandten versorgt wird, was alte Spielsachen und Kinderkleidung angeht, gibt es noch allerhand Dinge, die man kaufen muss: Lebensmittel, Windeln, Fläschchen, Kinderbett – und im Alter kommt natürlich neue Kleidung hinzu. So ein Kind wächst schneller aus den Kleidungsstücken raus als man gucken kann und dann kommt es in den Kindergarten, wofür es eine eigene Tasche und eine Brotdose braucht, dann kommt die Schule, wofür das Kind eine Schultasche, zahlreiche Schulbücher, eine Federmappe mit Stiften und Hefte, sowie Mappen braucht – und so weiter. Nicht zu vergessen die Aktivitäten zu denen man Kinder mitnimmt, da sind genügend Sachen, bei denen die Kinder ebenfalls Eintritt kosten.

2. Die Erziehung ist nicht immer leicht

Eine Patentlösung gibt es bei bestimmten Problemen nicht. Jedes Kind ist wieder anders und nicht jede Situation steht in einem Lehrbuch niedergeschrieben. Das macht die Erziehung für manche etwas schwieriger. Vor allen den Eltern fällt es schwer das Kind richtig zu erziehen, wenn ihnen nicht klar ist, welche Auswirkungen bestimmte Maßnahmen haben. Ich kann es gut verstehen, wenn man beispielsweise beim Einkauf nachgibt, damit das Kind ruhig ist – aber wenn das einmal so gut klappt, wird das Kind es beim nächsten Mal wiederholen. Und schon steckt man in einem Teufelskreis.

3. Zu hohe Erwartungen

Manche Menschen haben von ihren Kindern eine viel zu hohe Erwartung. Sie meinen, dass kleine Kinder wie Roboter zu funktionieren haben und gefälligst sofort alles stehen und liegen lassen, wenn Mama oder Papa etwas zu ihnen sagt. Die Realität zeigt aber, dass dem nicht so ist. Kinder sind nichts anderes als Kinder, die erst einmal das Umfeld, das Leben und alles was dazu gehört erst einmal kennen lernen und dafür jede Menge Zeit brauchen. Nicht umsonst wurde das Alter zur Volljährigkeit auf 18 festgelegt (früher ja sogar noch auf 21).

4. Man hat weniger Freizeit

Mal eben spontan ein Buch lesen, für ein Stündchen mit einer Freundin treffen und mit ihr einen Kaffee trinken gehen? Alles machbar, aber mit einem Kind in jungen Jahren nicht immer easy going. Kinder beanspruchen viel Aufmerksamkeit und manche brauchen eine ständige Beobachtung, um nicht auf dumme Gedanken zu kommen. Kinder nehmen viel Zeit in Anspruch und sind unausgelastet, wenn sie von ihrer Familie nicht viel haben.

5. Kinder brauchen viel Hilfe

Gerade zu Anfang, wenn sie auf der Welt sind, können Kinder (abgesehen von weinen, atmen und schlafen) so gut wie nichts alleine. Man muss ihnen die Windeln wechseln, man muss sie füttern und vielleicht auch noch in den Schlaf wiegen, sie brauchen Kuscheleinheiten und benötigen stets die Hilfe ihrer Eltern – und später, wenn sie krabbeln und laufen, kommen weitere Aufgaben hinzu. Die Eltern müssen ihnen immer noch das Essen zubereiten, sie helfen ihnen auf die Toilette und wischen den Po ab, sie helfen ihre Kinder beim Anziehen und gehen ihnen zur Hand, wenn sie auf dem Spielplatz schaukeln oder klettern möchten.

6. Mit einem Kind gibt es Einschränkungen

Bei gewissen Dingen muss man sich überlegen, ob man einen Babysitter engagiert, das Kind an die Familie oder an Freunde weiter reicht oder ob man alles so lässt wie es ist und mit dem Kind etwas macht – denn für manche Aktivitäten kann man das Kind nicht mitnehmen, beispielsweise für einen Horrorfilm im Kino oder für bestimmte Attraktionen auf einem Jahrmarkt. Blöd wird es nur im Urlaub, wenn man als Familie weg fährt und ein paar Dinge nicht gemacht werden können, weil Kinder nicht gestattet sind.

7. Zu einfach vorgestellt

Oftmals scheitert eine harmonische Familie auch einfach daran, dass man sich das Projekt Kind viel zu einfach vorgestellt hat. „Ach, das kriegen wir irgendwie schon hin“ ist sicher nicht die beste Aussage auf eine entscheidende Frage, wie etwa: „Wie wollen wir das alles finanziell stemmen?“ Kinder können schwierig sein, je nach Situation und Kind – und die einher gehenden Verpflichtungen und Aufgaben sollten ebenfalls nicht unterschätzt werden. Das heißt nun nicht, dass es ultraschwer ist ein Kind groß zu ziehen, aber es ist eben auch kein „Kinderspiel“.

8. Kinder sind eine echte Geduldsprobe

Bei manchen Kindern und bei bestimmten Situationen kann einem schon der Geduldsfaden reißen. Sie probieren Grenzen aus und finden es lustig, wenn die Eltern sich geärgert fühlen, doch es sollte nie so weit kommen, dass einem wirklich der besagte Faden reißt und man unnötig laut oder gar grob wird. Ebenso nervtötend kann es für frisch gebackene Eltern sein, wenn die ständige Warum?-Frage kommt oder aber wenn man auf Reisen geht und alle zwei Minuten die Kids von der Rückbank fragen, wann man denn endlich da ist.

9. Man steht für die Flausen der Kinder gerade

Man kann nicht 24/7 um die Kinder herum laufen, weshalb es hin und wieder passiert, dass die Kinder dummes Zeug machen und dabei einen Schaden anrichten. Beispielsweise indem sie den Autolack eines anderen zerkratzen, weil sie vielleicht der Meinung sind da gehört ein Muster rein oder aber sie zerdeppern eine Keramikfigur auf dem Grundstück des Nachbarn – dann kann es passieren, dass man dafür zur Kasse gebeten wird, und da die Kinder ja kein Geld verdienen, kann man ihnen höchstens das Taschengeld streichen, bis es abbezahlt ist – aber auch das kommt ja aus der eigenen Tasche. Und auch sonst fallen die Dummheiten der Kinder auf die Eltern zurück, man hätte das Kind nicht gut erzogen oder nicht richtig aufgepasst.

10. Weniger Privatsphäre

Ein wenig die Zweisamkeit mit dem Schatz genießen, ist mit Kindern nicht immer leicht, vor allen Dingen, wenn sie laufend ins Schlafzimmer kommen weil sie Albträume haben oder etwas anderes wollen. Zumal die Atmosphäre mit Kindern nicht für alle gleichermaßen romantisch ist, sodass man Lust auf etwas Sinnlichkeit hat. Angenommen man hat den ganzen Tag die Kinder um sich gehabt, den Haushalt geschmissen, hat die Kinder versorgt, mit ihnen gespielt, ist mit ihnen spazieren gewesen, wobei sie in eine Pfütze herumgesprungen sind, alles ist wieder dreckig, man darf wieder wischen und die Wäsche machen und so weiter – da ist einem am Abend sicher nicht mehr nach viel Romantik.

 

Wie gesagt, Kinder zu haben ist nicht nur anstrengend und kein unlösbares Hindernis, aber es gehört zum Kinderkriegen mehr als nur die Prozedur zur Empfängnis. Das richtige Abenteuer beginnt im Laufe der Schwangerschaft und danach. Das Kinderkriegen will daher gut überlegt sein.

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Verena Walter

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